Beiträge von Wearetwd

    ich habe Erfahrungen damit. Es ist total unkompliziert, tut nicht weh und man kann sich flott selbst helfen. Aber man muss sehr hygienisch die Einstichstelle pflegen denn Bakterien sind schneller im Körperinneren als man denkt.


    Aber wie gesagt. Sehr unkompliziert.

    Ms.Verzweifelt


    Du kannst mitreden, aber das was man am eigenen Leib durchmacht, kannst du dir nicht vorstellen. Allein dein (grundsätzlich richtiger) Kommentar, das Angst ein schlechter Berater ist, spricht Bände. Heute vor genau einem Jahr wurde mir mitgeteilt, unheilbar krank zu sein und an dieser Krankheit zu sterben. Du kannst mir glauben, das ist wie Ertrinken nur ohne Wasser. 10% 3% 9% 1% Benefit/ Wirkung etc. PP. Ab dem Zeitpunkt so einer Diagnose muss man sich jedes dieser Prozente erkämpfen, will jedes dieser Prozente haben....will trotzdem überleben (was auch schon Menschen geglückt ist). Wenn man in so einer Situation ist, ist man dankbar für Chancen. So einfach ist das. Ich drohe seit genau einem Jahr zu ertrinken und Leute in Booten (Gesunde) rufen mir seit einem Ratschläge und Meinungen zu.

    Bei all der Fabuliererei müsste manch einer hier auch einfach auf die Fakten schauen. Krebs = mutierte/mutierende Zellen die auf Zerstörung aus sind. Da hilft kein wedelnder Heiler, kein Selbstfindungskurs oder sonstiger Blödsinn. Es kommt natürlich auf die Art des Tumors an, aber bei sehr vielen ist Chemo (leider) das Mittel der Wahl. Und ich kann die "die böse Medikamentenlobby enthält uns das Heilmittel vor" nicht mehr hören. Erstmal gibt es DAS Heilmittel nicht. Es gibt eben auch nicht DEN Krebs sondern leider viele Variationen. Und zweitens, ja die Pharmaindustrie verdient eine Menge an uns und anderen Kranken. Das würde diese Industrie genau so mit dem Heilmittel tun.

    Loewenzahn60 Danke für deine Antwort (und gute Besserung selbstverständlich!). Meine rechte Pleura wurde komplett entfernt, weil mein Pleurawasser sich in Eiter verwandelt hatte. Ich verstehe nicht, wieso das EK Patientinnen nicht generell angeboten wird. Ich habe nach der OP nie wieder Probleme gehabt und ein fantastisches Lungenvolumen gehabt. Krebs ist natürlich ein toller Gauner und hat sich dann in die linke Pleura "gerettet". Zum Aßzites. Da macht es wie in der Oleura dann offenbar einfach die Menge. *seufz*

    Kann mir jemand erklären, wie sich Aszites "anfühlt"? Ich hab mein erstes CT nach der Behandlung hinter mir. Alles ist bis auf Wasser in der Pleura (mein Schlauch ist offensichtlich dicht) in Ordnung. Im Ultraschall hat die Onkologin jetzt aber zwischenzeitlich Flüssigkeit in Höhe der Leber entdeckt und will jetzt noch abklären was das ist. Das macht mir bisher aber keine Beschwerden. Wie "muss" sich "eindeutiges" Brauchwasser denn anfühlen? Bisher vermute ich, das es sich entweder Wundwasser von der letzten OP handelt (die rechte Pleura wurde mir entfernt) oder das etwas von meinem linken Pleuraerguss (es ist nunmal durch die Entfernung der rechten Pleura jetzt "was offen") rüber gelaufen ist.

    Ich sehe keinen tieferen Sinn in meiner Krankheit. Krebs ist etwas das passiert. Leuten die immer gesund gelebt haben, Leuten die eher ungesund gelebt haben. Reich und Arm etc PP. Speziell bei mir lag die Wahrscheinlichkeit an meinem Krebs zu erkranken bei 1%. Ich hab auch nie diese "Wieso ich" und "Waruuum" Phasen gehabt. Ich habe eher eine "ach ***** ein Schnupfen hätte auch gereicht" Phase gehabt. Ich hab aber allerlei interessante Krebs Mitpatienten kennen gelernt. Angefangen von denen die auf einmal zu Gott finden, wenn das Leben ernst wird (und vorher einen ***** auf Religiösität gegeben haben). Ich habe Frauen kennen gelernt, die sich in jeder Situation in den Vordergrund schieben müssen und sich jetzt für etwas besonderes halten. Frauen die ihre umsorgenden Familien regelrecht terrorisieren. Am schlimmsten sind aber die, die ihrem Krebs putzige Namen geben und meinen das man die Krankheit akzeptieren sollte.


    Was soll ich bitte positives aus der Krankheit ziehen? Da hat mich etwas überfallen das mich töten will und mir (vorerst) mein Leben gestohlen und zum Stillstand gebracht hat. Zudem leidet meine Familie dank meiner Krankheit sehr. Nicht das es mir körperlich schlecht geht, aber vor fast einem Jahr wurde die Welt doch erstmal verdammt schwarz. Das hängt uns allen nach.


    Ich bin keine der Frauen die jetzt meint das ein paar Gewürze und Chi Gong und eine Ernährungsumstellung totale Wunder bewirken. Ich glaube diese aggressiven Mutanten die einem durch den Körper jagen interessieren sich einen ***** dafür ob man das jetzt tut.


    Alles was ich will ist diese Sache abzuschütteln und mit meinem Leben weiter machen. Meine Formel:

    Normal essen (man muss ja nicht in ungesunden Lebensmitteln baden bzw es mit dem Zucker übertreiben)

    Sich schöne Momente machen (denn auch die Seele ist wichtig fürs Imunsystem)

    Sich bewegen und Kraftraining machen. Denn egal was kommt (oder am besten nicht kommt), wenn man möglichst Robust und kräftig ist (wenn möglich natürlich nur), kann man weitere Medizinische Strapazen besser verkraften.

    Man sollte die Meinungen der Ärzte nicht auf ein zu hohes Podest stellen. Denn die sind auch nur Menschen.

    Ich kann das nur mit Jain beantworten. Ich hatte nie wirkliche Schmerzen vor meiner großen Bauch OP bzw vor der Diagnose. Ich war aber immer sehr abgeschlagen und erschöpft. Meine Diagnose ist durch einen Pleuraerguss (5 Liter) möglich geworden. Selbst der tat nicht weh. Ich dachte ich hätte eine Infektion/Lungenentzündung. Richtig harte Schmerzen/ körperliche Beschwerden hatte ich nur wegen der Chemo.

    Sonne69

    Das freut mich. ❤ Wir als Erkrankte sehen durch unseren Filter oft nur das Negative, sehr schlechte Verläufe und diese Ängste werden noch durch Dr. Google und Ärzte "Statistisch gesehen...." befeuert. Dabei müssen wir nur die Augen aufmachen und die FAKTEN anerkennen. Ja, Krebs ist extrem gefährlich und sehr viele Menschen sterben daran. Die andere statistische Wahrheit ist aber genau so Fakt. Es überleben auch genug Menschen, auch mit wildesten und härtesten Verläufen.


    Warum nehmen wir uns nicht das Recht und die Hoffnung zu letzten zu gehören?

    Krebs entscheidet nicht zwischen gutem und schlechten Mensch (Drogen - und Alkoholabhängige sind aber weder schlecht, noch Gesund). So ist das nunmal und solche Gedanken habe ich auch nie gehabt. Ich als religiöser Mensch war auch nie ärgerlich auf Gott oder mein Schicksal. Ich bin nur ein Jahr jünger als du, ich kann dich verstehen. Und ich will dir jetzt einfach mal Hoffnung machen. Die Schockstarre in der du dich befindest, wird vorbei gehen. Du wirst wieder essen und trinken und auch wieder lachen und fröhlich sein. Das geht sogar, wenn man wie ich einen Figo 4 Krebs hat. Dein Leben ist nicht vorbei, du bist ein Mensch und keine Statistik. Und in einem Forum wie diesem tummeln sich eben die Frauen, die gerade im "Krebs Land" angekommen sind, oder aus diesem nicht ausreisen können. Da draußen laufen tausende Frauen und Männer herum, die die schlimmsten Diagnosen erhalten, für verloren erklärt wurden und trotzdem leben.

    Meine Worte mögen dich gerade vielleicht nicht erreichen, vielleicht tun sie das aber noch.


    Du lebst noch, das wird auch so bleiben.


    LG