Beiträge von Oda61

    Liebe 18-09-Sonnenschein und Calimero1965, danke, dass ihr mir geantwortet habt und danke für die Umarmung. Mich hat auch noch gerade in dieser Zeit eine "Freundin" einfach fallen gelassen. Ich war wohl nicht mehr unternehmungslustig genug. Sie hat eine bessere Freundin gefunden. Was mich aber wirklich stört, ist, dass ich wohl im Zuge des Hormonentzugs dieses Problem mit dem Alleinleben entwickelt habe und gleichzeitig dazu neige, mich zu verkriechen und oft antriebslos bin. Dir, liebe Calimero1965 scheint es ja ähnlich zu gehen. Hast du auch luminal A? Dann haben wir eine gute Prognose. Das ist tröstlich. Aber die Prognose für die Seele ist glaube ich, nicht so gut. Ich werde weiter an mir arbeiten. Der Verlust der Brust ist auch nicht ganz einfach. Ich war mit meiner Brust immer sehr zufrieden. Und nun ist eine Seite ein volles D und eine flach. Zu einem Aufbau kann ich mich nicht durchringen. Es wären mehrere OPs nötig mit Angleichung der gesunden Seite. Ich wünsche dir und den anderen, die trotz Brustkrebs "light" weiter leiden, alles Gute und dass die Zeit noch vieles heilt.

    Ich möchte heute dieses Thema noch mal aufnehmen, weil ich mich darin wiederfinden. Tumor sehr groß, deshalb Mastektomie. Aber 100% Östrogen, 90% Progesteron. KI67 8% Nach OP Bestrahlung aufgrund der Tumor Größe. Keine Chemo. Anastrozol für 5 Jahre. Einen Monat nach Einnahmebeginn begann der Horror mit Bluthochdruck, Angst, Unruhe, Schlaflosigkeit, Gedanken, nicht mehr leben zu wollen. Dann lese ich hier im Forum die schlimmen Diagnosen anderer und schäme mich schrecklich. Ich lebe allein, war schon vor der Diagnose geschieden. Ich kam damit immer gut klar. Hab meine Tochter mit Familie im Ort. Plötzlich fühle ich mich einsam. Es ist nichts mehr wie vorher. Antidepressiva nehm ich zwei, gehe auch zur Psychotherapie. Ich komm nicht raus aus dem Loch. Und genau wie andere es hier beschrieben haben, macht mich jedes Signal, was mein Körper sendet, panisch.

    AHT absetzen trau ich mich nicht. Was soll ich machen?

    Danke Vael, ich werde mir in dieser Richtung mal Gedanken machen. Es ist schon verrückt, dass ich während der krassen Zeit der Krebs Diagnose und Therapie psychisch stabil war und ca. 4 Wochen nach AHT Beginn wurde es richtig schlimm. Ich habe generell viel Probleme mit Entzündungen, da ich viele Allergien habe. Das macht die Sache nicht einfacher. Ich könnte vom Aromatasehemmer auf Tamoxifen wechseln. Aber da bin ich sehr skeptisch.

    Liebe destiny86, du bist im Alter meiner Tochter aber ich habe genau Die gleichen Probleme wie du. Auch mein Tumor war über 7 cm groß, allerdings ohne Lymphknoten Befall. Vor der Antihormontherapie war ich psychisch stabil. Davor hatte ich auch schwere Probleme, hab nahezu das gesamte Spektrum Antidepressiva ausprobiert. Ich nehme die Antihormone schon bald 2 Jahre. Dazu zwei Antidepressiva, die kaum helfen. Aber ich traue mich nicht, die AHT abzusetzen, da es einfach keine Alternative gibt. Es geht mir wirklich nicht gut. Meine Frauenärztin denkt an einen Präparatwechsel, was aber sicher nichts bringt. Mir fehlen die Hormone. Ich hab früher welche eingenommen, damit es mir besser geht. Solltest du auf eine Alternative zur AHT stoßen, würde ich mich freuen, von dir zu hören. Liebe Grüße und Alles Gute

    Liebe Amy48, du hast aber auch echt was auszustehen durch das Anastrozol. Hoffentlich hast du wenigstens wirkliche Vorteile in Bezug auf den Krebs. Am Anfang hätte ich das Anastrozol am liebsten abgesetzt. Aber das trau ich mich dann doch nicht. Ich hab noch bis Oktober Zeit zum Überlegen, ob ich Tamoxifen versuche. Wäre das keine Option für dich?

    Hallo schwarzwaldrose und die anderen Anastrozol Mädels, ich nehme Anastrozol seit Oktober 2019. Mein Tumor war 100% östrogenabhängig und fast 8 cm groß. Laut dem predict Test erhöht das Medikament die Überlebensrate bei mir um 6%. Ich habe keine Schmerzen dadurch aber schlimme psychische Symptome (unbestimmte Angst, Antriebslosigkeit, Depressionen) Auch die Einnahme von zwei Antidepressiva hilft kaum. Ich könnte nach 2 Jahren auf Tamoxifen wechseln, denke aber, da wird es nicht besser, weil ja der Hormonentzug für die Symptome verantwortlich ist. Gibt es vielleicht jemanden der von einem Aromatasehemmer auf Tamoxifen gewechselt hat?

    Hallo smilla  Ghetta  Razshara  charlotte2020 , ich habe nun schon lange nicht mehr hier geschrieben aber ich lese oft mit. Nun ist meine OP schon 1,5 Jahre her und dieser zermürbende Schmerz ist weg. Der Arm ist oft sehr dick wegen der 14 entfernten Lymphknoten. Das Taubheit gefühl und ein Spannungs- bzw. Druckgefühl unter der Achsel ist mir geblieben. Ich trage ab und an einen Kompressionsstrumpf am Arm aber täglich tue ich mir das nicht an. Ich bin gerade umgezogen und hab dem Arm wohl doch zuviel zugemutet. Ich hab vom Anostrozol weiter schlimme Hitzewellen und psychisch viel mit Unruhe und Angst zu kämpfen. Das ist momentan meine größte Baustelle. Aber die Schmerzen sind weg und somit habe ich kein Mastektomie Syndrom. Ich denke, gerade bei entfernten Lymphknoten und Bestrahlung braucht man ca. 1 Jahr Geduld. Ich habe nun auch die richtigen Spezial BHs gefunden, bestelle ich im Internet und habe eine Light und eine schwere Prothese, die ich im Wechsel benutze.

    Liebe Grüße von Oda

    Hallo an alle AH- Einnehmerinnen ich bin sonst eher Stille Mitleserin im Forum, möchte aber nach 16 Monaten Anastrozol doch mal meine Erfahrungen schildern. Ich hatte und habe einiges an Nebenwirkungen :

    Blutdruck Erhöhung, unreine Haut, Schmerzen im Rücken, psychische Probleme (Angststörung, die ich vorher nicht hatte mit innerer Unruhe), Haarausfall, Erschöpfung, Einschlafstörung. Das alles beeinträchtigt die Lebensqualität sehr, aber absetzen ist auch keine Option. Von Herstellerwechsel hält meine Gyn gar nichts. Ich habe auch Exemestan ausprobiert. Davon war mir aber dauerübel und ich hab es wieder gelassen. Ich könnte auch auf Tamoxifen wechseln. Gibt es vielleicht jemanden, der einen Wechsel von Aromatasehemmer auf Tamoxifen gemacht hat? Ich denke, die Nebenwirkungen gibt's bei beiden.

    Hallo an alle,

    ich habe ab morgen auch für 5 Wochen Exemestan bekommen statt Anastrozol. Ich leide unter völliger Schlaflosigkeit, viel zu hohem Blutdruck und schlechtem Sehen. Schmerzen habe ich keine. Wenn ich Exemestan nicht vertrage, bekomme ich Tamoxifen.. Das soll laut meiner Frauenärztin verträglicher sein. Ich versuche hier jetzt alles, was ich darf. So kann das nicht bleiben. Ich stehe komplett neben mir. Und das nun 5 Jahre. Allen eine Gute Nacht.

    Hallo liebe Elfriede,

    Ich finde die Nebenwirkungen auch hart. Ich bin nun echt von Schlafmittel abhängig. Trotzdem ich die einnehmen, schlafe ich oft erst ein, wenn es draußen hell wird. Zudem habe ich viel Kopfschmerzen, was ich vorher gar nicht kannte. Hitzewellen hab ich auch wieder aber das halte ich aus. Hast du mal an einen Wechsel des Präparate gedacht? Also Letrozol oder Exemestan. Ich glaube aber, das würde sicher nichts ändern, weil die Nebenwirkungen die gleichen sein werden. Ich weiß noch nicht, wie ich 5 Jahre mit dieser extremen Schlaflosigkeit leben soll.

    Liebe Grüße von Oda

    Hallo an alle Antihormon geplagten,

    ich nehme seit Oktober 2019 Anastrozol. Ich vertrage es nach anfänglichen Problemen einigermaßen gut. Aber ich leide zunehmend unter absoluter Schlaflosigkeit und schlechtem Sehen. Gibt es hier jemanden, der auch diese Symptome hat? Schlaf- und Beruhigungsmittel sind doch keine Dauerlösung. Eine neue stärkere Brille habe ich auch bekommen, Augenarzt Termin ist Mitte Juli.

    Liebe Sibylla,

    auch ich hatte im Oktober vergangenen Jahres linksseitig eine Mastektomie. Mein Tumor war 7,8 cm groß. Aber es war von den entnommenen 14 Lymphknoten keiner befallen, ansonsten ki67: 8%, G2, ER 100%, PR 90%, HER2neu negativ. Es war also ein sehr großer aber nicht so aggressiver Tumor. Trotz Mastektomie wurde mir die Bestrahlung empfohlen. Ich wollte das erst nicht, aber im Nachhinein bin ich froh, alles getan zu haben, was möglich ist. Ich hatte 25 Bestrahlungen, auch über Weihnachten. Ich nehme auch die Antihormone für mindestens 5 Jahre, was ich zwischendurch am liebsten abgebrochen hätte wegen der Nebenwirkungen. Aber diese sind weniger geworden. Sicher wird man die Situation mit deinem Herz sorgfältig berücksichtigen. Ich wünsche dir alles Gute. Du schaffst das.

    Liebe@Mäusel,

    danke für deinen lieben Zuspruch. Es ist schön, dass es dir heute wieder besser geht. Ich bin mit meinen Medikamenten erst gut klar gekommen, bis das Anastrozol dazu kam. Das macht mir auch weiter schwer zu schaffen. Ich hatte viele unschöne Ereignisse in meinem Leben und eine familiäre Veranlagung was Depris betrifft. Meine Mutti war schwer betroffen und hat sich letztlich das Leben genommen. Ich muss da irgendwie durch. Zoladex muss ich mal googeln. Das kenne ich gar nicht. Momentan gehe ich öfter zu meiner Therapeutin und hoffe, wieder zur Ruhe zu kommen. Krebs, Mastektomie und Antihormontherapie steckt man eben doch nicht so weg.

    Ganz liebe Grüße und auch von mir ein Drückerchen. :hug:

    Vielen Dank an euch alle, dass ihr mir trotz Pfingsten geantwortet habt. Ich nehme Anastrozol. Gegen die Depris Milnaneurax, Trazodon, Bromazepam, Zolpidem.

    Mehr geht ja nicht mehr. Vitamin D, K2, Calcium wegen der Osteoporosegefahr auch. Zusätzlich Selen, Folsäure, Magnesium, B- Komplex, Ingwer Kapseln, Blutdrucksenker, Betablocker. Ich bin ein wandelnder Pillen Schrank. Ich mach jeden Tag Übungen, weil es vor allem unter der Achsel nach der Mastektomie immer noch weh tut. Auch tut die Prothese auf der Narbe weh. Hab mir eine Akupressurmatte gekauft, weil die für vieles gut sein soll. Mehr fällt mir wirklich nicht mehr ein, was ich tun könnte. Anastrozol absetzen wäre in meinem Fall sicher nicht angezeigt. 5 Jahre machen mir dennoch echt Angst.

    Euch liebe Grüße und einen schönen Pfingstmontag

    Hallo, ich möchte mich hier auch mal melden, da es mir momentan psychisch so schlecht geht, wie lange nicht mehr. Ich bin eigentlich mehr der Stille Mitleser und bewundere alle Frauen, die hier trotz großer eigener Probleme anderen so viel Mut machen. Ich hab die Krebstherapie, Mastektomie und Bestrahlung schon 7 Monate hinter mir und das psychisch gut verkraftet. Depressionen habe ich schon ewig, fast alle Antidepressiva durch. Ich nehme zwei Antidepressiva täglich und bei Bedarf ein Benzo und Schlaftabletten. Mit der Antihormontherapie geht's mir nun wieder richtig schlecht. Eigentlich habe ich fast alle gängigen Antidepressiva durch. Psychotherapie hab ich seit 2018 durchgängig. Ich überlege, in die Klinik zu gehen. Mein Tumor war fast 8 cm groß, G2, Östrogen Rezeptor 100%, KI 67 8%, HER2 neu negativ. 14 krebsfreie Lymphknoten. Ich hab das Gefühl, die Antihormontherapie trägt eher zu meinem Ende bei als der Krebs. Ich weiß nicht, was ich noch machen soll. Schlafen ohne Pillen geht gar nicht mehr. Innere Unruhe, Angst, Anspannung fressen mich auf. Vorher kam ich durch die Medis ganz gut klar. Was kann ich nur tun? Allen hier noch Schöne Pfingsten!

    Hallo, ich habe einen GdB von 80 bei einem T3 Tumor nach Mastektomie zugesprochen bekommen. Weiß jemand, ob man nach einer Mastektomie einen GdB von 30 für immer zuerkannt bekommt? Ich habe zusätzlich noch 50 wegen chronischen Depressionen und würde gern zwei Jahre eher in Rente gehen.

    Vielen Dank für die vielen Meinungen! Auf die einzelnen Hinweise schaue ich später noch mal genau und melde mich bei einigen noch mal per PN. Ich würde die nunmehr noch 4,5 Jahre Anastrozol gern noch durchhalten aber bin manchmal sehr verzweifelt.

    Liebe Grüße an alle hier 🌼🌺