Beiträge von Katha-Pult

    Hallo Calli ,

    ich habe die Pille schon vor zwei Jahren abgesetzt und die Erfahrung gemacht, dass der Körper eine Zeit lang braucht, bis sich wieder ein regelmäßiger Zyklus einstellt. In der Zeit rund um meine Diagnose und OP herum, vermutlich stressbedingt, war meine Periode lange überfällig und dann hat sie natürlich pünktlich am OP-Tag eingesetzt. :huh: In dem Moment war es mir dann auch egal, man bekommt ja ein sexy Netzhöschen und ne dicke Einlage, sodass ich kein Blutbad im OP veranstaltet habe ^^

    Ich drücke Dir die Daumen für die OP und wünsche dir viel Kraft und Zuversicht auf deinem weiteren Weg!


    Liebe Grüße

    Katharina

    Hallo Alla ,

    ich bin selbst 30 und habe im August die Diagnose bekommen. Dank meiner engagierten Frauenärztin und dem gut organisierten Brustzentrum lagen zwischen meinem Tastbefund bis zur OP nur 5 Wochen. Mein behandelnder Arzt im BZ, sagte mir bei der Diagnosemitteilung, dass Brustkrebs kein Notfall ist und es wichtiger ist zunächst den Tumor und seine Eigenschaften zu bestimmen und anhand der Ergebnisse die Therapie zu planen. Ich hatte mehrere Staging-Untersuchungen wie MRT der Brust, Knochenszintigrafie und CT (Lunge/Abdomen) und auch noch eine zweite Biopsie, da bei mir DCIS festgestellt wurde, welches nur in der Mammografie sichtbar ist. Anhand der Ergebnisse lässt sich die Tumorgröße besser bestimmen und es kann ausgeschlossen werden, dass Fernmetastasen in Lunge, Leber oder Knochen vorhanden sind.

    Ich wurde dann erst operiert, da bei mir ein multizentrisches Mammakarzinom vorlag, ich hatte insgesamt 3 Tumore. Zurzeit bekomme ich Chemo und anschließend noch Bestrahlung, da ich einen ausgedehnten Lymphnotenbefall hatte. Da mein Tumor hormonabhängig ist, muss ich dann noch 10 Jahre die Antihormonbehandlung (AHT) machen.

    Die Therapieverläufe sind mittlerweile sehr individuell und patientenorientiert und greifen auch deine Bedürfnisse und Wünsche auf. Bei jungen Betroffenen wie dir wird auf jeden Fall keine Chance ungenutzt gelassen werden, dich zu heilen.


    Mir hat es in der Anfangszeit geholfen mich selbst zu informieren im Internet beim Krebsinformationsdienst und bei der Deutschen Krebshilfe. Im Brustzentrum haben die auch ganz viel Infomaterial, welches du ausgehändigt bekommen wirst.

    Für so junge Betroffene wie uns gibt es zudem noch mehrere Stiftungen und Selbsthilfegruppen, die sich auf die besonderen Bedürfnisse und Probleme von jungen Erwachsenen spezialisiert haben z.B. die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs, NetzwerkStatt Krebs.


    Ich wünsche Dir für die nächsten Schritte und die nächsten Wochen ganz viel Kraft und drücke dir die Daumen, dass du so schnell wie möglich deinen Therapiefahrplan erhältst.


    Liebe Grüße

    Katharina

    Urlaubsfee   Kleeblatt69


    Ich schwöre neuerdings auch auf frischen Ingwertee. Am Mittwoch hatte ich Halsschmerzen und beginnenden Schnupfen, seitdem trinke ich täglich Ingwertee und siehe da, die Erkältungsanzeichen sind heute so gut wie abgeklungen :)


    Hanka

    Bzgl. der Chemo kann ich dich vielleicht etwas beruhigen. Mein Onkologe sagte mir, dass die Niedergelassenen bei den vermeintlich "schlechten" Werten teilweise die Krise kriegen, für die Onkologen das aber nicht unbedingt ein Hinderungsgrund ist die Chemo zu verabreichen. Also wenn deine Hausärztin kein Problem sieht, wird das der Onkologe bestimmt auch so sehen. ;)

    Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass du morgen die Chemo nach Plan bekommst!

    Kratzekatz   Bibsi   Wanda2

    Wäre ich in eurer Situation, würde ich sehr wahrscheinlich auch anders denken als ich das jetzt tue.

    Ich stehe ja sozusagen noch ganz am Anfang. Die Ungewissheit, ob die Therapien erfolgreich sind steht noch im Raum und die Angst vor Rezidiven und Metastasen auch. Aber genauso wenig wie auf die Erkrankung an sich, kann ich darauf leider wenig Einfluss nehmen. Ich versuche daher aus dieser echt beschissenen Situation an Krebs erkrankt zu sein das beste für mich herauszuziehen. Mir ist bewusst, dass meine Erkrankung lebensverkürzend sein kann und daher will ich keine Zeit mehr verschwenden dafür, anderen gerecht zu werden, sondern mich voll und ganz auf meine Bedürfnisse konzentrieren.

    Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute und trotz der Rückschläge und Beeinträchtigungen auch schöne Momente und Erfahrungen.


    Hase

    Danke Dir für deine aufbauenden und stärkenden Worte. Der Rollenwechsel von der Krankenschwester zur Patientin fällt mir nicht immer so leicht ;) Ich wünsche Dir auch alles Liebe und Gute für deinen weiteren Weg,:)


    Bine72

    Schade, dass du keinen Rückhalt und Unterstützung von Seiten deiner Familie hast :( Bei mir ist das zwar anders, aber ich wollte den Austausch mit anderen Betroffenen trotzdem nicht missen. Mich beeindruckt hier die Offenheit und bedingungslose Unterstützung von eigentlich "fremden" Menschen. Auch dir wünsche ich alles Gute und Kraft für deinen weiteren Weg :)

    Hallo liebe Foris,


    nachdem ich nun seit einigen Wochen hier angemeldet bin und auch schon einige nützliche und Mut machenden Beiträge von Euch gelesen habe, möchte ich die heutige Ruhe des Feiertags nutzen und mich hier vorzustellen.


    Ich heiße Katharina, bin 30 Jahre alt und komme aus Gummersbach (50 km von Köln entfernt). Mitte August habe ich die Diagnose Brustkrebs bekommen, nachdem ich zuvor selbst einen Knoten in meiner linken Brust getastet habe. Wie für alle hier war das ein großer Schock für mich und vor allem die anfängliche Ungewissheit, bis die genaue Therapie steht waren sehr zermürbend für mich. Mittlerweile bin ich operiert (hautsparende Mastektomie links mit Silikonaufbau) und seit 1.10. bekomme ich Chemotherapie und anschließend noch Bestrahlung, sowie AHT für 10 Jahre. Das volle Programm, da viele Lymphknoten befallen waren (8/9) und die Krebszellen bereits in die Lymphbahnen eingebrochen sind.


    Ich versuche die Krebsdiagnose als eine Art Chance zu sehen, sich neu zu orientieren und sich bewusst zu werden, was einem gut tut und was nicht. Prioritäten neu setzen. Die Jahre vor der Diagnose waren bei mir durch meinen Job (Krankenschwester auf einer psychiatrischen geschlossenen Station) und einem langen Arbeitsweg (3h/Tag), Hauskauf und Sanierung in Eigenleistung und ein berufsbegleitendes Studium häufig stressig und belastend. Zeit für mich, für Hobbies usw. blieb da wenig. Seit der OP bin ich krank geschrieben und das genieße ich richtig, soweit das mit der Erkrankung und den Nebenwirkungen der Chemo möglich ist. Meine Lebenszeit erscheint mir gerade viel kostbarer als zuvor.

    Mein Vater ist 2010 nach zweijähriger Krebserkrankung (Pankreas-Ca) verstorben. Damals bin ich auf den Leitsatz der Hospizbewegung von Cicely Saunders (den viele bestimmt kennen), aufmerksam geworden. Ich finde unabhängig von einer palliativen Situation ist dies ein wunderbares Lebensmotto.


    Ich freue mich auf den weiteren Austausch mit Euch und wünsche Euch allen ganz viel Kraft und Zuversicht für die Therapie und die Zeit danach.


    Liebe Grüße

    Katharina

    Hallo in die Runde,


    ich habe am Donnerstag den Port rechts unterm Schlüsselbein implantiert bekommen. Man, war das unangenehm, aber ich habe es ganz gut überstanden. Jedoch fühlt sich meine rechte Schulter und der Oberarm immer noch so an, als wäre ein Bagger drüber gefahren, total verspannt und jede Bewegung führt zu ziehenden und stechenden Schmerzen. War das bei Euch ähnlich? Habt ihr Bewegungstipps o.ä. was dagegen helfen könnte?


    Liebe Grüße

    Katha

    Hanka

    Die einseitige Mastektomie mit Silikoneinlage und Lymphknotenentfernung hat bei mir 1,5 h gedauert. Ich war total vor den Kopf gestoßen, als mir gesagt wurde, dass ich die Mastektomie brauche. Ich wollte eigentlich kein Implantat, weil die Vorstellung eines Fremdkörpers im Körper mir sehr missfällt, aber meine Ärzte haben mich dann doch überzeugt und man kann das Implantat ja auch immer noch austauschen. Muss man ja gegebenenfalls auch, wenn der Körper dagegen rebelliert. Nach der Chemo brauche ich auch noch Bestrahlung, auch der Brustwand, das steigert natürlich das Risiko einer Kapselfibrose...

    Bei mir ist es jetzt gerade andersherum wie bei dir. Die OP war am 30.8. und als nächstes steht die Chemo an. Ich will schon auch baldmöglichst damit starten aber auch keine Wundheilungsstörungen riskieren. Da sagt auch jeder was anderes, wie lange man nach der OP warten sollte. Ich werde wohl aber auch meinem Arzt vertrauen, der mindestens 4 Wochen sagte.

    Hallo Hanka ,


    ich bin auch ein riesen Achterbahnfan und mein Operateur hat mir gesagt, dass ich mindestens 2 Monate nach der OP damit pausieren muss. Meine Mastektomie links mit Silikonimplantateinlage und Entfernung von 9 Lymphknoten war am 30.8, Das ist nicht einmal drei Wochen her. Seit ca. einer Woche betätige ich mich wieder regelmäßig sportlich in Form von Walking und Fahrradergometer. (Hab dafür auch das Go von meinem Arzt bekommen) Ich bin auch schon so Fahrrad gefahren, wobei ich das im Nachhinein bereut habe, da vermutlich durch die Erschütterungen, die sich nicht komplett vermeiden lassen, wieder Schmerzen aufgetreten sind. Ich mache jeden Tag brav meine Physio-Übungen und versuche eigentlich so alltäglich wie möglich zu leben. Subjektiv fühle ich mich wenig eingeschränkt derzeit, ich bin aber auch krank geschrieben und kann im Endeffekt tun, worauf ich Lust habe, und das versuche ich so gut es geht zu genießen und Kraft zu tanken bis in wenigen Wochen die Chemo beginnt.


    Liebe Grüße,

    Katha