Beiträge von Schnutz

    Liebe @Wasserbüffel


    eine Bekannte von mir (mittlerweile Mitte 60) ist vor nunmehr rd. 9 Jahren an triple positivem Brustkrebs erkrankt. Nach Ersttherapie war sie krebsfrei; sie bekam die Doppelblockade und nimmt seit Ersttherapie Antihormone.

    Es geht ihr gut, sehr gut, kein Rezidiv, keine Metastasen, auch gewisse Nebenwirkungen der Therapie haben sich erkennbar gebessert. Sie ist fit, mobil und genießt ihr Leben.

    Liebe AnnaMaus84 ,


    die Geschihcte meines Chefs ist noch immer eine Mutmach-Geschichte. Seine Knochenmarkstransplantation liegt nun ein gutes Jahr zurück, seine Blutwerte sind einwandfrei, keine Abstoßungsreaktionen - es geht ihm soweit gut. Sein eigenes Immunsystem scheint auch schon wieder recht ordentlich zu arbeiten.


    Worunter er leidet, sind massive Neuropathien in beiden Füßen: Laufen geht recht wacklig. Und vor kurzem hatte er sich einen Schnupfen eingefangen, der ihn sage und schreibe 4 Wochen ins Krankenhaus brachte. Ist alles wieder auskuriert - und er knapp 10 kg leichter, Gewicht, das er sich mühevoll antrainiert hatte. Aber es gibt Schlimmeres...


    Mir selbst geht es auch gut: ich bin psychisch gut drauf und körperlich recht fit. Die letzte Nachsorge war ohne Befund; somit freue ich mich auf weitere Monate, die mir geschenkt sein werden. Ich muss doch meinen ausgefallenen Urlaub von April / Mai im Herbst nachholen ;-)


    Ich wünsche sowohl Dir als auch Deiner Mutter weiterhin einen ausschließlich positiven Verlauf und ganz viele beschwerdefreie Jahre!


    Liebe Grüße

    Schnutz

    Hallo zusammen,


    ich hatte zum Thema Spenden - ob nun Blut oder Knochenmark oder Organe - eine etwas differenzierte Auskunft erhalten:


    * Frauen mit hormonpositivem Brustkrebs sind und bleiben von jeglicher Spende ausgeschlossen


    * Frauen mit einem triple negativem Brustkrebs sind nach einer Heilungsbewährung - mir nannte man 7 Jahre - wieder zum Spenden zugelassen


    Hanka , das könnte somit auf Dich zutreffen



    Mit erschien diese Differenzierung auch logisch nachvollziehbar; hormonpositive Frauen haben einfach eine Systemerkrankung, die zu jedem Zeitpunkt wieder aufflammen kann - was auf TN wohl so nicht zutrifft.


    (Ich bin mittlerweile aus sämtlichen Listen gestrichen und habe auch meinen Organspendeausweis entsprechend korrigiert - bitte daran denken)

    Hallo Mamimagnolia ,

    auch ich habe die Bestrahlung hinter mich gebracht – es war ein ausgesprochener Spaziergang.

    Meine tägliche Weg Strecke von 3 km zur Bestrahlung habe ich als willkommenes Fitnessprogramm empfunden.

    Die Bestrahlungen selbst dauerten nicht länger als 3 Minuten und ich bin gänzlich ohne Neben- und Nachwirkungen davon gekommen.

    Direkt nach dem Ende der Bestrahlungen hatten wir einen anstrengenden Wanderurlaub geplant und die Ärzte hatten bedächtig den Kopf gewiegt, ob denn das klappen würde?!

    Klar hat es geklappt: die Haut war überhaupt nicht beeinträchtigt, ich war fit und voller Energie, gar nicht müde oder sonst irgendwie erschöpft.


    Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass du am Ende deiner Bestrahlungen sagen kannst: war auch für mich ein ausgesprochener Spaziergang.

    Ich wurde im November Brusterhaltend operiert. Ist es bei Euch auch so das es um und oberhalb der Narbe verhärtet ist? Ausserdem habe ich ein Taubheitsgefühl oberhalb der Narbe. Bekomme nächste Woche die letzten 3 Bestrahlungen. Übernächste Woche nächste Kontrolle. Hab etwas Angst das es sich bei den verhärtungen um einen neuen Tumor handeln könnte.

    Hallo Greetsiel ,


    hast Du schon mal versucht, den verhärteten Bereich zwischen zwei Finger zu nehmen und für einige Sekunden fest zu drücken? Und bleibt dann der Knubbel gleich oder wird das Gewebe weicher?


    Bei mir sagen alle, es handele sich um Verklebungen im Narbenbereich, auch um überschüssige eingelagerte Eiweiße, bei denen es gut sei, wenn sie abtransportiert würden. Ich soll also das verhärtete Gewebe im Bereich der Narbe regelmäßig traktieren - was ich auch tue, und dann ist es sogleich wieder weich.

    Mein Eindruck ist, dass sich dort auch ein bisschen Lymphe einlagert - wenn diese abtransportiert ist (nach einer Drainage), ist das Gewebe ebenfalls geschmeidiger.


    Hallo Gabra ,


    ich habe eine etwas ähnliche Tumorbiologie wie Du, bekomme ebenfalls Anastrozol und kann auch ein Lied singen von Gelenk- und Muskelschmerzen und tauben Armen und Beinen ...


    Dennoch würde ich Dir unbedingt die Kraft wünschen, Deine Antihormontherapie fortzusetzen!!

    Ich kenne Dein Alter und die Tumorgröße nicht - in meinem Fall erbringt - statistisch betrachtet - die Antihormontherapie eine Steigerung der Überlebenswahrscheinlichkeit von knapp 10% - das werde ich nicht ausschlagen.


    Ich hatte unter Pacli keine Neuropathie-Beschwerden - die sind jetzt mit gut einem halben jahr Abstand nach Beendigung der Therapie aufgetreten. Solch ein Verlauf ist nicht wirklich ungewöhnlich.

    In der Reha wollte mir der Arzt unbedingt Vitamin B12 Komplex verabreichen - was ich damals unbeachtet liegengelassen hatte. Jetzt - nach dem Beginn der Neuropathie - habe ich mit der Einnahme begonnen und die nächtlichen eingeschlafenen Arme (und Beine) haben sich nach etwa 3 Wochen spürbar gebessert. Ich wache zumindest nicht mehr von meinen eingeschlafenen Armen mehr auf.

    Vielleicht auch eine Option für dich?


    Schlafprobleme? Kenne ich auch - doch am besten klappt es mit dem Einschlafen und Durchschlafen, wenn ich mir tagsüber kein Nickerchen gegönnt habe und abends rechtschaffen müde bin. Könnte das auch bei Dir ein Ansatz sein?


    Eine Möglichkeit wäre auch noch, von Anastrozol wegzugehen und auf Exemestan zu wechseln. Hat einen etwas anderen Wirkmechanismus - vielleicht verringern sich damit Deine Nebenwirkungen?!


    Ansonsten möchte ich dir nochmals den Rücken stärken für die Einnahme der Antihormone! Bei hormonabhängigem Krebs ist es einfach so, dass das Rückfallrisiko nie wirklich abnimmt und Rückfälle in der Mehrzahl erst nach Abschluss der Antihormontherapie auftreten. Heißt für mich persönlich: so lange wie möglich Antihormone - auch wenn es nicht immer leicht fällt.


    Ich wünsche Dir alles Gute und viel Glück!

    Schnutz

    Liebe Sally11 ,


    Gelenk- und Knochenschmerzen = Knochenmetastasen – die Frage habe ich mir auch gestellt, zumal ich durch Anastrozol ganz ausgeprägte Gelenkschmerzen habe.


    In der Reha waren sich die Ärzte jedoch einig: Knochenschmerzen, verursacht durch Metastasen scheinen sich ganz anders anzufühlen als Knochen- und Gelenkschmerzen, die von den Anti-Hormonen verursacht werden.

    Man sagte mir, ich würde auf jeden Fall die Metastasen-Schmerzen unterscheiden können. :/

    Na, dann hoffen wir mal das Beste. ;)

    Hallo Kerstin B,


    nochmals zu Deiner Frage nach dem MRT:

    Eigentlich wäre es am allerbesten, wenn alle Patientinnen vor ihrer OP ein MRT erhielten. Denn in ganz vielen Fällen liefert ein MRT die aussagekräftigsten Informationen.

    Ich denke, man spart es sich nur aus Zeit- und Kostengründen.

    Es ist aus meiner Sicht nur positiv, wenn Du ein MRT erhältst - das zeugt von Sorgfalt und dann bleiben Dir wahrscheinlich auch unliebsame Überraschungen nach der OP erspart.


    Ich drücke dir ganz fest die Daumen!

    Liebe Grüße

    Liebe Starsign,


    ich wünsche Dir zunächst einfach nur schöne Weihnachtstage!


    Mache Dir keine Sorgen! Selbst wenn Endopredict ergeben sollte, dass Dir zu einer Chemo geraten werden sollte, ist das kein Weltuntergang und Du musst keine Angst haben!!

    Eine Chemo ist kein ausdrückliches Wohlfühlprogramm, aber mit positiver Einstellung durchaus gut zu bewältigen. Schreckensbilder von ständiger Übelkeit und ähnlichem gehören ganz überwiegend der Vergangenheit an.


    Da Du weder einen triple negativen Tumor noch einen triple positiven Tumor hast, bekämst du wahrscheinlich die Standard-Therapie - ohne die speziellen Medikationen für die eben genannten Tumore - und das macht die Chemo nochmals einfacher und besser verträglich.

    Und es ist ja noch keineswegs gesagt, dass Dir zu einer Chemo geraten würde ....


    Du hast einen frühen, wenig aggressiven Tumor - und damit beste Chancen, nach erfolgreicher Behandlung nie wieder in Deinem Leben von dieser Krebserkrankung zu hören!


    Es soll gar nicht zynisch klingen, sondern entspricht gemachter Erfahrung: sorge Dich nicht und genieße diese Tage nach Deinem besten Vermögen!


    Und das, was nächstes jahr auf Dich zukommt, wirst du problemlos bewältigen können ....


    Ich wünsche Dir nochmals ein wundervolles Weihnahtsfest und die besten Wünsche für das kommende Jahr!

    Liebe Lara8557


    Lizzi hatte diesen Post Ende Sept. 2019 geschrieben:


    Hallo Ihr Lieben,

    lange habe ich nichts mehr von mir hören lassen.Einige erinnern sich vielleicht noch an mich. Ich nehme seit 3,5 Jahren Ibrance nachdem bei mir nch 20 Jahren Metastsen aufgetreten sind. Ich habe das Medikament sehr gut vertragen und e haben sich auch keine neuen Metastasen

    gezeigt, einige sind sogar ganz verschwunden., bis heute. Ich war gestern beim PETCT und habe heute erfahren, daß eine Metastase am

    Hüftknochen sich vergrößert hat. Die soll nun bestrahlt werden. Ihr könnt Euch bestimmt vorstellen wie mir zumute ist.Ich werde mich jetzt wieder öfter melden um Euch zu sagen wie es weiter geht. Hoffentlich gut, damit mein Fall anderen Hoffnung macht.

    LG Lizzi




    Zoe101 ist auch von Knochenmetastasen betroffen. Hier eine Info aus dem April 2018:


    Hallo Satinka,

    Ich bin das erste Mal 2007 an Brustkrebs erkrankt und weiß seit Anfang März von

    meinen Metastasen. Ist alles noch ziemlich frisch, die Therapie hat auch noch nicht begonnen. In diesem Forum ist man gut aufgehoben...die Mädels sind einfach hier

    sind alle spitze.

    LG Zoe101


    Und das schrieb Zoe101 im September 2019


    Liebe Paula 46 ,

    ich nehme auch Palbociclib und bekomme dazu Fulvestrant, Enantone, Xgeva.

    Ich komme mit den Medis sehr gut zurecht. Als Nebenwirkungen habe ich Hitzewallungen, morgendliche Gliederschmerzen und wenn ich zu lange sitze. Kann man mit viel Bewegung entgegenwirken.

    Bei mir wurde auch ein Knochen stabilisiert, aber am Oberschenkel, da eine Meta eingebrochen.

    Liebe Grüsse Zoe101



    Vielleicht macht Dir das etwas Mut.

    Auch ich höre immer wieder von meiner Gynäkologin, dass Patientinnen mit Knochenmetastasen viele, viele Jahre mit wirklich guter Lebensqualität weiterleben. :thumbup::thumbup::)


    Alles, alles Gute für Dich und Deine Familie!! :hug:

    Hallo ihr tapferen Mitkämpferinnen,


    ich bräuchte heute euren Rat. Mein Arbeitsvertrag lief nach der Diagnose aus. Eine Verlängerung um die Zeit der Therapie gab es leider nicht. Für mich heißt das, dass ich mich, nun nach Therapieabschluss, beim Arbeitsamt vorstellen muss. Ich weiß momentan gar nicht, wie das laufen soll und bin ziemlich verzweifelt. Eine berufliche Wiedereingliederung ist so kaum möglich. Ist jemand in einer ähnlichen Situation? Ich bin für jeden Tipp dankbar. Das Ganze belastet mich sehr. Nicht nur die finanzielle Situation, die denkbar schlecht ist, sondern auch die Angst mit einem Neuanfang überfordert zu sein. Ich danke euch und wünsche allen hier empathischere Vorgesetzte.


    Hallo DerKnuppimussweg ,


    vielleicht noch folgende Hinweise für Deine Arbeitssuche:


    Du musst bei einem (Vorstellungs-) Gespräch mit einem potenziellen Arbeitgeber NICHTS von Deiner Erkrankung oder Deinem Schwerbehindertenstatus (hast Du wahrscheinlich auch, oder?) berichten.

    Und falls es arbeitgeberseitig diesbezügliche Fragen geben sollte, musst Du sie nicht oder nicht wahrheitsgemäß beantworten.


    Nach 6 Monaten kann ein Arbeitgeber die Frage nach Schwerbehinderung stellen und dann ist sie wahrheitsgemäß zu beantworten. Zu diesem Zeitpunkt wäre jedoch Deine Probezeit bereits vorüber und Du hättest Kündigungsschutz.


    Ich habe mich ein bisschen auf Arbeitgeberseite umgehört und ich würde Dir dringend empfehlen, Dir eine Strategie zurechtzulegen, ob Du wirklich das Thema Deiner Erkrankung erwähnst oder es zu umschiffen versuchst. Die zweite Variante ist wahrscheinlich die entschieden erfolgversprechendere auf dem Arbeitsmarkt!!

    Die Krebserkrankung ist eine extrem hohe Hypothek bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber - selbst wenn Du völlig fit und dauerhaft und uneingeschränkt arbeits- und einsatzfähig sein solltest. Wer kann, wird das Risiko der Einstellung einer (ehemals) Krebskranken meiden.

    Hart und unfair - aber es ist leider die Realität.


    Lege Dir eine kluge Strategie und eine plausible Schilderung Deines Berufswegs zu - und versuche, auf diesem Weg einen Arbeitsvertrag zu erhalten. Setze nicht auf einen Mitleidsfaktor - dieser wird wohl nicht eintreten.


    Ich wünsche Dir dennoch das entscheidende Quäntchen Glück und Erfolg bei Deiner Bemühung um beruflichen Anschluss!!


    Alles Gute!

    Schnutz

    Hallo Vael ,


    habe mich nochmals vergewissert - und keine guten Nachrichten für Dich:

    Anders als bei Elternzeit gibt es nach Ablauf einer befristeten EM-Rente kein Recht auf Rückkehr in ein Vollzeit-Arbeitsverhältnis.


    Ausnahme:

    Es sei denn, Du hättest bei Abschluss eines Teilzeitarbeitsvertrages aus Anlass der befristeten EM-Rente bereits schriftlich vereinbart, dass mit Ende der Renten-Befristung zugleich Dein Teilzeitarbeitsverhältnis endet und wieder in ein Vollzeitarbeitsverhältnis umgewandelt wird.

    Aber wer macht das schon?

    Und wäre es überhaupt möglich - wer weiß denn bei Einstieg in die EM-Rente, ob er nach den Befristungsjahren wieder voll arbeitsfähig sein wird und sein möchte?


    Fazit: Umstieg in ein Vollzeitarbeitsverhältnis nur im Einvernehmen mit Deinem Arbeitgeber, ansonsten rechtlich wohl kaum / nicht durchsetzbar.

    Hallo Vael,


    Du hast einen Schwerbehindertenstatus? Falls du einen GdB >= 50 hast, stehen Dir als Arbeitnehmer viele Rechte zu.

    Gibt es in Deinem Betrieb eine Schwerbehindertenvertretung? Falls ja, sprich diese doch mal an.


    (Möglicherweise leiten sich die für dich vorteilhaften Rechte eher aus Deiner Schwerbehinderung als auch Deiner Teilerwerbsunfähigkeit ab - sind zwei unabhängige Themen.)


    Der zweite Aspekt ist Deine befristete Erwerbsminderungsrente. Nach meinem Wissen besteht aufgrund der Befristung der EM-Rente Dein bisheriger Arbeitsvertrag unverändert fort, er ruht in der Zeit der Befristung.

    Hast Du nach Bewilligung der befristeten EM-Rente einen angepassten Arbeitsvertrag unterschrieben mit einer Teilzeitregelung?

    Falls nicht, würde Dein alter Vollzeit-Arbeitsvertrag wohl unverändert weiter gelten und wieder aktiv nach Ende der Befristung.


    Die Frage, ob Dir ein Vollzeitarbeitsplatz grundsätzlich wieder zustünde, kann ich Dir nicht beantworten.

    Hierfür könnten gesetzliche oder tarifvertragliche oder auch firmeninterne Regelungen und Vereinbarungen zum Tragen kommen - Du brauchst bitte Beratung. Ansprechpartner könnten sein:

    * die firmeninternen Vertreter (Personalwesen, Betriebsrat, Schwerbehindertenvertretung)

    * die Integrationsämter

    * der Integrationsfachdienst

    * das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

    * die Sozialverbände


    Beantwortet Deine Frage nicht, sorry - vielleicht helfen Dir die Adressen dennoch weiter. Falls Du Links brauchst, schreibe mir eine PN, bitte.

    Liebe kriegerin ,


    die Bestrahlung trotz pCR scheint eines der Themen zu sein, die durchaus (kontrovers) diskutiert werden. Wie erwähnt, ist man an einigen Stellen unterwegs, die Radikalität der Behandlung zurückzunehmen - und die Fragestellung nach Erforderlichkeit bei pCR ist durchaus legitim.

    Nach meinem vagen Wissen lauten die Leitlinienempfehlungen jedoch noch anders. Der Bereich des ehemaligen Tumors ist einfach anfällig für ein Rezidiv - und deshalb wird in der Regel der ehemalige Tumorbereich bestrahlt, auch bei einer pCR und Sinn 4.

    Hallo kerry66 ,


    ehrlich gestanden, wundere ich mich ein wenig über die Darstellung, welche Therapie man Dir vorgeschlagen hat. Du sollst 28 Bestrahlungen bekommen und dann eventuell zusätzlich die Brachytherapie?


    Ich habe mir Deine Tumorbiologie angesehen - sieht für mich (Laien) nicht nach Hochrisikopatientin aus, sondern eher nach einem frühen, sehr gut behandelbaren Brustkrebs.

    Zumindest Erlangen zieht man für Patientinnen mit einer in etwa vergleichbaren Tumorbiologie in Betracht, nur Brachytherapie anstelle der großflächigen Homogenbestrahlung einzusetzen.

    Die Brachytherapie würde in Erlangen somit die 28 konventionellen Bestrahlungen ersetzen?!

    Auch bei der Strahlentherapie sind die Mediziner an sich unterwegs, weniger radikal vorzugehen ....


    Vielleicht fragst Du nochmals nach?!


    Eine gute Entscheidung und viel Erfolg bei Deiner Therapie!

    Liebe Eulenkind,


    sei herzlich willkommen und du wirst dich hoffentlich gut aufgehoben fühlen in diesem Forum. Hier sind sehr viele empathische Frauen und es gibt ein großes Schwarmwissen ....


    Wir alle fühlen mit dir, denn wir kennen alle diese grauenvolle Warterei auf die Ergebnisse der Untersuchungen. Und auch Deine angstvollen Gedanken dürfte so manche teilen.


    Ohne Tumorbiologie und ohne weitere Ergebnisse können wir Dir noch kaum helfen. Alles leitet sich aus diesen Ergebnissen ab ....


    Doch was ich Dir vielleicht sagen kann:

    Du musst im Moment nicht mehr Angst davor haben, an Deinem Krebs zu sterben, wie du Angst haben musst, mit dem Auto tödlich zu verunglücken. Ganz viele Frauen - die Mehrzahl - leben froh und unbeschwert noch Jahrzehnte nach ihrer Erkrankung.

    Liebe silenthill ,


    ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich Deine Frage ganz richtig verstanden haben.


    Aber - so, wie ich sie verstehe:

    Nein, natürlich mindert Deine ausgezahlte Erwerbsminderungsrente nicht Deine Ansprüche auf Deine künftige Altersrente!!!


    Die beiden Rentenarten - EM-Rente und Altersrente - sind eigentlich ganz getrennt zu sehen.

    Dir liegt Deine Renteninformation vor?


    Da stehen zum einen Deine bereits erworbenen Ansprüche hinsichtlich Altersrente. Und es steht eine "Hochrechnung" dabei, wie hoch Deine Altersrente wäre, wenn Du gleichbleibend bis zur Altersgrenze in die Rentenversicherung einzahlst.


    Des Weiteren sind Deine Ansprüche hinsichtlich einer vollen Erwerbsminderungsrente ausgewiesen (in meinem Fall etwas höher als die Altersrente).

    Wenn Du eine Teilerwerbsminderungsrente beziehst, erhältst Du von dem ausgewiesenen Betrag 50%.


    Die Erwerbsminderungsrente als solche hat keinen vermindernden oder erhöhenden Einfluss auf Deine künftige Altersrente; für diese ist nur Dein Erwerbseinkommen, sprich Deine Einzahlungen relevant.

    Liebe Erna66 ,


    auch wenn gerade bei Brustkrebs enorme Fortschritte in der Behandlung erzielt wurden und werden, scheint es immer noch viele Feder zu geben, wo das Wissen der Mediziner vage ist und man über das Stadium von Annahmen und Hypothesen noch nicht weit hinaus ist.


    Ich nenne Dir ein weiteres Beispiel:

    Es werden stets unsere Rezeptoren für ER und PR bestimmt. Sämtliche antihormonellen Therapien scheinen auf das Östrogen abzuzielen - und was ist mit dem Progesteron? Und was ist mit Frauen, die ER-negativ, aber PR-positiv sind??

    Die Antworten, die ich bislang erhalten habe: Man weiß es nicht genau. Man geht einfach davon aus, dass die Antihormone auch gegen das Progesteron wirksam sind - aber genaue Belege sind derzeit noch nicht verfügbar. PR-positive Frauen erhalten die gleichen, primär gegen das Östrogen gerichteten Medikamente.


    Ich bin keine Medizinerin, doch ich würde Deinen Satz durchaus so unterschreiben ....

    Unser Körper ist einfach unglaublich komplex und noch längst nicht in der gesamten Tiefe seiner Abläufe erforscht.

    Tanele1981 ,

    Du findest wahrscheinlich alle Information, die Du suchst, beispielsweise bei der Deutschen Krebsgesellschaft. Ich habe Dir mal den Link eingefügt.


    https://www.krebsgesellschaft.…tkrebs/tumorbiologie.html


    Auszug:

    "(...)

    Molekulare Subtypen

    Ende der 90 Jahre wurden Mammakarzinome molekulargenetisch untersucht und in unterschiedliche Subtypen unterteilt. Diese Subtypen sind mit einer unterschiedlichen Prognose verbunden und sagen außerdem vorher, wie der Tumor auf die verschiedenen Therapiekonzepte anspricht. Da in der täglichen Praxis eine molekulargenetische Untersuchung des Tumors jeder einzelnen Patientin zu aufwändig wäre, hat man unter Verwendung des HER2-Status, des Hormonrezeptorstatus (HR) und des Proliferationsmarkers KI-67 (gibt die Wachstumsgeschwindigkeit von Tumorzellen an) eine alternative Klassifikation gefunden.

    • luminal A (HR-positiv, Her2-negativ, Ki-67 niedrig),
    • luminal B (HR-positiv, Her2-negativ, Ki-67 hoch),
    • HER2-Subtyp (HER2-positiv) und
    • triple negativ (HER2-negativ, HR-negativ).

    (...) Bei Patientinnen mit Luminal A-Tumoren reicht eine rein endokrine Therapie in der Regel aus. (...)"


    Endokrin bedeutet hormonell, d.h., eine rein endokrine Therapie ist eine Therapie mit Antihormonen (unterschiedliche Präparate, je nach Menstruationsstatus: vor oder nach Menopause)


    Alles erdenklich Gute für Deine Mutter!