Beiträge von ratlos

    Hallo Blume0919

    ich gelte als krebsfrei, da der Tumor selbst und die LK im Gesunden entfernt. Dennoch waren bereits Tumorzellen in die Lymphbahnen eingedrungen. Ich habe zudem Zweifel, dass die Chemo wirklich geholfen hat, auch wenn ich wünsche, dass es so ist. Auch wenn ich also medizinisch als krebsfrei gelte, denke ich, dass ich mich nicht als geheilt betrachten kann und erst dann kann ich sagen, ich hatte BK. Vielleicht ist es auch eine Form des Selbstschutzes .... wenn er wirklich noch nicht ganz raus ist und wieder irgendwo rauskommt, falle ich nicht ganz so tief.

    Hab auch nix gemerkt. Es gab Phasen, in denen ich mich schlapp fühlte und am liebsten in einen Winterschlaf gefallen wäre, dann wieder war ich topmotiviert und konnte Bäume ausreißen. Ich schob es auf die Jahreszeiten, passte alles. War auch immer brav beim Checkup beim Hausarzt und immer war alles ok. Im Herbst 2018 erstmals Vitamin-D-Mangel, sonst alle Werte top. Keine Schmerzen. Mein Asthma spielt sowieso immer mal verrückt, ist stressbedingt. Angesichts der Lahmarschigkeit meines Mietnomaden muss der ja schon mehrere Jahre gewachsen sein .... nix gemerkt, insbesondere nie Schmerzen.

    Das erste Anzeichen war Anfang 2019 eine Einziehung der Haut, allerdings an anderer Stelle, als das Mistviech saß. Jetzt komm ich mir wie ein Hypochonder vor, hab ständig Schmerzen .... obwohl der Mistkerl raus ist und nimmer kneifen kann.

    Liebe Dorca

    genau so isses. Dank meiner Außenduenstarbeit (viel zu Fuß) war ich vorher gut unterwegs. So sehr ich auch wollte, NW wie Übelkeit, Störung des Gleichgewichtsempfindens, Kurzatmigkeit schon nach wenigen Metern, Neuropathien, starkes Schwitzen auch ohne Anstrengung (war immer klitschnass geschwitzt) und besonders Fatigue hielten mich unter Kontrolle und mein Körper sagte schlichtweg nein. Anfangs, gleich nach der OP war alles super, während der EC, sobald es mir nach der ersten EC besser ging, auch noch. Aber unter Paclitaxol wurde es richtig schlimm. Da wurde dann nicht nur das Fleisch schwach, auch der bis dahin willige Geist gab auf.

    Vielen Dank Liebe ratlos


    habe ich eindeutig mehr vom Pitbull als der Hund


    liebe Grüsse Bine

    .... habe zwar keinen Hund, aber eine Freundin meinte auch immer, ich bin ein Pitbull ... deswegen kämpfe ich ja auch weiter. Selbst, wenn bei mir die Fehler nicht reversibel sind, ich kann dafür kämpfen, dass es anderen nicht passiert und falls der Mistkerl wiederkommt, lasse ich mich nicht so für doof verkaufen. :evil:

    Liebe Kylie

    zampern ist ein sorbischer Brauch. Man verkleidet sich und geht mit Musik durchs Dorf. Früher war Hintergrund, den Winter auszutreiben. Heute werden bei Nachbarn Geld, Eie, Speck, Zwiebeln usw. gesammelt, Autos werden angehalten und um eine "Geldspende" gebeten, um die Fastnacht (Musik, Zelt usw.) zu finanzieren. Die gesammelten Naturalien werden hinterher gebraten und gemeinsam verspeist, dazu Tanz und Musik.


    Liebe Caro_caro

    das wurde mir bei der Oberärztin und während der gynäkologisch/ontologischen Beratung erklärt. Letztere wurde bei mir erst "vergessen" und den Termin habe ich bekommen, weil ich Stress gemacht habe.

    Meine Ex-Onkotante hat mir ja nichts wirklich erklärt, auch auf genau diese Fragen, nämlich was diese lymphangiosis carcinomatosa bedeutet. Im BKZ dachten sie wohl, ich sei aufgeklärt und es treffe nicht zu, weil ja keine Lungenmetastasen seien. Es bedeutet "einfach nur", dass Krebszellen in das Lymphsystem eingebrochen sind. Das ist bei mir der Fall, leider. Weil das Zellwachstum von 5% lt. Biopsie nur unwesentlich über der Zellteilungsrate des normalen Brustgewebes liegt (das liegt bei 3%), wäre ein Test, ob eine Chemo mir ein Überlebensvorteil bringt, angezeigt gewesen. Tja .... alles bestätigt, was ich befürchtet habe. Komischerweise bin ich jetzt dennoch ruhiger geworden. Dann ist es eben so.


    Liebe Curly 66

    in der Nachschau war es zumindest nicht sinnlos. Wie gesagt, ich habe tolle Mitpatienten kennengelernt. Nein, ich nehme mir nicht zuviel vor. Ich mache das derzeit nur vertretungsweise, wenn es mir gut geht.

    So, hab meine AHB hinter mich gebracht. Hat mir leider nicht das gebracht, was ich erwartet bzw. mir erhofft habe. Dennoch war sie nicht sinn-/nutzlos. Ich habe mit meinen 3 Tischnachbarinnen eine tolle Zeit gehabt und fühle mich endlich aufgeklärt. Wie ich schon vermutet habe, habe ich ein stark erhöhtes Risiko für Rezidive/Metastasen und eigentlich hätte man vor der Chemotherapie testen müssen, ob mir die Chemotherapie überhaupt einen Überlebensvorteil bringt. Da ich eine ähnliche Diagnose wie Hosimo habe, hab ich jetzt natürlich Schiss. Dennoch bin ich gleichzeitig beruhigter als vorher. Komisch, wie einen doch die Wahrheit, auch wenn sie nicht schön ist, ins Gleichgewicht bringt.

    Am Wochenende bin ich dann auch gleich mit zum Zampern gewesen. Hab zwar nur bis Mittag durchgehalten, aber bis Mittag nicht mehr an dieses Mistviech gedacht .... bis wieder Kommentare kamen, wie gut ich aussehe und wie toll meine Haare gewachsen sind. Aber das ging wie Öl runter. Ach ja und ich hab mich entschieden .... ich bin wieder soweit, anderen Trost zu spenden in der NFS. Ich hoffe, es ist nicht noch zu früh. Erstmal springe ich nur bei kurzfristiger Verhinderung ein.

    Mal schauen, was die Woche noch so bringt, außer Sabine.

    Hallo Bergfreundin73

    sowas braucht man nun wirklich nicht noch. Fühl dich lieb umärmelt. Ich wünsche dir viel Kraft und Lebensenergie für die kommende Zeit und dass du vor weiteren Hiobsbotschaften verschont wirst.

    Liebe BrienneVonTarth

    mit meinem laienhaften Verstand sehe ich es so .... die Chemo ist spät, aber so lange noch keine Metastasen da sind, nicht zu spät. Meine Chemo hat nach Auffassung KID (mal den fehlenden Test vernachlässigt) zu früh begonnen und mir eine Wundheilungsstörung beschert. Üblich sind wohl nach der OP 8 bis 12 Wochen. Du hast ja die Zeit auch für die Bestrahlung genutzt, die eine Ausbreitung lokal verhindert hat. Üblich ist zwar Chemo vor Bestrahlung, es gibt aber auch Fälle, in denen beides gleichzeitig läuft (z.B. mein Arbeitskollege). Deine Zellteilungsrate spricht für eine Chemo, die die restlichen Tumorzellen nicht nur lokal, sondern im Körper insgesamt vernichten soll. Definitiv wird auch geschädigt, was gesund ist, es kostet Gesamtlebenszeit .... aber wenn Metastasen da sind, ohne dass eine Chemotherapie erfolgt ist, verkürzt das auch die Gesamtlebenszeit. Dein junger Körper verkraftet es sicher auch eher als unsere 50+. Aber die Entscheidung musst du allein treffen. Ich drücke dir die Daumen, dass es die richtige Entscheidung ist, mit der du in Zukunft gut leben kannst.

    Liebe Hosimo ,

    ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Du hast jetzt schon soviel durch und dann sowas. Klar wird diese Angst uns alle immer begleiten, die wir einmal in den Fängen dieser Krankheit sind. Dennoch ist es ein Schock, wenn aus der Angst Realität wird. Ich hoffe und wünsche dir, dass deine Ärzte schon einen Plan haben, den Metastasen beizukommen und dass di erneut Kraft, Ausdauer und Zuversicht hast, sich diesen Rückschlag durchzustehen.

    Liebe BrienneVonTarth

    ehrlich gesagt, möchte ich nicht in deiner Jaut stecken, auch wenn ich dich um deine Ärute beneide. Mit hat man zuviel verschwiegen, denn auf Grund der niedrigen Zellteilungsrate kann es bei mir sogar sein, dass die Chemo für mich keinerlei Überlebensvorteil gebracht hat. Auf die Möglichkeit eines Tests wurde ich weder hingewiesen, noch wurde mir der angeboten. Allerdings hab ich mich auch gegen eine Axilliardissektion entschieden, aber nur, weil es die Bestrahlung und die Antihormontherapie einerseits verzögert hätte, andererseits keinen Überlebensvorteil gegenüber der Bestrahlung der Lymphabflusswege bringt.

    Ich sage klar JA zum LEBEN, aber ich will nicht vegetieren sondern es soll LEBENSWERT sein.

    Ich weiß nicht, ob der KID dir helfen kann. Mir wurden Fehler bestätigt, aber dennoch wollte man sich hinsichtlich Chemo ja oder nein nicht festlegen.

    Liebe Bonny und Frieda ,

    ja mancher hat leicht reden von Bewegung. Nur leider klappt es nicht immer so wie man will. Es ist nicht immer nur Faulheit und Antriebsarmut. Diese verflixte Kurzatmigkeit, der Schweiß läuft in Strömen, das dauernde Schwindelgefühl, die Übelkeit, die Knochenschmerzen, Störungen des Gleichgewichtsinns .... usw. usf. ... wohl dem, der sich bewegen kann.

    Dank meiner Wundheilungsstörungen wurde ich steif in den Schultern, jeglicher BH war unerträglich ... bin froh, dass es besser geworden ist. Ich denke, der Körper nimmt sich, was er braucht und wenn es eine Zeit der Ruhe braucht, dann ist es so.

    Liebe Hasenwidder

    gegen deinen Verlauf ist meine Erkrankung nebst Nebenkriegsschauplätzen ein Spaziergang. Manchmal frage ich mich, was sich die Natur so dabei denkt, einem Menschen soviel gleichzeitig anzutun.

    Ich drücke dir die Daumen und wünsche dir die Kraft und Ausdauer, deine Therapie gut durchzustehen.

    Ach ja, hier im Forum bekommst du nicht nur gute Tipps, dich kannst dich auch mal richtig ausklammern, wenn dir danach ist und wirst immer offene Augen und Ohren finden!

    LG ratlos

    Ich habe bei meiner FÄ Biphosphonate angesprochen, bekomme ich aber nur bei Osteoporose. Leider wurde in der Reha keine Knochendichte gemessen, weil ich "nur" Tamoxifen nehme. Also muss ich schauen, wo ich die bekomme. Vorsorglich ist hier nicht.

    Hallo Elli11.19

    ich geb auch nix auf Tumormarker. Bei mir waren die trotz LK-Befall nur leicht erhöht, aber noch im Rahmen zulässiger Abweichung. Ich würde mich deswegen nicht drauf verlassen.

    Liebe Anirit ,

    wie gesagt, ohne Einführung und dauernd (Schnarcher) und ohne Entspannungstechniken zu können schwierig. Jacobsen war insoweit ganz gut, als eine klare Ansage kam und ich denke, auf Arbeit ist das in der Pause praktikabel. Diese Psychoimmunisierung ist mir auch nach 3 Veranstaltungen nicht nachvollziehbar. Ich weiß nicht wirklich, wie man sich da einlassen soll. Sorry, ich bin halt kein Fantast, der auf einem Einhorn oder Drachen über die Wolken reitet. Ich spüre da einfach nix, außer Wut, dass wertvolle Zeit verschwendet wird. Kann auch an der Art gelegen haben ... vielleicht spüren Sie ihren Körper auf der Unterlage oder auch nicht, so unter dem Motto, eigentlich ist alles egal. Ich denke, es lag einfach an der Umsetzung.