Beiträge von Bebu

    Hallo Milli,


    vielen Dank für deine offene Antwort und deine Erfahrungsmitteilung.

    Die kleiner 5% stehen in meinem Entlassbrief und http://www.krebsgesellschaft.de u. anderer, offizieller Seiten. Das Karzinom war insgesamt nach OP dann auch nur noch 14mm groß. PI dachte ich sei die Einschätzung des Risikos eines Rezidiv - oder irre ich mich hier und es ist damit etwas anderes gemeint? Allerdings wurde mir dies durch den CA auch so mitgeteilt...


    Du meinst, bei systemischer Erkrankung kann ich mich nicht darauf verlassen, dass es bei dem Brustkrebs bleibt? Aber dann würde doch die Bestrahlung noch sinnloser, oder? Es spräche aber dann für T., da stimme ich dir zu.


    Das Lokalrezidiv: hatte es den gleichen Status? Hat man es wieder "herausgeschnippelt", wie du sympathisch sagst? Musstest du noch einmal die Prozedur der Bestrahlung durchlaufen?

    Verträgst du Tamoxifen gut und nimmst es jetzt wieder?

    Ich freue mich für dich, dass dein Leben trotz T. schön ist; gibt mir ja Hoffnung, dass es auch Menschen gibt, die es ohne große Probleme vertragen. Was mich sorgt ist, dass es die Östrogene lahm legt und das Testosteron stärkt. Ich möchte eigentlich so bleiben, wie ich bin ...


    Fragen über Fragen über Fragen - gerade deshalb sind viele verschiedene Erfahrungen und Sichtweisen so wichtig.

    Liebe Grüße zurück!

    Bebu

    Guten Tag zusammen,


    dies ist mein erster Post an euch und ich freue mich auf den Austausch.

    Ich habe hier viel gelesen und suche dringend einmal jemanden, dem es ähnlich geht wir mir, denn ich empfinde mich gar nicht als krank. Eigentlich geht es mir gesundheitlich gut wie lange nicht mehr und nun soll ich mich in den Therapieapparat begeben - wozu, frage ich EUCH, die ihr mehr Erfahrung habt.

    Ich schreibe euch mal meine Diagnose auf (und hoffe, niemand wird deswegen traurig sein): G1 links ER: pos IRS12, 90%, PR: neg, Her2neu: neg., PI: >5%

    Also, herausgefunden (schmunzel) habe ich, dass mein Krebs durch Östrogene wächst, klar, der Rest ist nicht relevant. Rückfallrisiko kleiner 5% (von allen Erkrankten, nehme ich an).

    Natürlich habe ich diese Diagnose erklärt bekommen mit den Hinweis, dass es ja besser nicht hätte ausfallen können.

    Ich hatte bei dem ersten Gespräch gleich gesagt, dass ich bereit bin, das Brustdrüsengewebe in beiden Seiten entfernen zu lassen und stattdessen auf Implantate zurückgreifen würde, weil damit das Rückfallrisiko gänzlich ausgeschlossen wäre und ich auch keine Nachtherapie bräuchte. Dies wäre bei einem so geringen Risiko nicht angezeigt, hieß es daraufhin.


    Nun soll ich aber (bei einem so geringen Risiko) die Bestrahlung (15 Sitzungen) machen und Tamoxifen AL 20 gleich bis zu 10 Jahren einnehmen - ich habe eine fortgeschrittene Osteoporose (ab Dezember dann Prolio) und bin postmeno, daher Tamoxifen. Ich habe hier eure Erfahrungen gelesen und will es ehrlich gesagt gar nicht darauf ankommen lassen, ob ich es vertrage oder nicht. Ich verstehe auch nicht, warum ich ein Antikrebsmittel nehmen soll, dass so viele andere Erkrankungen auftreten lassen kann: Mal schauen, ob ich Gebärmutterschleimhautkrebs bekomme oder vielleicht erblinde??? Oder ob ich meine Cholesterintabletten gleich weglasse, weil sich unter der Einnahme von Tamoxifen die Thrombose und damit der Schlaganfall ohnehin einstellen wird?


    Gibt es noch jemanden von euch, der sich gegen eine Nachbehandlung wegen des geringen Risikos entscheidet? Oder bin ich völlig "out of Order"???

    Zwei Punkte allerdings gibt es zu beachten: Bei Fibrose durch Implantat wäre die Brust dann ohnehin komplett leer - das ist ein echtes Risiko, finde ich. Und ich weiß auch nicht, ob bei einem Rezidiv dieses zwingend aggressiver wäre. Wisst ihr darüber etwas?


    Ich hatte in diesem Lebensabschnitt viele laaaange Reisen geplant - entscheide ich mich also für ein kürzeres, aber schönes Leben oder ein längeres und eingeschränktes im Therapiemodus?

    Was meint ihr zu meinen Überlegungen - ich bin euch sehr dankbar für Meinungen, von "total irre" bis "sehe ich auch so" ist alles erwünscht.


    Danke schon hier und Grüße an euch alle - egal, wo ihr grad steht.