Beiträge von Britt

    Liebe Pschureika , ich sehe das ganz genau so wie du! Selbstverständlich hat der Grad der Metastasierung unmittelbare Auswirkungen auf die Behandelbarkeit der Krebserkrankung - und damit auch auf die Überlebenschancen. In meinen Augen ist es eine Dreistigkeit, den Umstand, dass bei der Nachsorge potenzielle Metastasen außen vor gelassen werden, mit dem angeblich nicht vorhandenen Überlebensvorteil im Falle einer Früherkennung zu begründen! Denn wer hat wohl bessere Überlebenschancen - derjenige, dessen Mikrometastase frühzeitig erkannt wird, oder derjenige, dessen Organe durchmetastasiert sind? Ich würde mir als Minimum den Anstand und die Ehrlichkeit wünschen, zu sagen, "ganz ehrlich, bei so vielen Krebskranken in Deutschland sind Ganzkörper-CTs oder -MRTs als Standardnachsorge für unser Gesundheitssystem finanziell nicht tragbar".

    Hallo Britt ,wenn Schulmedizin mit ihren Giften gemacht wird ist die Alternative Medizin zur Unterstützung bestimmt kein Quatsch😠.Sowohl das Eine und das Andere unterstützend dazu,kann hilfreich sein!!!

    Da bin ich hundertprozentig bei dir, Curly 66 ! Beides sinnvoll kombiniert, kann selbstverständlich hilfreich sein. Jedoch einzig und allein auf Kräuter & Co zu vertrauen und die Schulmedizin außen vor zu lassen, führt bei Hochrisikoerkrankungen wie TN leider nicht weit. Und ich finde es absolut fahrlässig, dass mit solchen Versprechungen geworben werden darf! Was gibt es da nicht für Wundermittel - Wurmkuren aus den USA, die sogenannte neue Germ... Med..., usw und so fort:cursing:

    Ach ja. Ich wollte noch sagen als Vorschlag für die Chemo schrieb der Arzt platinhaltige Chemotherapie

    Auf Platin spricht TN oftmals sehr gut an! Und lebensgefährliche allergische Reaktionen wie auf Pacli gibt es dabei meines Wissens auch nicht.


    Und bitte glaube nicht diesen Quacksalber-Quatsch von alternativen Heilmethoden! Wenn dem tatsächlich so wäre, würden wir alle Kräuterchen schlucken und wären bis ans Ende unserer Tage krebsfrei. Leider ist dem nicht so. Die einzigen, die davon profitieren, sind die skrupellosen Betrüger, die sich an verzeifelten Menschen bereichern, die nach dem vermeintlich letzten Strohhalm zu greifen glauben...

    ... aus meiner Sicht ist ein Vorteil der erst OP, dann Chemo Reihenfolge der, dass man fit in die OP geht und eventuell auch die Wundheilung besser und schneller ist. Ich weiß nicht wirklich, ob es da einen Zusammenhang gibt, aber mir fällt auf, dass bei jetzt, mitten in der Chemo kleine Verletzung viel länger zur Heilung brauchen als ich das von mir sonst kenne.

    Also was das anbelangt, kann ich zur Beruhigung beitragen. Wie alle TNler habe ich die Chemo neoadjuvant erhalten (und konnte dabei zusehen, wie sich der 2,3 cm große Tumor langsam aber sicher "pulverisierte") und wurde drei Wochen nach der letzten Chemo (EC) Brust erhaltend operiert. Entgegen meiner eigenen Befürchtungen hatte ich keinerlei Probleme - weder mit der Narkose noch mit der Wundheilung.

    Teafriend , ich sehe das durchaus ähnlich wie du. Deswegen schrieb ich ja, dass all diese Erfahrungswerte keine in Stein gemeißelten Prognosen ermöglichen. Und selbst bei vergleichsweise belastbaren Studien, die nicht auf persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen fußen, gibt es immer noch diesen berühmten Prozentanteil, auf den die Prognosen, die aus diesen Studien generiert wurden, nicht zutreffen. Was mal zum Vor-, mal zum Nachteil der Patienten sein kann.


    Ansonsten bin ich persönlich ein großer Freund klarer Worte. Da war bzw bin ich bei meiner Onkologin zum Glück an der richtigen Adresse. Ursprünglich wollte ich gar keine Chemo machen. Hintergrund ist, dass ich in meiner Familie ausschließlich schlechte Erfahrungen mit Krebs gemacht habe. Mein Vater war dabei nur das i-Tüpfelchen. In meiner Familie kenne ich nur Frauen, die trotz des Komplettprogramms an Brustkrebs gestorben sind. Meine Mutter hält ihre chronische Krebserkrankung zwar durch Chemo in Schach, kotzt sich aber regelmäßig die Seele aus dem Leib. Von daher dachte ich, warum mich durch die Chemo quälen, nur um früher oder später doch an dem Krebs zu sterben? Meine Onkologin hat mir dann allerdings recht glaubhaft versichert, dass meine Chemo zum einen nicht so schlimm werden würde wie bei meiner Mutter, und ich bei meiner Tumorformel mit Chemo zumindest höhere Chancen auf mehr und gute Lebenszeit hätte als ohne Chemo. Damit, dass die Chemo so schlimm nicht wahr, hatte sie recht. Alles weitere wird sich zeigen. Wie viel Zeit wir uns letztlich mit der Chemo erkauft haben bzw erkaufen können, wird uns im Vorfeld leider niemand verlässlich vorhersagen können. Womit wir wieder bei den Prognosen angekommen wären...

    Nicht die Größe des Tumors ist entscheidend, sondern das, was sich darin abspielt.

    Regressionsgrad 4 nach Sinn entspricht, wie schon geschrieben, einer pathologischen Komplettremission (pCR), d.h. es sind keinerlei entartete Zellen mehr zu finden. Regressionsgrad 3 bedeutet, dass der Tumor nicht mehr invasiv ist. Bei Regressionsgrad 2 ist noch ein minimal invasiver Resttumor vorhanden, und bei Regressionsgrad 1 zeigt der Tumor erste Auflösungserscheinungen. Das zeigt auch, Hanka , dass die Chemo bei dir durchaus Wirkung gezeigt hat. Andernfalls wäre der Regressionsgrad nämlich 0, also keine Veränderung bzw Chemoresistenz, oder es hätte im schlimmsten Fall sogar eine Progression gegeben.

    Regressionsgrad 1 spricht auch nicht gegen TN. TN ist im Gegenteil leider auch für Chemo resistente Tumore bekannt. Das war bei dir zum Glück nicht der Fall. Etwaige noch in deinem Körper zirkulierende Tumorzellen wird nun hoffentlich Xeloda den Garaus machen. Eine Molekular-Untersuchung, wie von Jueli vorgeschlagen, ist darüber hinaus mit Sicherheit eine Überlegung wert. So wüsstest du, zu welchen Waffen du gegebenenfalls noch greifen könntest.

    Hallo alle Miteinander, die Prognosen zu TN basieren natürlich in erster Linie auf Studien und Erfahrungswerten der Ärzte, und sind nicht in Stein gemeißelt. Meine Onkologin sagte mir bei der ED auf meine Frage, was geschehen würde, wenn man bei einem noch nicht metastasierten G3 TN auf eine Chemo verzichten würde, dass ihrer Erfahrung nach früher oder später alle Betroffenen mit Metastasen bei ihr sitzen würden. Die Aussage hat mir eigentlich gereicht, um den Ernst der Lage zu erkennen. Zumal meine letzte Vorsorge zu dem Zeitpunkt gerade mal zwei Monate her war. D.h., der Tumor ist in der Zeit auf mehr als 2 cm gewachsen.

    Auch mein Vater war mir ein mahnendes "Beispiel". Ende Februar vor drei Jahren war er im Krankenhaus, weil er kurz vor akutem Nierenversagen stand. Damals hatte man ihn auf den Kopf gestellt (und u.a. ein Leber-Ultraschall gemacht) und nichts gefunden. Dreieinhalb Monate später war er tot - gestorben an Multiorganversagen infolge einer über und über mit Metastasen übersäten Leber... Nun möchte ich damit niemanden unnötig Angst machen, sondern nur sagen, dass die Ärzte in der Regel schon wissen, warum sie bei aggressiven Krebsformen zur Chemo raten. Es gibt sie nun einmal, diese überaus aggressiven Krebserkrankungen...


    Liebe Teafriend , du bist ja zum Glück in fachärztlicher Behandlung und unter ständiger Beobachtung. Und ich hoffe doch sehr, dass bei den vielen Studien und noch teils experimentellen Behandlungsmethoden mit Antikörpern & Co auch eine Option für dich dabei ist! :hug:

    Jueli , klar, dass dich die Ärzte auf das Restrisiko hinweisen müssen. Aber musste das gleich so drastisch sein? Worauf sonst sollte die Entwicklung bei dir hinauslaufen, wenn nicht auf eine pCR?

    Nö, in Sachen Studie gibt es nichts neues. Erfahren, was ich bekomme(n habe), werde ich vermutlich nie. Aber das war mir ja von vorn herein klar.

    Mir hat man ebenfalls gesagt, dass mein Port nicht gespült werden muss und theoretisch zeitlich unbegerenzt im Körper verweilen kann. Einzig die "Anzapfmenge" sei begrenzt. Allerdings weiß ich nicht mehr genau, welche Zahl mir in diesem Zusammenhang genannt wurde. Mir ist so, als sei von 200 Mal Benutzen die Rede gewesen. Aber da kann ich mich auch irren...

    Flanke , das Prüfpräparat wird in dem Fall einfach vor bzw nach der Reha gegeben. Die Studienassistentin hat mir gesagt, dass der Abstand zwischen den einzelnen Gaben durchaus mehr als drei Wochen betragen darf. Nach der OP würde das nicht mehr so streng gehandhabt.

    Und da ich nächste Woche laut Plan mit der Bestrahlung fertig sein sollte, und man die AHB spätestens in der fünften Woche nach Abschluss der Primärtherapie angetreten haben muss, ist es Mitte Januar so weit. Dabei reiße ich mich nicht gerade um Reha im tiefsten WinterX/

    Das Atezo/Placebo gibts bei mir noch bis Mitte/Ende März. Zählt aber offenbar nicht zur Primärtherapie...

    Hallo Flanke , ich ziehe die Studie bis zum Ende durch. Wenn alle nach der OP aussteigen würden, stünden die Chancen vermutlich schlecht, dass Atezo jemals als Erstlinien-Therapie für nicht fortgeschrittenen TN zugelassen wird, selbst wenn es das Mittel der Wahl wäre.

    Liebe Grüße zurück!

    Liebe Jaanne , zur Klinik in Bad Homburg kann ich dir leider nichts sagen. Nur zur Umgebung bzw Bad Homburg selbst. Sehr schöne Stadt mit toller Einkaufsstraße. Wenn du zu viel Geld hast, kannst du es im Spielcasino auf den Kopf hauen ;) In Bad Homburg wohnen sehr viele sehr gut Betuchte. Wem das zu mondän ist, der kann von Bad Homburg aus viele Ausflüge machen. Frankfurt am Main ist quasi um die Ecke, ebenso der Taunus mit dem Kleinen Feldberg. Zumindest dürfte es dort keinen Grund geben, sich am Wochenende zu langweilen.

    Freitag scheint der Standard-Tag für Arztgespräche in den Strahlenkliniken zu sein - bei uns auch ;) Allerdings finden die Gespräche in meiner Strahlenklinik nicht in den Umkleidekabinen statt 8o Bisher wurde ich allerdings nur einmal zum Arztgespräch zitiert. Ansonsten hieß es immer, dass ich zum Arzt rein könnte, wenn ich Probleme oder Fragen hätte, und ansonsten gehen könnte. Mittlerweile habe ich nur noch acht Grilltage vor mir und zum Glück keine nennenswerten Nebenwirkungen. Von der bleiernden Müdigkeit mal abgesehen, aber auch das ist nichts im Vergleich zur Chemo...

    Liebe marita , deine Einwände bzw deine Argumentation kann ich gut verstehen. Wie ich bereits schrieb, geht es nicht an, dass Ärzte ihre Patienten bevormunden und unvollständig aufklären. Dass die Chemo-Nachsorge in Deutschland mehr als zu wünschen übrig lässt, ist ein Fakt. Nur weiß niemand vor Beginn einer Chemotherapie, ob und von welchen Nebenwirkungen bzw Spätfolgen er oder sie gebeutelt sein wird. Alles kann, nichts muss. Und sollte allein das "Könnte sein" ein veritabler Grund sein, sich gegen eine lebensrettende Chemotherapie zu entscheiden? Nun, für mich war das kein Grund. Ich wusste, worauf ich mich einlasse. Ich komme quasi aus einer "Krebs-Familie" - Vater Krebs, Mutter Krebs, Oma Krebs usw. Und ich habe sie natürlich auch während meiner Chemo-Zeit in der Tagesklinik gesehen, die üblen Spätfolgen wie Herzinsuffizienz, Neuropathien etc. Dennoch habe ich mich für diesen Weg entschieden, um zu (über)leben. Und ich bereue nicht, ihn gegangen zu sein, denn ich lebe noch und bin sehr glücklich darüber. Warum sollte das ein bloßes Lippenbekenntnis sein?