Beiträge von nadja

    Liebe Gaby27 ,


    eine Krebsdiagnose ist immer schlimm, aber vielleicht kann ich Dich ein wenig beruhigen. Weißer Hautkrebs streut so gut wie nie. Er wird operiert und damit ist die Behandlung abgeschlossen. Und auch ein Melanom im Frühstadium hat eine äußerst gute Prognose. Weißt Du denn schon, wie das weitere Vorgehen ist? Ich bin fast sicher, dass es weniger einschneidend sein wird als die Gebärmutterkrebstherapie. In jedem Fall wünsche ich Dir, dass Deine Angst weniger wird, und alles Gute!


    nadja

    Liebe Lottchen 79 ,


    ich bin auch ein wenig sprachlos, wie schlecht Du informiert wirst. Ich selbst war heute auch zur Befundbesprechung – ich habe wie Du eine Läsion mit unklarem biologischen Potential, bei mir ist es eine Flache epitheliale Atypie (FEA) – und die Ärztin hat mir den Befund, die Einschätzung der Tumorkonferenz und das weitere Vorgehen genau erklärt. Bei mir ist eine brusterhaltende OP mit einer Nacht im Krankenhaus geplant. Zum Autofahren kann ich nichts sagen, da würde ich auch einfach noch einmal im Brustzentrum anrufen. Du hast Anspruch auf angemessene Information, fordere sie freundlich, aber bestimmt.


    Alles Gute für Dich!


    nadja

    Liebe Lottchen 79,


    ich bin in einer ähnlichen Situation. Nach Mikrokalk in der Brust habe ich eine Vakuumbiopsie erhalten und nun auch das Ergebnis noch gutartiger, aber atypischer Zellen. Mir wurde erklärt und ich habe es in den Leitlinien entsprechend nachgelesen, dass diese Zellen mit bösartigen Befunden (DCIS, Karzinom) assoziiert oder Vorläufer davon sein können. Da bei einer Biopsie selten das komplette Areal entfernt wird, wird daher die Operation empfohlen, um sicher zu gehen, dass wirklich nichts Bösartiges vorliegt bzw. es dann gleich entfernt zu haben. Es ist leider so, dass das nun alles und nichts sein kann. Man weiß es erst, wenn das operativ entfernte Gewebe pathologisch untersucht worden ist.


    Da Deine Verkalkung nicht allzu groß war, wird die OP voraussichtlich kein schwerer Eingriff werden und die Chancen stehen gut, dass der Befund auch so bleibt, wie er ist.


    Ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen, und wünsche Dir alles Gute!


    nadja

    Liebe Sonnenblume4444,


    ich verstehe die vielen Fragen. Ich bin an einer Uni-Klinik, meine OP wurde an einer zweiten großen Hautklinik gemacht. Ich habe also mehrere Meinungen gehört, die im Wesentlichen aber gleich waren. Bei der aktuellen Diagnose würde ich an eurer Stelle die offenen Fragen noch einmal mit dem Hautarzt besprechen. Dass der auch den Nachschnitt macht, ist durchaus üblich, auch das sonstige Vorgehen entspricht den Leitlinien. Doch wenn es euch keine Ruhe lässt, schaut doch einmal, ob die nächste Uni-Hautklinik eine offene Sprechstunde hat und lasst euch dort beraten.


    Auch mir wurden nebenbei in der Zwischenzeit noch einige weitere Muttermale entfernt und alle waren gutartig.


    Liebe Grüße

    nadja

    Liebe Sonnenblume4444,


    mir wurde die Wächterlymphknotenentnahme empfohlen und mit dem Nachschnitt stationär durchgeführt. Den Nachschnitt allein auch stationär zu machen, ist in der Tat ungewöhnlich. Nun klingt es aber fast so, als hätte euer Hautarzt Belegbetten im Krankenhaus, vielleicht muss es dann so gemacht werden. Im Zweifelsfall fragt doch direkt beim Krankenhaus einmal nach, um euch zu vergewissern.


    Außer der regelmäßigen Nachsorge muss ich heute keine weitere Therapie machen. Das ist eine vergleichsweise komfortable Situation. Trotzdem ist alles noch sehr nah und zeitweise auch belastend für mich, das will ich nicht leugnen. Allerdings haben mir praktisch alle behandelnden Ärztinnen und Ärzte von Anfang an viel Mut gemacht und das gibt mir schon Zuversicht.


    In die Sonne gehe ich mit ordentlich Sonnenschutz und nicht am Mittag. Beim Baden liege ich ohnehin lieber im Schatten. Leider hatte ich als Kind ein paar schlimme Sonnenbrände, aber eine Ärztin meinte, auch das erklärt das Melanom nicht allein. Die Sonne komplett zu meiden, hat mir nie irgendjemand empfohlen. Ich denke, man muss einfach verantwortungsvoll sein.


    Es tut mir sehr leid zu lesen, dass Du selbst eine Betroffene bist. Umso wichtiger ist, dass Dein Mann zuversichtlich bleibt, und es sieht wirklich gut für ihn aus!


    Viele liebe Grüße an euch beide

    nadja

    Hallo Sonnenblume4444,


    Dein Mann hat in der Tat eine sehr gute Prognose und das weitere Vorgehen ist leitliniengerecht. Wächterlymphknoten werden erst ab einer Tumordicke von 1,0 mm entnommen oder bei weiteren Risikofaktoren wie etwa einer Ulzeration. Auch daran siehst Du, dass die Prognose günstig ist. Ich weiß natürlich, dass die Diagnose ein Schock ist, trotzdem seid zuversichtlich.


    Der Nachschnitt wird in der Regel von einem Chirurgen gemacht (daher das Krankenhaus), ich hatte das Glück, an einen Arzt zu geraten, der beides war, Hautarzt und Chirurg. Ist der Nachschnitt sauber, muss Dein Mann nur eine regelmäßige Nachsorge machen. Das ist der wahrscheinlichste Fall.


    Der Tumormarker kann bestimmt werden, gilt bei dünnen Melanomen allerdings nicht als sehr aussagekräftig. Er wird vor allem in höheren Stadien gebraucht, um den Erfolg einer Therapie zu kontrollieren. Bei einem Tumor wie bei Deinem Mann wird eine Bestimmung meines Wissens nicht empfohlen.


    Bitte macht euch nicht verrückt und wartet den Nachschnitt ab. Wenn ihr Fragen habt, wird hier im Forum immer der Krebsinformationsdienst empfohlen. Mir hat es auch geholfen, die Leitlinien durchzulesen. Einfach googeln, aber darauf achten, dass es die neuesten sind (Stand müsste Oktober 2019 sein).


    Euer Arzt hat euch richtig beraten. Ich drücke die Daumen.


    Viele Grüße

    nadja

    Liebe Smartysun11,


    nein, eine mögliche Lymphknotenentnahme in der kompletten Region wurde bei mir nicht angesprochen. Meine OP erfolgte allerdings auch in Lokalanästhesie, da wäre das wohl ohnehin zu heftig. Wenn Du wissen möchtest, ob es üblich ist, kannst Du vielleicht einmal den Krebsinformationsdienst anrufen. Leider sind die meisten anderen Melanom-Patientinnen kaum oder gar nicht mehr im Forum aktiv, ihre Erfahrungen wären bei solchen Fragen wirklich interessant.


    Vielleicht noch zu Deiner Beruhigung: Mir wurde mit den Sentinels auch ein weiteres Muttermal entfernt. Es war dysplastisch, aber noch vollkommen gutartig. Ich weiß, hier im Forum gibt es ein paar Frauen mit mehreren Melanomen, aber so häufig ist das nicht.


    Für nächste Woche wünsche ich Dir alles erdenklich Gute! Wenn Du nach der OP einen Sandsack bekommst, leg ihn gleich auf die Leiste. Ich habe das irgendwie nicht richtig mitgekriegt und dann gleich ein hübsches Serom bekommen (das sich nach zwei Monaten aber glücklicherweise von selbst wieder aufgelöst hat).


    Ich hoffe, Du kannst am Wochenende etwas abschalten.


    Liebe Grüße

    nadja

    Liebe Smartysun11,


    schön, wenn Du Dich ein wenig ablenken und vielleicht sogar entspannen konntest. Ich bin auch zwei Monate zur Physiotherapie gegangen, nachdem das Gröbste überstanden war. Inzwischen brauche ich es nicht mehr. Es geht mir mal so, mal so. Oft ist es gut und ich denke gar nicht mehr an den Krebs. Aber man wird dünnhäutig durch so eine Diagnose. Wenn die Narbe schmerzt oder der Marker höher als beim letzten Mal ausfällt, verunsichert mich das sehr. Andererseits haben mir zwei Ärztinnen unabhängig voneinander erzählt, es gebe eine Studie, wonach Menschen, die ein Melanom überstanden haben, weniger depressiv sind als der Durchschnitt der Bevölkerung. Das spornt mich an, da auch eines Tages dazuzugehören.


    Auf mein Ergebnis habe ich genau vierzehn Tage gewartet. Ich hatte einen Termin zur Befundbesprechung vereinbart. Telefonisch hätte ich vielleicht ein paar Tage früher Bescheid bekommen, aber mir war es lieber hinzugehen.


    Alles Gute für heute

    nadja

    Die Mitoserate kam in meinem Befund nicht vor. Sie wird in der neuesten Tumorklassifikation aber auch nicht mehr als Kriterium herangezogen. Eine Ulzeration hatte ich nicht. Sie stellt in der Tat ein etwas höheres Risiko dar. Entscheidend ist aber zunächst die Tumordicke und die ist bei Dir mit 0,9 mm immer noch dünn. Sei zuversichtlich.

    Liebe Smartysun11,


    was Du zur Zeit durchmachen musst, habe ich letztes Jahr erlebt. Vielleicht beruhigt Dich zu lesen, dass bei mir beide entnommenen Lymphknoten frei waren und meine behandelnden Ärzte alle von einem sehr geringen Risiko ausgehen, dass noch einmal etwas nachkommt. Bei einer Einstufung in das Tumorstadium IB würde Deine Nachsorge im Abstand von drei Monaten stattfinden, bei IA alle sechs Monate, da die Wahrscheinlichkeit von Metastasen in diesem Fall statistisch noch geringer ist. Mir hat es seinerzeit geholfen, die ausführlichen Leitlinien nachzulesen, in denen auch die zugrundeliegenden Studiendaten mitveröffentlicht sind. Das hat meine Panik zumindest phasenweise doch relativiert. Ich wünsche Dir sehr, dass Dein Befund ebenfalls negativ ist und Du keine weitere Therapie brauchst.


    Liebe Grüße

    nadja

    Mir geht es auch so wie vielen von euch. Ich gelte als krebsfrei, fühle mich aber oft noch krank, bin verkrampft und habe Angst, mich zu freuen oder unbeschwert zu sein. Die Diagnose ist immer wieder sehr präsent für mich und der erste Nachsorgetermin im Februar macht mir jetzt schon ein mulmiges Gefühl. Ich habe mit einer Psychiaterin gesprochen. Sie meinte, es könne eine Anpassungsstörung sein, doch ich möchte keine Medikamente nehmen und gehe jetzt in unregelmäßigen Abständen zur sozialpsychologischen Beratung. Mir hilft es, über meine Gefühle zu sprechen. Die Angst geht dadurch nicht weg, aber sie lässt sich relativieren, und ich glaube, das ist das, was wir alle lernen müssen: den Krebs nicht übermächtig werden zu lassen, sondern ihm etwas entgegenzusetzen. Ich weiß natürlich, dass ich es mit meiner Prognose da vergleichsweise einfach habe, doch ich bin sicher, dass jede etwas auf der Habenseite hat: Familie, Freunde, Talente, Erfahrungen, die sie weitergeben kann. Wenn man aber das Gefühl hat, die Krankheit selbst nicht bewältigen zu können, finde ich es auch wichtig, eine geeignete Therapie zu finden. Bei uns hilft die sozialpsychologische Beratung auch dabei. Wer sich also nicht sicher ist und eine Beratungsstelle in der Nähe hat, kann meiner Erfahrung nach sehr davon profitieren.


    Liebe Grüße und einen guten Start ins neue Jahr!

    Liebe Marge,


    vielleicht kann ich Dich ein wenig beruhigen. Der Nachschnitt ist beim Melanom Standard, und wenn kein Wächterlymphknoten bei Dir entnommen werden soll, ist Dein Melanom sicher noch dünn. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass mit der OP alles für Dich ausgestanden ist. Du wirst zur Sicherheit eine regelmäßige Nachsorge haben, die vor allem darauf zielt, ein mögliches Zweitmelanom frühzeitig zu erkennen. Nimm diese Termine ernst, dann sieht es sehr gut für Dich aus.


    Viele liebe Grüße und einen guten Start ins neue Jahr

    nadja

    Liebe Evelyn,


    ich habe mich sehr gefreut von Dir zu lesen, dass die Therapie gut anschlägt und Du wieder arbeiten gehen kannst. Ich denke, es ist wichtig, ein Stück Normalität zurückzubekommen, und ich wünsche Dir dafür viel Kraft und alles Gute!


    Liebe Grüße

    nadja

    Liebe Danka,


    ich schließe mich Kylie an und wünsche Dir von ganzem Herzen einen raschen Therapieerfolg! Du hast mir sehr geholfen, als ich neu im Forum war. Nun möchte ich Dir ganz viel Kraft und Mut zusprechen. Meine Daumen sind gedrückt!


    Viele Grüße

    nadja

    Meine Lymphknoten sind frei, auch der Nachschnitt ist o.B. und das Muttermal am Fuß war nur leicht dysplastisch. Ich bin also fürs Erste durch, fertig mit der Welt, aber auch wahnsinnig erleichtert. Nun muss ich noch mein Serom auskurieren, aber das ist eigentlich nicht der Rede wert.


    Ich wünsche euch allen von Herzen nur gute Befunde und erfolgreiche Therapien.


    Liebe Grüße von einer erschöpften

    nadja

    Ihr Lieben,


    meine Beule ist ein Serom. Jetzt sitze ich hier mit einem Sandsack auf der Leiste. Das Wichtigste aber: Nachschnitt und Lymphknoten weisen keine bösartigen Zellen auf! Ich bin so erleichtert, aber auch ganz schön fertig mit den Nerven.


    Danke für eure Antworten und ich wünsche euch ganz fest, dass ihr auch positive Ergebnisse bekommt.


    Liebe Grüße

    nadja

    Liebes Forum,


    ich komme gerade von der Befundbesprechung Nachschnitt/Wächterlymphknoten. Alles o.B. Und das Muttermal am Fuß ist auch nichts. Habe das Gefühl, haarscharf an einer Katastrophe vorbeigeschrammt zu sein. Bin fix und alle, aber auch sehr, sehr erleichtert. Danke fürs Daumendrücken!!! Ich drücke weiter für alle, die es gebrauchen können.


    Liebe Grüße

    nadja