Beiträge von Marie1

    Nicki1982


    Die Bestrahlung habe ich gut vertragen. Das hatte ich ja geschrieben.

    Das Tamoxifen leider nicht so gut und da ich schon die Menopause hinter mir habe, nehme ich jetzt Anastrozol, einen Aromatasehemmer.

    Lass' Dich aber nicht von meiner Erfahrung abschrecken, denn meine Gyn. sagte, Tamoxifen wäre besser verträglich als Anastrozol.

    Ich kenne einige Frauen, die Tamoxifen gut vertragen. Jeder von uns reagiert eben anders. Nebenwirkungen haben beide, aber sie sind bei

    keinem gleich stark ausgeprägt.


    Liebe Grüße

    Marie1

    Dunni


    Liebe Dunni,


    ich kann Dich so gut verstehen. Diese Angst ist ganz fürchterlich. Ich schaffte es die ersten beiden Tage nicht mal

    an meinen Briefkasten im Haus.


    CT, Lungenröntgen und Knochenszintigramm gehören zum normalen Untersuchungsprogramm. Das ist kein extra bei Dir.

    Bei Dir wird das jetzt gemacht nach der OP, weil Du so schnell nach Diagnose operiert werden konntest.

    Aber auch jede Klinik hat ein eigenes Vorgehen. Mal vor der OP, mal nach der OP.


    Du hast Anspruch auf psychologische Betreuung. Meine Gyn. empfahl mir letzte Woche einen Onkopsychologen, weil diese

    speziell für diese Krankheit ausgebildet sind.


    Auch Deine Sorge bezüglich der Arbeit kann ich gut nachempfinden.

    Gibt es in Deiner Nähe eine Psychosoziale Krebsberatungsstelle? Wenn ja, vereinbare einen Termin. Dort kannst Du dich

    sowohl psychologisch als auch praktisch beraten lassen. Zweiteres in Bezug auf Deine Arbeit. Auch welche Zuschüsse man bekommen kann. Mir hat das sehr geholfen.


    Ich hoffe, Du kannst mit Deiner Familie sprechen oder mit einer guten Freundin. Reden hilft, es ist wie ein Ventil.


    Ich wünsche Dir alles, alles Gute


    Marie1 <3

    Nicki1982


    Liebe Nicki,


    diese Diagnose sollte niemand bekommen. Sie verändert unser Leben. weil nichts mehr wie vorher ist.

    Der Schrecken wird mit der Zeit jedoch weniger.


    Ganz offensichtlich reichen bei Dir eine HRT-Therapie mit Tamoxifen und Strahlenbehandlung aus.

    Das hängt immer von der Art des Tumors ab. Vertrau der Entscheidung Deiner Ärzte, aber stelle all die Fragen,

    auf die Du eine Antwort haben möchtest.


    Tipp: Es ist immer gut, ein Blatt Papier bereit zu haben, auf dem man sich das notiert, was einem gerade in den

    Kopf kommt. Das kann man dann vor dem nächsten Termin in die richtige Reihenfolge bringen und man vergißt nichts.


    Den Begriff Tamoundbestrahlung kenne ich nicht. Ich hatte 28 Bestrahlungen, die ich recht gut vertragen habe.

    Wenn Du müde davon wirst, ruh Dich aus. Vor allem mache all die Dinge, die Du gerne tust, während der Behandlungszeit.

    Sei für Deine Töchter da. Lass alles andere schleifen. Sei lieb zu Dir selbst.


    Ich wünsche Dir alles, alles Gute für Deine Therapie.


    Liebe Grüße von Marie1 <3<3

    Liebe Simba ,

    ich habe die 28 Bestrahlungen gut vertragen. Die Bestrahlungszeit ist nur sehr kurz. Hab keine Angst davor.

    Sieh sie wie ein Medikament, dass Dir bei der Heilung der Krankheit hilft.

    Ich habe in dieser Zeit all die alltäglichen Dinge, die man nicht so gerne erledigt, verschoben und bin häufig in die Stadt unter Menschen gegangen. Das war eine gute Ablenkung und außerhalb der eigenen vier Wände. Hab viel gelesen und ferngesehen und nicht mehr

    geschlafen als sonst auch. Aber wenn Du müde bist, mach auf jeden Fall eine Pause. Sei lieb zu Dir selbst.

    Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Du nach dem ersten oder zweiten Mal die Angst in den Griff bekommst.

    Liebe Grüße

    Marie1:thumbup:<3

    Sophiechen ,

    Danke. Trotz all der Nebenwirkungen werde ich keinesfalls die Therapie mit Anastrozol abbrechen.

    Mein BK war ebenfalls sehr hormonintensiv. KI 67 3 %. Dein KI ist auch niedrig.

    Genieße Dein Glas Wein. Ich kenne zwei Frauen mit BK, die das fast täglich tun.

    Und ich trinke zweimal wöchentlich mein Bier. Die kleinen Freuden sind sehr wichtig für die Psyche.

    Übrigens werde ich wieder mit Meditieren beginnen. Ist das auch etwas für Dich?

    Herzliche Grüße

    Marie1<3

    Liebe Mariechen54 , KatzenMom 64


    Ich habe auch so viele Nebenwirkungen und es tut mir leid, dass es bei Dir auch so ist.

    Als ich gelesen hatte, was Du schriebst, habe ich mich nicht mehr so alleine gefühlt.

    Die Ärzte, die uns behandeln, können das nicht nachvollziehen, was in unserem Körper abläuft.

    Meist ist der Termin auch zu kurz. Ich komme immer mit einer Liste, die ich dann im Gespräch auf die wichtigsten drei Punkte reduzieren muss.


    Die AHT-Therapie ist das einzige, was wir unserer Krankheit entgegensetzen können.

    Ich habe auch oft große Angst. Und ich muss in der nächsten Woche wieder zur jährlichen Kontrollmammographie.


    Mit meinem Haaren ist es ähnlich, waren auch vorher nicht die besten, daran habe ich mich schon gewöhnt. Naja, natürlich nicht, aber versuche es zu ignorieren.

    Die runzelige Haut habe ich nur an den Armen seltsamerweise. Der Rest ist in Ordnung.

    Am schlimmsten finde ich die schmerzenden Knochen und das nächtliche Schwitzen. War ganz schlimm wieder seit Januar, im Augenblick

    minimal abgeschwächt.


    Ich trau mich nicht an die Bisphosphonate. Zumindest jetzt nicht.


    Ganz liebe Grüße an Euch beide und wir bleiben im Austausch, hoffentlich.


    Marie1 <3

    Mariechen54

    Danke für Deine Antwort.

    Ich habe Tamoxifen nicht vertragen. Als ich nach Anastrozol fragte, sagte meine Gynäkologin, das würden die Frauen noch schlechter vertragen! Ich habe ziemlich viele der Nebenwirkungen durchgemacht, hintereinander, und dachte, dass sich mein Körper an das Medikament gewöhnt.


    Jetzt tun mir alle Knochen weh, ich habe im Sommer diese Schleimhautprobleme im Rachen, im Bereich der Kehle, raue Stimme, und fühlt sich so verschleimt an, dass ich das Gefühl habe, mein Hals ist zu und ich kann nicht richtig atmen, geht manchmal auch auf die Ohren und ich räuspere mich häufig. Es ist nicht jeden Tag gleich oder auch vorhanden. Ich habe aber keine Atemnot in dem Sinne.


    Im Januar hat das nächtliche Schwitzen erneut begonnen. Ich schlafe schlecht und bin oft müde. Die Haut an meinen Armen ist sehr runzelig geworden. Erneuter Haarausfall. Oft fühle ich mich insgesamt 10 Jahre älter.

    Ich bin nicht sicher, ob die Bisphosphonate gut sind, wenn Du Zahnfleischentzündungen hast und Zahnfleischbluten.

    Mir haben sowohl ein Internist als auch ein Allgemeiner Facharzt davon abgeraten. Meine letzte Knochendichtemessung war vor 2 Jahren und da waren die Ergebnisse nicht gut. Trotzdem habe ich mich dann gegen Bisphosphonate entschieden, weil ich gelesen hatte, dass das Risiko

    einer Kiefernnekrose bei uns bei ca. 20 % liegt im Gegensatz zu anderen Patienten mit 1 bis 3 %. Und auch wegen vorgenannten Ärzten.
    Die Verwendung von Hormonzäpfchen bei hormonabhängigem Ca hast Du bestimmt mit Deinen Ärzten besprochen. Man muss mit allem möglichen sehr vorsichtig sein, selbst pflanzlichen Mitteln.


    Es ist übrigens sehr interessant, dass in englischsprachigen Beipackzetteln und auch denen von der Schweiz Nebenwirkungen angegeben sind, die in meinem deutschen Präparat fehlen. In der Schweiz z.B. der Hinweis auf die Bildung von Katarakt in den Augen. Das hatte ich auch und wurde im Oktober und Dezember letzten Jahres operiert.


    LG Marie1

    Mariechen54


    Ich nehme seit 2 1/2 jahren Anastrozol. Ich habe jetzt auch Probleme mit der Schleimhaut im Hals/Rachen.

    Als es so heiss war, war es wie ein Druck und konnte nicht richtig atmen. Seit es kühler ist, ist es wieder besser.

    Nachts spüre ich es auch, aber es wechselt. Ich hoffe, es verschwindet wieder.

    Ich bin durch viele Nebenwirkungen von Anastrozol gegangen. Nach einem halben Jahr begannen meine Knochenschmerzen.

    Ich habe sie immer noch. Verschiedene Stellen oder wieder an anderer Stelle. Und ich schwitze jede Nacht, mal mehr, mal weniger.

    Auch Schweißausbrüche. Und bin oft müde und habe wenig Energie.

    LG Marie1

    Ghetta Hallo Ghetta,


    ich nehme seit 2 1/2 Jahren Anastrozol. Meine Knochen schmerzen immer noch und immer wieder anders, die Hüftschmerzen haben sich gebessert. Erst tat der eine Oberschenkel weh, danach der andere. Jetzt auch der linke Unterschenkel. Manchmal der Arm und dann ist es wieder weg.

    Schlafen kann ich am besten auf dem Rücken. Allerdings habe ich auch ein HWS-Syndrom und Osteochondrose (was immer das ist).

    Übelkeit ist bei mir des öftern über mehrere Wochen aufgetreten in diesen 30 Monaten.

    Ich glaube, dass einige von uns immer wieder Probleme mit der AHT-Therapie haben. Nicht jeder Körper findet sich mit dem Verlust von Östrogen ab. Meine Meinung. Da Du das Medikament auch schön länger nimmst, würde ich gerne Deine Meinung hören.

    Danke im Voraus und halte durch.

    Liebe Grüße Marie 1

    Mir haben zwei Ärzte, ein Internist und ein Allgemeiner Facharzt, unabhängig von einander von einer Behandlung mit Bisphosponaten abgeraten. Das nicht wegen meines physischen Zustandes, sondern ganz allgemein.

    Es ist auch nicht bewiesen, dass Bisphosphonate for Metastasen vorbeugend schützen.

    Zusätzlich habe ich gelesen, dass das Risiko von Patienten mit Krebs an einer Kiefernnekrose zu erkranken bei 20 % liegt und nicht wie allgemein bei 1 - 3 %.

    Ich habe diese Behandlung jedenfalls abgelehnt.

    Capricornus


    In englischsprachigen Foren lese ich immer wieder, dass Patientinnen eine AHT-Therapie erhalten und gleichzeitig Antidepressiva einnehmen.

    Ich würde mich da nochmals ausgiebig informieren. Der Krebsinformationsdienst ist da eine gute Anlaufstelle oder auch Psychotherapeuten.


    Viele gute Wünsche

    Marie

    KatzenMom 64 Liebe Tina,

    Du schreibst mir immer so lieb, ganz lieben Dank dafür.

    Ich bin nicht jünger als Du, sondern sogar älter. Ich bin jetzt 69 Jahre alt. Danke für Deine Glückwünsche, die tun immer gut.

    Ja, ich habe ein Kind verheiratet und zwei ganz liebe Enkelkinder. Das mit meinen Geschwistern weißt Du ja schon.

    Leider habe ich auch Bluthochdruck und nehme ein Medikament deswegen. Das ist sozusagen in meinen Genen.

    Viele hier schreiben von Zoladex, auch Frauen die Anastrozol nehmen. Was ist das? Ich habe eigentlich immer nur ausschließlich Anastrozol erhalten. Ich schwitze seit Januar nachts wieder besonders viel und in den letzten Tagen Hitzewallungen auch manchmal am Tag in Situationen, die nicht stressig sind, die mich aber nervös machen, z.B. beim Einkaufen.

    Dadurch, dass ich immer schon ein sehr eingeschränktes Sehvermögen hatte, hab' ich nie in ergonomischer Weise am Schreibtisch arbeiten

    können, ich musste immer eine vorgebeugte und teilweise auch schiefe Kopfhaltung einnehmen bei Schreibmaschine und die letzten 25 Jahre am PC. Dadurch habe ich auch ein HWS-Syndrom und ich denke, dass ist der Hintergrund für meine nicht nur durch Alter sondern auch dadurch mehr belastete Wirbelsäule.

    Für Deinen Termin drücke ich dir beide Daumen :thumbup::thumbup:ganz fest.

    Die Arztsuche an meinem jetzigen Wohnort für unsere Krankheit habe ich aufgegeben. Ich bleibe bei den Ärzten in der Stadt, in der ich vorher gewohnt habe und verbinde meine Termine mit einem anschließenden Besuch bei lieben Menschen.

    Viele liebe Grüße und einen sonnigen Tag.

    Marie1 <3<3<3

    Liebe Mino , das wird schon. Zählen ist gut, aber auch Dich auf etwas ganz anderes zu konzentrieren. Du siehst ja, bis jetzt ist Dir außer der einen Panikattacke während der Bestrahlungen nichts wirklich passiert. Du hast ja schon 6 hinter Dir, also nach morgen 25 % geschafft.

    Das ist eine ganze Menge. Ich würde Dir raten psychologische Hilfe zu suchen. Das kann Dir Dein Hausarzt verschreiben, Indikation "Angststörung". Ich empfand die "Behandlungszeit" als eine Phase, in der ich etwas gegen diese Krankheit unternehmen konnte.

    Ich gehe auch jetzt immer noch durch Angstphasen, die oft sehr stark auftreten, insbesondere, wenn ich Schmerzen habe, weil ich es sofort mit dieser Erkrankung in Verbindung bringe. Wir wünschen uns alle das Leben von vorher zurück, doch das bekommen wir nicht mehr. Deshalb dürfen wir auch die Traurigkeit zulassen. Leider habe ich viele Nebenwirkungen von der AHT-Therapie. Aber die muss ich aushalten. Ich bin

    so gerne auf dieser Welt.

    Du schaffst das, das weiß ich.

    Liebe Grüße Marie1<3

    Liebe Sonnenzeiten ,

    das Warten auf das Ergebnis ist ein Hin und Her zwischen Hoffnung und Angst.

    Ich wünsche Dir sehr, dass Du ein gutes Ergebnis erhältst. Nicht jeder Knoten muss auch bösartig sein.

    Ich war bei der OP nur drei Nächte im Krankenhaus. Und danach ging es mir gut.

    Deine Freundinnen werden sich sicherlich sehr liebevoll um Deine Tochter kümmern und auf die besondere Situation eingehen.

    Ich wünsche Dir alles alles Gute.

    Marie1:thumbup:

    Liebe KatzenMom 64 ,


    ich danke Dir so sehr für Deine lieben Worte und Deine Unterstützung.

    Ich werde am 19. August an Dich denken und hoffe, dass alle Deine Untersuchungen ein gutes Ergebnis zeigen.

    Ich hatte gestern das MRT der LWS, Bandscheibe und Degeneration der Wirbel. Alles nicht schlimm, nur manchmal sehr schmerzhaft.

    Ich war sehr erleichtert.

    Ich bin nicht sicher, ob alle Yogaübungen, auch wenn es Senioren-Yoga ist, für meine Wirbelsäule (nach 40 Jahren im Büro) geeignet sind.

    Am 22. August muss ich zur jährlichen Mammographie. Wieder so ein Termin.

    Die Hitze vertrage ich ganz schlecht.

    Aber ich glaube, so heiß wird es in diesem Jahr nicht mehr werden.

    Deine Worte haben mir so gut getan.

    Ganz viele liebe Grüße an Dich

    Marie1 <3<3<3

    Liebe Mino ,


    ich hatte auch die Diagnose wie Du und 28 Bestrahlungen.

    Diese fast sechs Wochen gehen vorbei. Erst habe ich die Tage in Viertel (7 Bestrahlungen) aufgeteilt, dann in Drittel und dann in die Hälfte

    (14 Bestrahlungen) und danach geht es aufwärts, weil man schon soviel geschafft hat. Denke an etwas Schönes während der Bestrahlung,

    versetze Dich in eine andere Landschaft, Berge, Meer, wo immer Du gerne bist .... Das hilft entspannen und im Nu ist die Zeit um.

    Und verbanne die Gedanken an Nebenwirkungen aus dem Kopf. Wir alle mussten ja den Aufklärungsbogen unterschreiben und hatten

    dabei ein mulmiges Gefühl.

    Wir schaffen das alle, Du auch, weil Du nämlich weißt, dass Du den richtigen Weg gehst.

    Meine letzte Bestrahlung fand am 24.11.2016 statt und meine Brust war zwei Jahre später immer noch viel wärmer als die auf der anderen Seite und ist es heute noch manchmal, wenn auch nicht mehr so stark. Eine richtige Antwort habe ich darauf aber nie erhalten.

    Liebe Grüße

    Marie1 <3


    Es ist normal, dass man müde ist. Warst Du schon bei einer Psychosozialen Krebsberatungsstelle für Deine Angst? Ich hoffe, das gibt es in

    Deiner Nähe. Das Gespräch dort hat mir sehr geholfen. :)

    Ich nehme seit Januar 2017 Anastrozol und habe Knochenschmerzen in Hüfte und Beinen, jetzt auch im Unterschenkel.

    Müde bin ich auch. Ich finde es oft sehr schwer damit umzugehen. Meine Gyn. sagt, dass die Schmerzen nach zwei Jahren nicht mehr vom Medikament kommen können. Gelenkschmerzen habe ich nicht. Der Austausch hier hilft. Ich sehe ja, dass ich nicht die einzige mit Nebenwirkungen bin.

    Liebe Grüße

    Liebe Tesafilm,


    ich danke Dir sehr für Deine vielen Tipps, die wirklich hilfreich sind.

    Einige habe ich natürlich schon probiert. Auch eine Gesprächstherapie mit einer Psychologin, doch das erschöpft sich irgendwann.

    Das Rausgehen hilft mir sehr. Leider empfinde ich die Hitze als belastend und der letzte Monat hat mir dann nicht viel Gelegen-

    heit dazu gegeben.

    Ich gehe jetzt in eine Yoga-Gruppe, auch wenn mir hinterher die Knochen weh tun. Da sind viele nette Frauen dabei.

    Die Angst kann ich nicht abstellen, aber lenke mich mit Beschäftigungen ab, die meine volle Konzentration erfordern, z.B. mit Schreiben.


    Bei all den mannigfaltigen aches and pains stelle ich mir natürlich immer die Frage, ist das der Aromatosehemmer oder die Krankheit?


    Ich finde es so lieb, dass Du mir schreibst, Ich hatte gerade heute Nachmittag Deinen letzten Eintrag gelesen und dabei auch gesehen,

    dass Deine Lymphknoten frei sind und mich mit Dir darüber gefreut. Ich weiß noch, wie es bei mir war, dass wenigstens diese gute Nachricht nach der malignen Diagnose kam. Das war ein ganz tiefes Durchatmen und so, als würde man sein Leben und vor allem ein großes Stück Hoffnung zurück erhalten.


    Die Traurigkeit ist schlimm. Ich habe gesehen, wie jung Du noch bist und dass Du vier kleine Kinder hast. Mir fiel es unendlich schwer,

    es meinem erwachsenen Sohn mitzuteilen. Ich glaube Du schreibst auch, dass Du es niemanden erzählen kannst oder willst. Ich habe mir damals, August 2016, vorgenommen, es nur einigen wenigen zu sagen und diese zu Stillschweigen zu verpflichten, weil ich keine mitleidigen Blicke oder auch gut gemeinte aber oft unsinnige Ratschläge anhören wollte. Ich habe durch die Krankheit liebe Menschen hinzugewonnen, aber auch zwei gute Freundinnen verloren, die damit nicht umgehen konnten und vor allem, meine Geschwister haben mich im Stich gelassen und ich habe so gut wie keinen Kontakt mehr zu ihnen.


    Ich hoffe sehr, dass Deine Behandlung "nur" aus einer Strahlentherapie und adjuvanter AHT-Therapie besteht.

    Ich glaube, es war John Lennon der sagte: Leben ist das, was passiert, während man noch Pläne macht.

    Die Traurigkeit ist da, weil man sein vorheriges unbelastetes Leben zurück haben möchte und weiß, das das nicht geht.


    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und ganz viel Glück und meine Gedanken sind bei Dir und Deinem Mann.


    Viele liebe Grüße von


    Marie <3<3<3