Beiträge von BrienneVonTarth

    Also ich habe nichts gemerkt. Rein gar nichts. Aber weil in meiner Familie ziemlich viele Krebsdiagnosen vorkamen, habe ich immer schon vermutet, dass es mich wohl irgendwann auch trifft, aber meine größte Angst hatte ich vor Darmkrebs, weil es sowohl mütterlicherseits, wie auch väterlicherseits Fälle gab. Ich dachte jedoch, dass das noch mindestens 20 Jahre Zeit hat. Nun war es Brustkrebs mit 29.

    Ich war gerade dabei meine Masterarbeit zu planen und wollte sie eigentlich schon anmelden(Ich studiere neben dem Beruf). Außerdem haben mein Partner und ich beschlossen während der Masterarbeit mit der Kinderplanung zu beginnen, dauert ja oft auch etwas, bis es klappt. Und ich war für meine Verhältnisse echt sportlich unterwegs und arbeitete langsam auf meinen ersten Halbmarathon hin. Ich erfreute mich bester Gesundheit und war nur sehr selten krank. Und dann kam der große Knall, der alle Pläne über den Haufen geworfen hat.

    Wenn ich heute darüber nachdenke, wäre mein Gewichtsverlust evtl. ein Zeichen gewesen, aber das habe ich darauf geschoben, dass ich, wie gesagt, mehr Sport trieb und versuchte mich gesünder zu ernähren. Man wird wohl nie erfahren, was letztendlich der Grund war. Vielleicht auch etwas von beidem.


    Ich find's gut, dass ich nichts geahnt habe und würde es immer wieder so machen!

    Hummel82

    Ich würde dir auch davon abraten nach der OP selbst zu fahren. Zumindest wenn es so eine lange Strecke ist. Der Körper ist einfach erschöpft und da kann es sein, dass man nicht aufmerksam genug sein kann. Natürlich kann es gut gehen, aber das Risiko würde ich nicht eingehen.

    Ich bin montags operiert worden und donnerstags entlassen. Am Freitag bin ich dann zum Gyn gefahren, wegen meiner AU und hab in der Stadt noch ein paar Dinge erledigt. Habe dafür extra das Auto meines Partners genommen, weil der Automatik hat und man so die meiste Zeit mit nur einer Hand fahren kann, aber beim kurbeln mit beiden Armen in engen Kurven war es dann doch sehr unangenehm. In der Stadt bin ich dann auch mit üblichem, schnellen Schritt rumgelaufen und dann wurde mir schwindelig und ich musste mich hinsetzen. Daran habe ich gesehen, dass man doch nicht unterschätzen darf, dass der Körper doch sehr geschwächt ist. Vorher dachte ich noch "Ich hab ja nichts an den Beinen, da kann ich doch wie immer durch die Stadt flitzen", von wegen..


    Ich wünsche dir alles Gute für deine OP :)

    Wow, so viele Antworten :)

    Bei den meisten scheint es ja besser gelöst zu sein. Mit einem Paravent. So wie in meinem Brustzentrum.

    Ich glaube ich kombiniere einige Tipps.

    Wenn die Brust und die vaginale Untersuchung zusammen anstehen ziehe ich einen Rock und Strickjacke an. Dann kann das benötigte freigelegt und bei anderen Untersuchungen bedeckt werden.
    Zum Glück sind die Räumlichkeiten das einzig negative an meinem Gyn. Ansonsten ist er immer sehr genau, erklärt alles gut und nimmt sich Zeit..

    Er lobt mich auch sehr oft, wie gut ich das alles doch mache, die ganzen Termine regle und so :D

    Habt ein schönes Wochenende :)

    Hallo Hanka ,


    das ist ja interessant. Aber find ich eigentlich auch sehr gut. So kennt sich jeder Arzt in seinem Gebiet auch richtig gut aus (beschreibst du ja auch so).

    Also machst du dich bei dem einen Termin vorher in der Kabine obenrum frei und bei dem anderen entsprechend untenrum und gehst so ins Behandlungszimmer?

    Hallo ihr Lieben,


    ich wusste nicht so genau, wo es am besten hinpasst, aber ich glaube dies und das ist schon ganz gut, weil es kein dringendes Problem ist, aber ich frage mich, wie andere Frauen das machen.

    Meine Frage finden vielleicht manche etwas doof, dann bitte einfach ignorieren. Ich weiß auch, dass es wichtigeres gibt :D

    Was zieht ihr bei der Nachsorge nach Brustkrebs bei eurem Frauenarzt/Frauenärztin an?


    Bei meiner ersten Nachsorge habe ich alles, bis auf mein Tshirt ausgezogen, weil da auch die Kontrolle der Scheide mitgemacht wurde.

    Beim zweiten Termin habe ich dann praktisch nur meinen BH ausgezogen. Hose blieb an und Tshirt habe ich bei der Untersuchung hochgezogen.

    Beim dritten und bisher letzten Mal hatte ich ein enges Tshirt an, sodass ich mir dachte, dass das blöd ist zum hochziehen beim abtasten und Lunge abhören und so. Daher bin ich dann oben ohne ins Behandlungszimmer. Aber ich bin mir halt unsicher, ob das vielleicht unüblich ist. Zumal ich ja dann auch komplett nackt sein müsste, wenn die Scheide mit kontrolliert wird..

    Daher würde mich schon interessieren, wie andere das machen oder es arbeitet sogar jemand beim Gynäkologen?


    Bei der Kontrolle in meinem Brustzentrum ist das irgendwie besser. Da ist ein Vorhang im Behandlungsraum und dann sagt mir die Ärztin, dass ich mich dahinter frei machen soll.


    Ich wünsche allen, die das hier lesen ein schönes Wochenede


    schöne Grüße

    Brienne

    Hallo ihr lieben, starken Frauen,


    gestern vor einem Jahr bin ich meinen Untermieter losgeworden und wollte dies zum Anlass nehmen euch zu berichten, wie es mir inzwischen geht. Ich dachte mir auch, dass ich regelmäßig ein Update gebe, um anderen zu zeigen, dass das Leben nach der Diagnose Brustkrebs wieder (auf eine wundervolle Art) normal sein kann. Dies möchte ich tun, weil ich während meiner Bestrahlung eine Phase hatte, in der es mir psychisch beschissen ging, ich einfach nur weglaufen wollte und Angst hatte, dass das jetzt für immer so bleibt. Vorweg ein kleiner Spoiler: es bleibt nicht so!

    Am 11.11.2019 hatte ich meine BET und einerseits finde ich krass, dass es schon ein Jahr her ist und gleichzeitig seltsam, dass es erst ein Jahr ist. Einerseits erinnere ich mich an den Tag viel besser als an andere Tage, als wäre es erst gestern gewesen. Andererseits ist seit dem so viel passiert, dass man kaum glauben kann, dass das alles in ein Jahr passt!

    Vor zwei Wochen hatte ich meine erste Mammographie nach der Therapie und es war alles pico bello :)

    Mein Leben hat wieder Fahrt aufgenommen. Ich schreibe endlich meine Masterarbeit und kann den Lockdown somit voll gut nutzen. Ich mache mich auch nicht mehr so verrückt, wie früher und genieße öfter den Moment.


    Also an alle Frauen, die gerade noch am Anfang stehen: In einem Jahr kann es schon wieder ganz anders aussehen und mein Plan ist, dass "mein" Thread hier immer weiter wächst und ich euch mitteilen kann, wie ich vielleicht heirate, eine Familie gründe, auf Reisen gehe, Oma werde und eigentlich ein ganz normales, wundervolles Leben führe!


    Ich sende hiermit ein Kraftpaket an alle, die gerade eins brauchen. Habe aktuell mehr als genug davon übrig :)


    Schöne Grüße und bis bald <3

    Brienne

    Auch von mir vielen Dank für deine Erklärung liebe Philosophin. Evtl. hatte ich es auch falsch im Kopf, weil mir damals echt viel erklärt wurde und konnte mich nur noch an: Keine Chemo = kein GnrH-Analoga erinnern.

    Hallo Gina-Ho ,


    ich hatte ebenfalls einen hormonpositiven Tumor, wurde operiert und bestrahlt. Obwohl mein Knoten maximale Hormonrezeptoren hatte (ER und PR 12/12) sagte mir ein Onkologe, bei dem ich mir eine zweite Meinung bzgl. Chemoindikation eingeholt habe, dass die neusten Studien ergeben haben, dass GnrH-Analoga, die einen in die Wechseljahre versetzen, nur in Verbindung mit einer Chemo viel bringen und dass diese an seinem Standort daher nur empfohlen werden, wenn eben eine Chemo gemacht wurde.

    Daher kann ich mir gut vorstellen, dass bei der leichten Hormonabhängigkeit deines Tumors die Empfehlungen erst recht gegen GnrH-Analoga sprechen. Aber da ich keine Ärztin bin, solltest du da auf jeden Fall nochmal nachharken. Ich hoffe aber, dass ich dich bis zu deinem Termin etwas beruhigen konnte und dass du nicht zu wenig machst :)


    Schöne Grüße

    Brienne

    Hallo Liebe Donauente ,


    deine Entscheidung war wohl überlegt und wird damit auch die richtige für dich sein!

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit und einen guten Verlauf der Chemo mit so wenig Nebenwirkungen, wie möglich!


    Schöne Grüße

    Liebe Donauente ,

    vor einer ähnlichen Entscheidung stand ich Anfang des Jahres auch und ich habe ihr den Namen "schwerste Entscheidung meines Lebens" gegeben. So blöd das klingt, ich bin froh, dass ich dieses Kapitel abgeschlossen habe und verstehe, wie du dich fühlst.. Ich wusste bis dahin nicht, dass man sich so fühlen kann und schicke dir daher erstmal ganz viel Kraft!

    Ob du eine Chemo machen solltest oder nicht, kann dir leider keiner sagen. Hier gibt es kein richtig oder falsch.

    Ich habe damals (mir kommt es schon ewig her vor, wie in einem anderen Leben) mit sehr vielen Menschen gesprochen, mir eine zweite Meinung in einer Uni-Klinik geholt und viele Gedankenexperimente gemacht. Einige Menschen haben gesagt "mach es" und andere "mache es nicht". Am Ende dachte ich mir "wenn es sowieso kein richtig oder falsch gibt, kann ich ja auch ne Münze werfen" aber dann hatte ich die Sorge, dass die Münze auf der Seite "Chemo machen" landet und somit wusste ich ja eigentlich, was ich wollte.

    Die erste Zeit nach der Entscheidung habe ich mich noch gefragt, ob es denn die richtige war. Heute bin ich mir sicher, dass ich das richtige getan habe und ich auch bei einem Rezidiv dazu stehen würde. Was sich natürlich einfach sagen lässt, aber der Plan ist sowieso, dass es nicht eintritt ;-).

    Die Entscheidung kann die wie gesagt keiner Abnehmen. Ich würde dir raten dich mit Menschen, denen du vertraust, auszutauschen und evtl. noch ne zweite Meinung einholst.

    Du wirst auf jeden Fall das richtige machen!

    Alles Gute

    Brienne

    Liebe AnnaMaus84 ,


    Ich möchte dir einfach danken! Du hast mir die richtigen Worte zum richtigen Moment zukommen lassen.

    Natürlich fänd ich es ebenfalls schade, wenn du gehst, aber ich würde es verstehen!

    So oder so wünsche ich dir alles Gute und viel Kraft!


    Liebe Grüße

    Brienne

    Dax

    Ich kann dich verstehen.. ich mag keine Nadeln und als ich die Zoladex-Spritze das erste mal gesehen habe, wäre ich am liebsten aufgesprungen.

    Ich hab sie inzwischen 3 mal bekommen und es sieht wirklich viel schlimmer aus, als es ist. Zwei mal tat es gar nicht weh und beim dritten Mal schon etwas. Da war wohl ne Ader oder sowas.. aber selbst das war voll ok!

    Wenn ich das schaffe, schaffst du das auch :)

    Du brauchst wirklich keine Angst haben!

    Lg

    Brienne

    Hallo Ilmomari ,


    ich habe zwar an keiner Studie teilgenommen und somit auch kein Tamoxifen vor der OP genommen, aber mein Oncotype Test hat ähnliche Ergebnisse, wie bei dir ergeben (Score von 13, Fernrezidivrisiko von 4% und Gewinn von <1%). Meine Ärztin hat aber damals zu mir gesagt, dass sie mir dennoch eine Chemo empfehlen würde, weil ich noch sehr jung (30) und der Tumor recht groß (T2 2,4cm) gewesen sei. Da ich auch gegen die Chemo war, ich aber die Empfehlung der Ärztin nicht einfach ignorieren wollte, habe ich mir eine Zweitmeinung eingeholt. Diese hat ganz klar gesagt, dass bei dem Oncotype-Ergebnis keine Indikation für eine Chemo vorliegt.

    Daher würde ich dir ebenfalls raten eine zweite Meinung einzuholen.

    Bei mir folgte dann die Bestrahlung und nun bekomme ich alle 3 Monate die Zoladex-Spritze, die die Eierstöcke lahm legt und Tamoxifen. Wobei mir der Arzt bei der Zweitmeinung auch gesagt hat, dass man Zoladex wohl bei ihm in der Klinik nicht mehr gibt, wenn man keine Chemo hatte. Studien haben wohl dass es in Kombi mit Chemo mehr bringt, aber mein Frauenarzt hat mir die Wahl gelassen und ich wollte das dann doch mitnehmen, wenn ich mich schon gegen die Chemo entschieden habe.

    Ich denke mir auch immer, dass in keinem Oncotype-Test die persönliche Lebensweise eingerechnet ist. Daher sehe ich meinen Sport und meine relativ gesunde Ernährung als "meine persönliche Chemo".

    Ich hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen


    Schöne Grüße

    Brienne

    Liebe Bali29 ,

    Auch mir tut es sehr leid. Ich hatte gehofft, dass dir das erspart bleibt.

    Ich kenne das auch, dass alles am Anfang sehr viel und kompliziert ist. Erst jetzt weiß ich, wie viel ich damals nicht wusste. Viele Fragen kamen erst im Laufe der Zeit. Aber du bist hier ja schon in sehr guten Händen und ich könnte auch nur wiederholen, was meine Vorschreiberinnen schon geschrieben haben.

    Ich möchte dich nun ebenfalls virtuell in den Arm nehmen! Brustkrebs ist heutzutage ziemlich gut erforscht und gut behandelbar! Du schaffst das!

    Wir sind für dich da :)


    Schöne Grüße

    Brienne

    Hallo AnnemarieWZ ,


    da ich ein unglaublicher Schisser bin und mich bei jeder Kleinigkeit ziemlich anstelle, will ich dir auch meine Erfahrung kurz schildern.

    Spaß macht eine Stanzbiopsie auf jeden Fall nicht und es fühlte sich bei mir auch recht unangenehm an, da will ich dich echt nicht belügen. Es war aber definitiv gut auszuhalten, viel weniger schmerzhaft, als eine Betäubungsspritze beim Zahnarzt und es ist auch schnell geschafft. Wenn ich das gut geschafft habe, dann schaffst du das locker!

    Auch ich möchte dir nochmal den Tipp geben nicht zu googeln und nur auf vertrauenswürdige und aktuelle Seiten zu lesen. Ich bin auch so ein Mensch, der immer ALLES wissen will und jede Information aufsaugt. Aber veraltete oder falsche Infos machen einem oft unnötig Angst.


    Ich wünsche dir morgen eine gute Stanze (keine Ahnung, wie ich mich ausdrücken soll :D), werde dann deinen Bericht lesen und auch schon mal ein gutes Untersuchungsergebnis!


    Schöne Grüße

    Brienne

    Liebe Bali29 ,


    ich kann sehr gut verstehen, dass du nach Geschichten suchst, die gut ausgegangen sind. Das Problem bei diesem Forum ist halt, dass Frauen, die nur mal einen kurzen Verdacht hatten und es sich dann doch als harmlos herausstellte, nicht lange hier aktiv sind und sich schnell wieder anderen Themen zuwenden. Was natürlich auch mehr als nachvollziehbar ist.

    Diese Frauen lesen deinen Post nur leider nicht und können dir damit auch keinen Mut machen. Aber es gibt sie und ich hoffe für dich, dass du auch eine von ihnen wirst und du in ein paar Wochen gar nicht mehr an uns denkst!

    Ich kann dir sagen, dass meine Cousine auch einen verdächtigen Knoten hatte und dass dann doch alles gut war! Welchen BIRADS sie hatte weiß ich jedoch nicht.

    Ich drücke dir ganz fest die Daumen.


    Schöne Grüße

    Brienne