Beiträge von Rose73

    Hallo Sandy2011 , meine Mutter hat die große OP trotz zahlreicher Vor- und Nebenerkrankungen sehr gut überstanden. Ich ziehe immer wieder den Hut davor. Wir hatten auch den Eindruck, der Krebs hat an ihr gezerrt und jetzt geht es ihr besser als je zuvor. Metastasen hatte sie bisher Gott sei dank nicht. Allerdings neigt diese Art von Tumor, den sie hatte sehr stark zur Metastasierung. Darum wurde auch sehr radikal operiert.

    Hallo Sandy2011 ,

    meine 86jährige Mutti hatte dieses Jahr im Mai die Diagnose bekommen G3 tripplenegativer 16cm Tumor vom metaplastischem Typ, also hochagressiv. Sie wurde von dem Brustzentrum betreut, von dem auch ich betreut werde. Es stand, trotz der Größe und der Agressivität des Tumors von Anfang an fest, dass "nur" eine OP stattfindet. Mastektomie, ein Teil des Brustmuskels wurde entfernt ebenso die Lymphknoten. Die Ärzte waren durchgehend der Meinung, dass das in diesem hohem Alter die einzige Behandlungsoption war, und wir waren uns auch alle einig. Ich habe vor drei Jahren selber mit teilweise älteren Damen bei der Chemo gesessen, die noch lange nicht dieses betagte Alter hatten und gesehen, wie belastend das für diese war. Überlegt euch das gut und wägt gut ab, ob das alles so Sinn macht. Alles Liebe und viel Kraft.

    Hi...ich habe meine beiden Kinder (mittlerweile 16 und 19) damals auch gestillt. Trotzdem 12cm lobulärer Tumor mit 8 befallenen Lymphknoten und Ki 40%, mittlerweile Knochenmetastasen. Ich glaub, da steckt man einfach nicht drin. Ob das tatsächlich alles mit Pille oder Stillen zusammenhängt...man weiß es nicht.

    Liebe Dushka58 , ich selbst habe BK und Psoriasis mit Psoriasisarthritis. Es gibt Studien, die besagen, dass Autoimmunerkrankungen, wie z. B. Lupus, rheumatoide Arthritis etc. durchaus das Risiko von Krebserkrankungen senken, wobei die Psoriasis das Risiko für Brustkrebs um ca. 18% erhöht. Also, es kommt wohl auf die Art der Autoimmunerkrankung an. L. G. und alles Gute...

    Hallo Mette , ich gehöre auch zu der Lobulären Fraktion. Mir erging es ähnlich wie Vael. ED 10/2017, Tumor bei OP 12 cm vom G3 Typ, 8 Lymphknoten befallen plus Lymphangiosis Carzinomentosa. Brust musste natürlich ab. Aber...es geht mir gut. Ich geh arbeiten, bin halbwegs fit, treibe Sport. Als ich damals den Knoten spürte, hatte ich schon Schmerzen im Schulterblatt und in der Achsel. Mein damaliger Gyn nahm mich nicht weiter ernst, liess zwar eine Mammografie machen, aber da man darauf nix sah, wollte er mich wieder nach Hause schicken. Nur weil ich so hartnäckig geblieben bin, bekam ich meine Überweisung ins Brustzentrum. Und dann nahm alles seinen Lauf. Schon irre. Glaube an dich, vertraue deinem Körpergefühl und stelle Fragen. Alles Liebe für dich.

    Hallo KatzenMom 64 , ich habe auch Brustkrebs und Psoriasis mit ausgeprägter Psoriasisarthritis. Musste mir vor vielen Jahren auch über einen Zeitraum von 4 Jahren MTX spritzen, das war noch vor meiner Brustkrebsdiagnose. Da litt aber mein Immunsystem sehr und ich musste absetzen. Jetzt nehme ich das Immunsupressiva Otezla. Nach Aussage meines Hautarztes hat man mit Brustkrebs nicht so viel Möglichkeiten. Von Biologika hat er mir eindeutig abgeraten aufgrund der Krebserkrankung. Das Otezla vertrage ich sehr gut und es wirkt auch sehr gut, bis jetzt zumindest. Kortison nehme ich nur gelegentlich. Als ich mit den Tabletten angefangen habe, musste ich parallel dazu noch Kortisontabletten nehmen, aber nur temporär. Die wurden dann wieder abgesetzt.

    Ich hoffe, du findest eine Lösung für dich. L. G.

    Hallo Michi123 , das ist ja alles ein riesen Mist. Ich kann dir nachfühlen. Ich hatte jetzt im Februar meine 7. OP. Sämtliche Aubauveruche mit Implantat, Deep etc. waren gescheitert. Nekrosen, Entzündungen, Fibrosen, Dauerschmerzen. Es sollte dann noch ein Latissimus Versuch gestartet werden. Da habe ich mich dann dagegen entschieden. Jetzt ist alles weg, ich trage eine Prothese (allerdings nur im BH, weil alles ziemlich ausgehöhlt ist) und danke Gott im Himmel, dass ich mich so entschieden habe. Letztendlich muss jeder diesen Weg für sich selbst gehen, aber ich kann dir sagen, man kann erstaunlich gut mit Prothese leben.

    Hallo birka2000 , ich hatte ähnliche Probleme wie du. Kann dir dadurch total mitfühlen und bin bei dir. Ich hatte letztes Jahr im Mai ne einseitige Diep OP. Nach ca. 4 Wochen öffnete sich Stückchen für Stückchen die Narbe und die ganze Suppe lief raus. Ich hatte zum Schluss ein ca. 2€ Stück großes Loch in der Brust. Das einzig Gute war, dass ich da das erste mal wirklich schmerzfrei war. Das Loch wirkte wie ein Ventil. Ende vom Lied war, der Diep wurde nicht mehr durchblutet und drei weitere OPs. Jetzt bin ich wieder platt. Irgendwann mag man einfach nicht mehr und schließt mit sich und seinem Körper seinen Frieden. Ich hoffe und wünsche dir dennoch, dass sich das Gewebe beruhigt. Wie man hier liest, hat es bei vielen ja so funktioniert.

    Hallo, ich habe nächste Woche meine 7. OP. Sämtliche Aufbauversuche, incl. Deep und Implantat waren gescheitert. Zweimal hatte ich Expander drin, im Moment auch grad wieder. Immer wieder wieder wird das Gewebe stark fibrotisch. Jetzt kommt der Rest, den ich noch habe weg, und dann Ruhe im Karton. Keine Lust mehr auf OP und Aufbau, abgesehen davon, dass das Gewebe nicht mehr mitmacht, zumindest nicht im Moment. Es geht sicher auch so....

    Winni138 , das ist richtig, die Gefahr einer Kapselfibrose ist dadurch geringer, wenn auch nicht ganz ausgeschlossen. Weiterer Vorteil, es fühlt sich weicher und natürlicher an. Ich weiß nicht, wie das bei euch in der Klinik ist. Bei manchen ist ja ein plastischer Chirurg im Haus, bei manchen nicht. Dann vermitteln die einen zumindest. Oder man macht sich selbst schlau und holt sich einen Termin. Selbstverständlich darfst du dich überall operieren lassen, wenns nicht gerade im Ausland ist. Ich wohne im Harz und wurde u. a. drei mal im Ruhrgebiet operiert. Lass dich gezielt beraten, die sagen dir was und wie machbar ist.

    Winni138 , ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass man ein Implantat auch unter den Muskel legen kann. Bei mir ist es im Moment zwar ein Expander, aber der liegt definitiv unter dem Brustmuskel. Ist halt am Anfang nur schmerzhafter. Ich weiss aber auch, dass Gynäkologen gerne den einfacheren, unkomplizierten Weg, über den Muskel wählen, war bei mir auch am Anfang. Ich habe alle Varianten durch. Vielleicht solltest du zu den Möglichkeiten eines zukünftigen Brustaufbaus, wie schon in den anderen Beiträgen gesagt, wirklich einen plastischen Chirurgen hinzuziehen. Die sind in sowas versierter.

    Ehrlich gesagt, sowas habe ich immer gehasst, wenn mir jemand gesagt hat, "es wird alles gut". Das weiss Niemand. Niemand kennt den Ausgang dieser Geschichte, und ich bin weiss Gott kein Pessimist. Gib ihr Zeit, und sei einfach nur für sie da, wenn sie Jemanden braucht. Und wenn es nur für einen Spaziergang ist, den man nicht alleine machen möchte, weil man zu schwach ist. Nach der vierten EC ist man noch ziemlich matschig, mit dem Taxol wird es leichter. Da geht man auch wieder öfter unter Menschen. So ging es mir zumindest. Vielleicht packt sie's aber auch ganz gut. Vielleicht will sie gar keine Hilfe, vielleicht ist ihr das alles zu viel. Plötzlich kommt es von allen Seiten und jeder hat das Bedürfnis, helfen zu wollen. Und dabei will man einfach nur seine Ruhe haben. Wir Krebspatienten können echt kompliziert sein:hot:. Ich würde es erstmal dabei belassen, gib ihr ein Zeichen, dass sie auf dich zählen kann und du für sie da bist und mehr kannst du im Moment nicht für sie tun.

    Hallo ihr Zwei octo2 und Kalle36 , erstmal Hut ab, dass ihr euch in diesem doch sehr "femininen" Forum mit eurer Geschichte einbringt. Ich will es mal von meiner weiblichen Seite zu verstehen versuchen, was ihr gerade durchmacht, oder eure Mädels. Fakt ist, diese Krankheit ist nicht nur der Moment an sich, sondern zieht auch einen riesen Rattenschwanz hinter sich her. Das Körperliche verändert sich, man mag sich selber nicht mehr berühren, geschweige denn von jemandem anderen. So eine Krankheit macht mit einem was und dann die OP's dazu. Dann das Thema Kinder kriegen. Ich weiss nicht, ob das bei euch Thema war. Das kann alles problematisch werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass man sich da schonmal zurückzieht. Ja und dann lässt man sein Leben Revue passieren, hinterfragt alles. Was hat man falsch gemacht, was tut einem gut, was nicht. Sortiert dabei aus. Ich glaube, so geht es jedem an Krebs erkrankten. Nach und nach, wenn man sich mit der Krankheit arrangiert hat, mit sich selber wieder ein Stück weit in Reinem ist, lässt man wieder mehr an sich ran. Ich habe vor zwei Jahren die Diagnose bekommen, und habe einen Partner, aber es ist nicht immer einfach, vor allem für ihn. Ich hatte nach der Chemo und Bestrahlung noch viele Operationen, habe gute aber auch schlechte Tage. Bin halt nicht mehr die, die ich mal war. Das belastet eine Beziehung. Vielleicht wollten eure Mädels euch genau davor schützen. Kopf hoch;)

    Das ist halt leider unser Gesundheitssystem. Aber zumindest wird ja jetzt darüber verhandelt, dass der Bio-Marker-Test generell von der Kasse übernommen wird. Das wäre ja schonmal ein riesen Schritt in die richtige Richtung.

    Hallo Heideblüte , das war damals alles 'n bisschen kurios und hektisch. Die Ärzte sind in der Klinik auch 'n bisschen crazy=O... Ich hatte den Fragebogen tatsächlich ausgefüllt, hab aber mehr so an Port und Herzschrittmacher gedacht. Meinen Port hatte ich mir schon rausnehmen lassen, naja... Und dann, in letzter Sekunde, fragte ich die Ärztin dort, ob eigentlich ein Expander da auch drunter fällt, und sie schaute mich ganz erschrocken an, und fragte, was ich denn für einen hätte:/... Da meinte ich, "na da fragen Sie die Richtige!". Hatte meinen Expanderpass dabei, damit konnte sie auch nix anfangen, meinen Operateur angerufen, und dann...sofort runter da!!! Verrückt!

    Timi, ist ein lobulärer Tumor nicht Indikation genug? Habe weiter keine Quelle:/. Letztendlich ist es natürlich, leider Gottes, eine IGEL-Leistung. Es muss zuvor eine Ultraschalluntersuchung und Mammographie gemacht werden. Wenn man dort nicht eindeutig ein Rezidivverhalten erkennen kann, was ja bei einem lobulären Tumor zu 99% der Fall ist, kann man ein MRT beantragen.

    Das mit dem Östrogenspiegel habe ich mich auch schon gefragt. Das ist, glaube ich, auch wieder so'ne Kostenfrage. Ich hatte mal bei mir in der UNI-Klinik nachgefragt, da sagte man mir, wenn man die typischen Nebenwirkungen, wie Wechseljahresbeschwerden etc. hat, kann man von ausgehen, dass sie wirken:rolleyes:.

    Timi , das letzte MRT war letztes Jahr im Mai. Dieses Jahr soll wieder eins gemacht werden. Im Prinzip ungefähr in den Abständen, wie normalerweise eine Mammographie gemacht wird. Die wird ja trotzdem gemacht, weil es in den Leitlinien steht. Finde ich auch irrsinnig, zumal man da bei uns "lobulären" nix sieht.

    Liebe Heideblüte , in meinem Expander war Metall. Das Ding wäre mir mal fast um die Ohren geflogen, weil ich schon auf der Pritsche vom MRT lag. Dann haben wir nochmal drüber gesprochen, und schnell abgebrochen:hot:. Is aber nicht bei jedem Expander.

    Liebe Carina100 , ich nehme an einer Studie teil (Pallas), bin aber leider in dem Studienarm, der nicht das Ibrance bekommt:(. Zugelassen ist es ja im Moment nur für fortgeschrittenen, also metastasierten Brustkrebs. Da falle ich ja nicht drunter. Die Studie behandelt im Prinzip Patienten, die ein hohes Rückfallrisiko haben. In einem Studienarm sind Patienten nur mit Tam, im anderen mit Tam und Ibrance. Ansonsten nehme ich nur Tamoxifen, das wird nach 2/3 Jahren auf Exemestan umgestellt. Ich hatte die Chemo ja neoadjuvant. Der Tumor war nach drei OPs dann endgültig entfernt. Dann folgte eine großflächige Bestrahlung. Jetzt heißt es einfach hoffen....

    Hallo Timi , ja das MRT bekomme ich von meiner Gyn verordnet. Wird natürlich nach den Abständen geschaut, und wichtig auch, dass kein Expander oder so im Körper ist. War bei mir bis jetzt der Fall. Der muss erst raus. paetzi DMP bedeutet Desease Management Programm. Das wird von einigen Krankenkassen für verschiedene Krebsarten angeboten, dann haben die spezielle Verträge und mehr Untersuchungen können mitunter abgerechnet werden. Dann muss deine Krankenkasse das Programm anbieten und dein Gyn da mitmachen. L. G.