Beiträge von Schnutz

    Liebe Trixi,

    zunächst einmal mein tiefes Mitgefühl für Deine Erkrankung, für all das was bereits hinter dir liegt und die Unsicherheit, was aktuell entstehen könnte.


    Da du im medizinischen Umfeld tätig bist, möchte ich dir nur folgenden Punkt vor Augen führen:

    Die Streuung eines Krebses kann nicht nur lymphogen, sondern auch hämatogen erfolgen (z. B. Lebermetastasen).


    Wie schon von anderen geschrieben: du kannst nicht so weit operiert werden, dass es keinerlei potenzielle Herde mehr geben könnte.
    Es ist diese Unsicherheit, mit der wir alle leben müssen, insbesondere, wenn wir hormonabhängigen Krebs haben.


    Und ich kann auch nur bestätigen: eine weitgehende Ausräumung der Lymphknoten zieht sehr wohl Konsequenzen in deinem täglichen Alltag nach sich, die nicht zu unterschätzen sind.


    Ich drücke dir alle Daumen, dass die Lymphknotenschwellungen nicht im Zusammenhang mit einem Krebsrezidiv stehen!!

    Hallo Peterle54 ,


    ich selbst habe einen hormonpositiven Brustkrebs, doch eine gute Bekannte von mir, die mir sehr über die erste Zeit geholfen hat, ist wie du Her2 positiv.


    ihre Diagnose hatte sie mit Mitte 50 vor über zehn Jahren erhalten, ihr Tumor war etwa 2 cm groß.
    Sie gehörte wohl zur ersten Generation, die Her2 neu Antikörper erhalten hat, jedoch noch keine Doppelblockade.
    Sie wurde brusterhaltend operiert und hat bis zum heutigen Tag weder ein Rezidiv noch Metastasen (dreimal auf Holz geklopft). 😁


    Sie hält sich körperlich fit - Und sie ist auch ausgesprochen fit. Eine vierwöchige Rad Reise durch Vietnam spult sie auf der linken Pobacke ab.


    Auch leichte Herz Beeinträchtigungen durch die Chemo haben sich im Laufe der Jahre wieder vollständig regeneriert und abgebaut.


    Zu deiner Frage Mastektomie oder brusterhaltend:

    Natürlich ist jeder Einzelfall zu betrachten und zu entscheiden, doch die grobe Linie ist: Brusterhaltend plus Bestrahlung ist statistisch ebenso sicher wie Mastektomie und keine Bestrahlung.

    Du gewinnst also per se durch eine Mastektomie keineswegs an Sicherheit!!


    Aber, wie gesagt, jeder Tumorbefall ist hierbei individuell zu betrachten, eine absolute Verallgemeinerung gibt es nicht.


    (Für mich war die Bestrahlung ein ausgesprochener Spaziergang; ich würde mich jederzeit wieder für brusterhaltend plus Bestrahlung entscheiden.)

    Hallo Schnutz

    das kann ich nicht bestätigen. Bei meiner AHB wurde ich 3 Stunden nach der Ankunft in der Klinik schon aufgefordert meinen Widerspruch wg. der Erwerbsminderungsrente zurückzunehmen mit der Begründung "ich hätte eh keine Chance sie zu bekommen". Nach 5 Tagen in der Klinik hatte ich ein Gespräch mit der Chefärztin und sie teilte mir schon ihren Abschlußbericht für die Rentenversicherung mit, gleiche Aussage wieder "nehmen sie den Widerspruch zurück, mit meinem Bericht werden sie keine Erwerbsminderungsrente erhalten". Ich war nach diesen Aussagen total fertig und habe viel geweint. Und was soll ich sagen, ich habe den Widerspruch nicht zurückgenommen und habe jetzt eine befristete Erwerbsminderungsrente.


    LG

    Elfriede

    hallo Elfriede,


    es ist halt immer wieder dieselbe Feststellung: es gibt einfach nicht die einheitliche Vorgehensweise, die in jeder Einrichtung in gleicher Weise anzutreffen wäre.

    Das ist sehr bedauerlich für uns Betroffene, da es einfach nichts gibt, worauf wir uns verbindlich einstellen könnten.


    Ich hatte meinen Antrag auf Erwerbsminderungsrente erst einige Monate nach Beendigung der AHB gestellt (und die Rente dann für Monate rückwirkend erhalten).


    Meine AHB hatte in Scheidegg im Allgäu stattgefunden und der mich betreuende Arzt war ausgesprochen empathisch gewesen und hatte mein Bemühen, diese Rente zumindest zu beantragen, problemlos und wohlwollend unterstützt - und letztlich hat es auch bei mir geklappt.

    Liebe @Phoenix_1,


    Jemand in meinem ganz nahen Umfeld ist ebenfalls an AML erkrankt und ich selbst habe Brustkrebs, hatte Chemo bekommen.


    Ich muss dir leider sagen, dass die Leukämie Chemos mit denen der Brust-Krebs Chemos überhaupt nicht vergleichbar sind.


    Die Leukämie Chemos sind so ziemlich die härteste Dröhnung die man bekommen kann, da das Knochenmark komplett zerstört werden und das Immunsystem völlig auf Null gefahren werden muss.

    Die Brust Krebs Chemos sind im Vergleich zu Leukämie ein wahres Wellness- und Erholungs-Programm.


    Während ich unter Chemo einen Ausflug in die vatikanischen Museen in Rom gemacht habe, lag der AML WellnessPatient in absoluter Isolation und es ging ihm körperlich Sch...Hundeelend. Ich kann es leider nicht anders bezeichnen.


    Der Lichtstreif am Horizont:

    auch er hat seine Therapie überstanden, auch er ist heute gesund, auch er ist bis auf ein paar kleine Zipperlein wieder vollkommen wiederhergestellt.

    Hallo KSE,

    es dürfte sich sehr vorteilhaft auf den Antrag auswirken, wenn man persönlich in der Reha schon die Weichen stellt, sprich bei der Befragung durch den Arzt angibt, dass man auf eine Erwerbsunfähigkeit hinarbeitet/diese als realistische Option für die Zukunft sieht.

    Dann nimmt man in der Reha schon an anderen Seminaren teil Und in der Regel stellt der Arzt vor Ort in seinem Gutachten auch schon die Weichen in diese Richtung.


    Wenn sich in den Entlassungsunterlagen der Reha gar nichts findet und man dann eine Erwerbsunfähigkeitsrente beantragt, ist der Schritt größer und die Genehmigung schwieriger.

    Hallo zusammen,



    ich will Euch sicherlich nicht bekehren, doch für mich klang es sehr einleuchtend, dass ich - jenseits aller medizinischen Diagnosen - mein eigenes Erleben schildern sollte. Das ist auch authentisch, denn das kann man sich nicht (oder nur unzureichend) anlesen oder aus den Fingern saugen; das resultiert schlicht aus den eigenen Erfahrungen, wie man seinen Alltag erlebt und welche Einschränkungen man wahrnimmt.

    Und eine solche Schilderung ist sicherlich viel näher an dem persönlichen Schicksal als es eine ärztliche Diagnose je sein kann.


    Auf der anderen Seite ist es sicherlich so: vor Gericht, auf hoher See - und vor der Rentenversicherung - ist man allein in Gottes Hand.

    Hallo KSE,

    mir hatte der VdK dringend angeraten, diese Selbst-Einschätzung auszufüllen.

    Er hatte mir dringend empfohlen, sie ganz persönlich abzufassen und zu schildern, sich also nicht in medizinischen Diagnosen oder ähnlichem zu ergehen, sondern einfach den Alltag zu beschreiben: wie man schläft, wie sich Neuropathien äußern, Welche Handgriffe man nicht mehr gut machen kann, wie sich die Erschöpfung im Alltag äußert, wie sich eine Fatigue äußert, an welchen Stellen man das Gefühl hat, dass das Hirn nur noch eine Matschbirne ist, ob man seinen Berufsalltag noch wie vor der Erkrankung bewältigen kann oder ob es Einschränkungen gibt,…


    Mein Rentenantrag ist genehmigt geworden, vielleicht mit aus anderen Gründen, vielleicht aber auch, weil dieses persönliche Schreiben sehr nachvollziehbar geschildert hat, dass das Leben eben nicht mehr so ist wie vor der Erkrankung.


    Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Antragstellung!



    PS:

    meine Erkrankung ist (noch) nicht metastasierend

    PPS:

    Wenn du gerne mein Schreiben als Vorlage nutzen möchtest, lass es mich bitte per PN wissen.

    Liebe Fraubaer,

    wie du bin auch ich Ingenieurin, in der Großindustrie beschäftigt und seit rund drei Jahrzehnten als Führungskraft tätig.


    Meine Diagnose liegt nunmehr gut zwei Jahre zurück.


    Meine Gesamterstbehandlung – die ich eigentlich problemlos durchlaufen habe – hat nahezu exakt ein ganzes Jahr in Anspruch genommen: vom 12. Dezember des einen Jahres zum 3. Dezember des Folgejahres.

    Hatte Chemo, brusterhaltende Operation, Bestrahlung, Anschlussheilbehandlung.


    Während ganz vieler Phasen hätte ich eigentlich locker arbeiten können. Habe ich nicht getan – weil es auch einfach nicht berechenbar gewesen wäre. Ich hätte dem Unternehmen nichts genutzt, wenn ich immer mal wieder wochenweise gearbeitet hätte, dann aber doch wieder für eine Woche oder auch länger hätte aussteigen müssen.


    Es war das Jahr vor Corona und somit ein Jahr noch großer Freiheiten. Ich persönlich nenne es mein Sabbatical mit Erschwerniszulage – und das umschreibt die Situation und meine Seelenlage schon ziemlich präzise.

    Ich hatte seit dem Ende meiner Schulzeit nie mehr wieder so viel Freiraum und Musse für mich – und ich habe das genossen, trotz der Erkrankung.


    Mein Wieder-Einstieg fiel nahezu mit Corona zusammen - daher hat mich der werksärztliche Dienst seit März vergangenen Jahres ins Home-Office verbannt.

    100 % Home-Office über viele Monate hinweg: es ist schon schwierig, die Führungsrolle wieder wahrzunehmen und es ist auch schwierig, motiviert zu bleiben. Doch ich stehe altersmäßig kurz vor meiner Rente und das mag bei meiner Seelenlage auch eine Rolle spielen.


    Finanziell war ich in dem gesamten Behandlungsjahr durch mein Unternehmen unglaublich gut abgesichert; ich mag gar nicht laut sagen, wie viel Geld ich erhalten habe, obwohl ich nicht einen Tag tätig war. Finanzielle Sorgen blieben mir jedenfalls vollständig erspart.


    Auch ansonsten haben sich mein Unternehmen und meine Führungskraft äußerst fair und kooperativ verhalten.

    Wenn mir der Sinn danach stünde, könnte ich wieder vollumfänglich und ohne Abstriche in der vorherigen Verantwortung arbeiten, und wenn mir der Sinn danach stünde, könnte ich wahrscheinlich auch noch einen nächsten Karriere Schritt anstreben (ein Kollege, der zeitgleich mit mir schwer an Krebs erkrankt war, hat diesen Schritt nun erfolgreich getan).


    Zusammenfassend lässt mich für mich sagen, dass ich keinerlei berufliche Nachteile durch meine Krebserkrankung erlitten habe.


    Wenn du noch mehr wissen möchtest oder dich austauschen möchtest, schreibe einfach eine PN.


    Ich wünsche dir alles alles Gute, zunächst für eine erfolgreiche Behandlung und zugleich für eine erfolgreiche Zukunft in deinem Unternehmen!

    Hallo Larimar, entschuldige bitte meine unumwunden offenen Worte, aber wenn du darüber nachdenkst, auf die Chemo zu verzichten, spielst du Russisch Roulette mit deinem Leben!

    Es gibt laut Leitlinien keinen Grund, überhaupt über den Verzicht auf eine Chemo nachzudenken!


    Du hast einen Triple positiven Tumor – das bedeutet zum einen gute Behandelbarkeit, weil du neben Chemo auch eine Antikörper Therapie bekommen kannst und wirst, das ist aber auch ein aggressiver und kein Wald-und-Wiesen-Tumor.


    Dein Tumor hat eine Größe von 2,4 cm – das wird nicht mehr als ein früher Tumor, sondern bereits als ein lokal fortgeschrittenen Tumor bezeichnet.


    Du hast einen ki-Wert von 67% , Das ist eine durchaus hohe Teilungsrate, lässt aber auf der anderen Seite auch darauf hoffen, dass eine Chemo bei dir gut anschlägt.


    Du hast einen G3 Tumor – das ist die aggressivste und entartetste Variante des Tumors.


    Du bist sehr jung für eine Brust Krebserkrankung - und je jugendlicher das Alter, umso größer die Risiken für die Rückkehr des Krebses.


    Wenn du also deine Chancen auf ein noch langes und möglichst gesundes Leben nicht radikal verringern willst, dann darfst du kein Cherry Picking betreiben, sondern musst mit allem losschlagen, was die moderne Krebstherapie zu bieten hat.

    Wie gesagt, dein Krebstyp zeigt in den meisten Fällen eine sehr gute Reaktion auf die Chemo und eine PCR (Pathologische Komplett- Remission) ist durchaus häufig.


    Du kannst dir natürlich auch selbst erzählen, dass die Chemo unnötig wäre und nur die Pharmaindustrie daran verdienen würde – das ist unbenommen eine Option, die dir selbstverständlich zur Verfügung steht, doch sie bedeutet zugleich Realitätsverweigerung.


    Ich wünsche mir zu deinem Wohl und in deinem Sinne, dass du dich ohne Zögern für eine Chemo entscheidest und zumindest versuchst, diese lebensrettende Option für dich zu nutzen.
    Eine Garantie für den Nutzen der Chemo und für ein langes Leben gibt es nicht – doch ohne zumindest den Versuch sind deine Chancen ganz ungleich schlechter.


    Alles Gute für dich!

    Liebe Amy48 und liebe Erna66,

    ich möchte euch noch einen Hinweis aus meinen bisherigen Erfahrungen geben.


    Es ist wahnsinnig schwer, einen Bauch-Speicheldrüsenerkrankten zu einem hinreichende und vollwertigen Essen zu bewegen.
    Es scheint so zu sein, dass ihnen nahezu nichts mehr schmeckt, dass sich wohl auch der Geschmackssinn verändert / ausfällt, dass sie immer nur Spatzenportionen essen und dass man sie mit aller Liebe und Mühe bekochen kann und es trotzdem nicht gegessen wird.


    Es ist auf der anderen Seite furchtbar zermürbend und nicht wirklich zum Ziel führend, das Thema Essen so sehr in den Mittelpunkt des Lebens und der Familien-Beziehung zu rücken (vielleicht gibt es da eine Ähnlichkeit zu Magersucht – auch dort leiden die sozialen Beziehungen ungemein, wenn sich alles nur noch ums Essen dreht).


    Wie schon in meinem ersten Beitrag erwähnt: vielleicht ist es am besten, bereits ganz frühzeitig mit Astronauten Nahrung oder anderer hochwertige Nahrungsergänzung einzusetzen.
    Auf dem Weg der normalen Ernährung und Mahlzeiten ist das Ziel fast nicht zu erreichen, so zumindest meine Erfahrung.


    Ich wünsche euren erkrankten Familienmitgliedern Alles erdenklich Gute und ich wünsche euch alles Gute auf dem schwierigen Weg, sie zu begleiten!:hug:

    Liebe Amy48,

    mein Exmann und sein Bruder sind an Bauchspeicheldrüsenkrebs verstorben und ich möchte dir eine Empfehlung geben, worauf ihr als Familie ganz besonders achten sollte.


    Bereits drei Jahre vor seinem Tod wurde mein Mann an der Bauchspeicheldrüse operiert; damals noch nicht Krebs.
    Er hatte sich jedoch nie mehr wirklich erholt, sondern ist zusehends abgemagert (Kachexie, in manchen Phasen 43 kg bei knapp 180 cm Körpergröße).

    Und weil sein Allgemeinzustand immer schlechter, schließlich sogar katastrophal schlecht wurde, waren weitere Behandlungsoptionen nicht mehr möglich.


    Wir waren in dieser Phase bereits getrennt so dass ich nur aus der Ferne die Entwicklung verfolgen konnte.

    Im Nachhinein ist mir jetzt bewusst geworden, wie wichtig es gewesen wäre, das vorrangige Augenmerk darauf zu richten, dass der Patient eine vernünftige und ausreichende Ernährung bekommt, die sein Körper auch verarbeitet!!!


    Mit einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung sinkt offensichtlich die Verarbeitbarkeit vieler Nährstoffe im Körper rapide ab.
    Selbst wenn es dem Patienten gelingen sollte, scheinbar gleiche Mengen und scheinbar ein ausgewogenes Nahrungsangebot zu sich zu nehmen, kann es ganz rasch sein, dass es zu einer Mangelernährung kommt.

    Wie erwähnt, ist diese Mangelernährung begründet in der mangelnden Fähigkeit des Körpers, die aufgenommene Nahrung noch angemessen zu verarbeiten.

    Und wenn diese Spirale erst einmal in Gang gekommen ist, war meine Erfahrung, dass sie sich kaum noch aufhalten ließ.


    :!:Bitte setzt alles daran, auch unbedingt mit fachkundiger externer Beratung und Unterstützung, dass deine Mutter nicht in eine Mangelernährung rutscht. Ganz wichtig!!! (Vielleicht parentale Ernährung auch schon in einem frühen Stadium.):!:
    Alles weitere wie moderate Bewegung, moderater Sport, wieder Freude an irgendwelchen Aktivitäten und am Leben kommen nur dann zurück, wenn der Körper nicht völlig ausgezehrt ist. Und nach meiner Erfahrung ist diese Auszehrung die größte Bedrohung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs.


    Ich wünsche euch alles erdenklich Gute und das euch noch eine lange Zeit guten gemeinsamen Lebens vergönnt sei! <3

    Hallo Sunny05, man lässt in der Regel auf jeden Fall 4-6 Wochen ins Land ziehen, bevor die Bestrahlung beginnt, denn die Gefahr, dass es zu Fibrosen, Narben Verhärtungen und ähnlichem kommt, ist wesentlich größer wenn man zu bald beginnt. Du solltest daher die Zeit nicht zu sehr schieben.

    Bei mir war die OP am 31. Juli, der Bestrahlungsbeginn am 16. September

    Lieber sansibar,


    es gibt vielleicht doch einen gewissen Zusammenhang mit der Erkrankung; Bumblebee hat ihn bereits angesprochen.


    Eine Krebserkrankung konfrontiert viele von uns ganz unmittelbar mit der Endlichkeit unseres Seins. Da deine Frau eine Genmutation hat, dürfte dies insbesondere zu treffen.

    Im Angesicht der Endlichkeit stellt sich manche Betroffene die Frage, wer oder was sie in ihrer verbleibenden Zeit noch in ihrem Leben begleiten soll? Und dann wird aussortiert, klarer und kompromissloser als vielleicht im bisherigen Leben.
    Häufiger trifft es Bekannte oder vermeintliche Freunde, die als zu leicht befunden werden, um noch weiter zum engen Kreis zu gehören.

    Angesichts der scheinbar begrenzten Zeit beschränken wir uns auf das, was uns wert und wirklich wichtig erscheint; der Rest wird quasi entsorgt.


    Dass hierbei nun anscheinend deine Ehe unter die Räder gekommen ist, ist ausgesprochen bedauerlich. Doch vielleicht auch ausgesprochen ehrlich.


    Ich hoffe, unsere Hinweise mögen dir ein wenig helfen, das ganze Geschehen ein wenig ein zu ordnen.


    Alles Gute für dich und deine Familie!

    Lieber Sansibar,


    wie schon Naticatt schreibt, ist es immer sehr schwer, eine Situation von außen zu beurteilen. Und es ist immer empfehlenswert und eigentlich sogar unerlässlich, auch die zweite Seite zu hören und zu kennen.


    Mein ganz persönliches Bauchgefühl lautet allerdings, dass eure Situation nur sehr bedingt mit dem Brustkrebs und der Eierstockentfernung zu tun hat.
    Vielleicht hat deine Frau so eine Art Midlife Crisis und vielleicht hat die Erkrankung ihrem Bedürfnis nach Veränderung und Anerkennung als Frau nochmals wesentlichen Vorschub geleistet. Doch die Konflikte in eurer Beziehung scheinen tiefere Ursachen zu haben.


    Wenn du ihn möchtest:

    Mein persönlicher Rat an dich (auch wenn es dir sehr schwer fallen wird) wäre gerade eher, dich auf dich selbst zu konzentrieren und zuerst für deine Bedürfnisse zu sorgen und für die deiner Kinder.
    Lasse deine Frau (zunächst) los und sieh zu, dass es dir selbst bald wieder besser geht.
    Vielleicht wirst du auf diesem Wege auch wieder attraktiv für deine Frau?! Sie wird wohl nicht zu jemanden zurückkehren wollen, den sie bemitleidet und dem sie sich in irgendeiner Form verpflichtet fühlt.

    Wenn es dir jedoch gelingen sollte, freundlich und souverän im Umgang mit ihr zu bleiben und dich selbst (wieder) zu eine unabhängigen Persönlichkeit mit positiver Ausstrahlung zu entwickeln - Dann habt ihr vielleicht eine gemeinsame Chance.


    Ich wünsche dir und euch als Familie alles Glück!

    Bergsteiger, auf welcher Seite und in welchem Quadranten saß denn dein Tumor?


    Normalerweise wird heute sehr zielgenau (Millimeter genau) bestrahlt – deshalb wirst du auch angemalt wie ein Indianer mit Kriegsbemalung.
    Ich persönlich habe keine Verhärtungen, Schwellungen oder Entzündung in der Brust.


    Du solltest dir vielleicht auch folgendes vor Augen führen: die Chemotherapie und die Bestrahlung decken zwei unterschiedliche Krankheits- / Rückfall-Felder ab.

    Die Chemotherapie wirkte systemisch, sie hat nicht nur deinen Tumor hinweggeputzt, sondern auch deine Lymphknoten frei gemacht und mögliche Tochter-Zellen, die sich bereits irgendwo im Körper abgesiedelt hatten, angegriffen.

    Eine Strahlentherapie wirkt hingegen ortsgenau.


    Du hast theoretisch zwei Rückfall-Risiken:

    zum einen tritt erneut ein Tumor in der Brust auf, häufig an der gleichen Stelle des ersten Tumors im Bereich des Narbengewebes.
    Und das zweite Rückfallrisiko sind Metastasen an anderer Stelle in deinem Körper.

    Die Chemo hat den Metastasen entgegen gewirkt, die Bestrahlung soll einen Rückfall an der gleichen Stelle deines Erst-Tumors verhindern.


    Beides ergänzt sich und eines ist nicht durch das andere zu ersetzen.

    Hallo Bergsteiger, vor welchen Nebenwirkungen fürchtest du dich denn?


    Ich habe ebenfalls Brustkrebs, leider war die Chemobehandlung bei mir nur begrenzt erfolgreich und deshalb wurde nicht nur eine einfache Bestrahlung, sondern auch die Bestrahlung der Lymphe Abflusswege vorgenommen. 26 Bestrahlungen, davon fünf Boost Bestrahlungen.


    Um ehrlich zu sein, das Ganze war für mich ein Spaziergang. Ich bin täglich zu meiner Bestrahlung getrabt (außer am Wochenende), das Ganze war nach 10 Minuten erledigt und es ging mir durchgängig gut. Keine Müdigkeit, keine gereizten Schleimhäute, keine Beschwerden.
    Ich bin ein sehr hellhäutiger Haut-Typ und hatte deshalb befürchtet, dass meine Haut intensiv reagieren könnte. Hat sie aber überhaupt nicht – ich habe die Bestrahlungen hinter mich gebracht nahezu ohne Spuren und Blessuren.


    Was geblieben ist, ist der Umstand, dass ich im bestrahlten Bereich überhaupt nicht mehr schwitze. Nach sportlicher Anstrengung sieht das etwas drollig und lustig aus: das T-Shirt ist auf der einen Seite klatschnass geschwitzt und auf der anderen Seite strohtrocken.


    Es mag sein, dass gewisse Schulter Probleme, die ich jetzt habe, auch im Zusammenhang mit der Bestrahlung stehen. Es könnten aber ebenso die Anti Hormone sein. Und, wie gesagt, bei mir wurden auch die Lymph-Abflusswege bestrahlt.


    Ich würde jederzeit wieder und ohne Zögern und ohne Angst im Bauch eine erneute Bestrahlung antreten.


    Vielleicht hilft dir das etwas? Doch du kannst dich gerne noch einmal näher zu den von dir befürchteten Nebenwirkungen äußern.

    Liebe @Wasserbüffel


    eine Bekannte von mir (mittlerweile Mitte 60) ist vor nunmehr rd. 9 Jahren an triple positivem Brustkrebs erkrankt. Nach Ersttherapie war sie krebsfrei; sie bekam die Doppelblockade und nimmt seit Ersttherapie Antihormone.

    Es geht ihr gut, sehr gut, kein Rezidiv, keine Metastasen, auch gewisse Nebenwirkungen der Therapie haben sich erkennbar gebessert. Sie ist fit, mobil und genießt ihr Leben.

    Liebe AnnaMaus84,


    die Geschihcte meines Chefs ist noch immer eine Mutmach-Geschichte. Seine Knochenmarkstransplantation liegt nun ein gutes Jahr zurück, seine Blutwerte sind einwandfrei, keine Abstoßungsreaktionen - es geht ihm soweit gut. Sein eigenes Immunsystem scheint auch schon wieder recht ordentlich zu arbeiten.


    Worunter er leidet, sind massive Neuropathien in beiden Füßen: Laufen geht recht wacklig. Und vor kurzem hatte er sich einen Schnupfen eingefangen, der ihn sage und schreibe 4 Wochen ins Krankenhaus brachte. Ist alles wieder auskuriert - und er knapp 10 kg leichter, Gewicht, das er sich mühevoll antrainiert hatte. Aber es gibt Schlimmeres...


    Mir selbst geht es auch gut: ich bin psychisch gut drauf und körperlich recht fit. Die letzte Nachsorge war ohne Befund; somit freue ich mich auf weitere Monate, die mir geschenkt sein werden. Ich muss doch meinen ausgefallenen Urlaub von April / Mai im Herbst nachholen ;-)


    Ich wünsche sowohl Dir als auch Deiner Mutter weiterhin einen ausschließlich positiven Verlauf und ganz viele beschwerdefreie Jahre!


    Liebe Grüße

    Schnutz

    Hallo zusammen,


    ich hatte zum Thema Spenden - ob nun Blut oder Knochenmark oder Organe - eine etwas differenzierte Auskunft erhalten:


    * Frauen mit hormonpositivem Brustkrebs sind und bleiben von jeglicher Spende ausgeschlossen


    * Frauen mit einem triple negativem Brustkrebs sind nach einer Heilungsbewährung - mir nannte man 7 Jahre - wieder zum Spenden zugelassen


    Hanka, das könnte somit auf Dich zutreffen



    Mit erschien diese Differenzierung auch logisch nachvollziehbar; hormonpositive Frauen haben einfach eine Systemerkrankung, die zu jedem Zeitpunkt wieder aufflammen kann - was auf TN wohl so nicht zutrifft.


    (Ich bin mittlerweile aus sämtlichen Listen gestrichen und habe auch meinen Organspendeausweis entsprechend korrigiert - bitte daran denken)

    Hallo Mamimagnolia,

    auch ich habe die Bestrahlung hinter mich gebracht – es war ein ausgesprochener Spaziergang.

    Meine tägliche Weg Strecke von 3 km zur Bestrahlung habe ich als willkommenes Fitnessprogramm empfunden.

    Die Bestrahlungen selbst dauerten nicht länger als 3 Minuten und ich bin gänzlich ohne Neben- und Nachwirkungen davon gekommen.

    Direkt nach dem Ende der Bestrahlungen hatten wir einen anstrengenden Wanderurlaub geplant und die Ärzte hatten bedächtig den Kopf gewiegt, ob denn das klappen würde?!

    Klar hat es geklappt: die Haut war überhaupt nicht beeinträchtigt, ich war fit und voller Energie, gar nicht müde oder sonst irgendwie erschöpft.


    Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass du am Ende deiner Bestrahlungen sagen kannst: war auch für mich ein ausgesprochener Spaziergang.