Beiträge von Tiane

    Zum Thema Vergleich: Ich fand diese eiskalten Füße so schrecklich, dass ich jedes Mal überlegt habe, nur einen Fuß zu kühlen, um zu sehen, ob es überhaupt einen Unterschied bringt. Aber dann hatte ich doch zu viel Angst, dass sich am ungekühlten Fuß vielleicht irreparable Schäden einstellen, und hab dann tapfer mit zwei kalten Füßen durchgelitten.

    Zum Glück haben sich die neuropathischen Beschwerden, die trotzdem auftraten, ein viertel Jahr nach Chemoende weitgehend wieder gelegt.

    Die Hände hab ich nie gekühlt, das hab ich einfach nicht ertragen. Taubheit und Kribbeln hatten sich dann auch nach 1/4 Jahr gebessert, sind jetzt unter Capecitabin aber schlimmer als je zuvor.

    Teafriend , meinst Du sowas wie Milien? Die vermehren sich bei mir wie nichts Gutes, und ich warte sehnsüchtig auf das Ende der Therapie (und hoffe, dass dann auch die Coronakrise vorbei ist, Anfang August), damit ich mir dann eine gute Kosmetikerin suchen kann.

    Ich hatte an meiner Perücke im Nacken so einen Klebepunkt, dadurch saß sie immer gut. Aber dann hab ich mir abends beim Absetzen immer die frisch gewachsenen Haare an dieser Stelle ausgerissen, was irre weh tat. Und ohne Kleben rutschte sie auf den neuen Haaren immer ab und ich hatte eine sehr niedrige Stirn . . . ?(. Also ich kann sie nicht mehr tragen und ich mag auch nicht mehr :(. Nur wirklich Mützenwetter ist ja auch nicht mehr, da muss ich denn durch 8).

    Liebe Ilas5 , es soll nur gekühlt werden während die Infusion läuft, evtl. schon ein paar Minuten vorher anfangen, aber danach nicht mehr. Ein bis zwei Stunden Eisfüße fand ich auch immer schon schlimm genug... Alles Gute für Deine Mutter!

    Razshara , Deine positive Haltung ist richtig ansteckend! Ich freu mich über jeden Fortschritt, den Du berichtest - und ich bin sicher Du kriegst einen neuen Job, wenn die Coronakrise vorbei ist. Nach Leuten mit Deinem Kampfgeist müsste sich jeder Arbeitgeber reißen!

    Liebe Grüße von Tiane.

    Hanka , versuchen würde ich es auf jeden Fall mit der Be.. Salbe. Und dann gibt es in der Apotheke ein öliges Mittel das heißt Neo Bal..., das wirkt fantastisch bei Schrunden, wäre auch einen Versuch wert. Ursprünglich ist das ein Waffenöl, in der Apotheke natürlich in der hochgereinigten Form. Ich kenne es von einem Bekannten, der mal in einer Waffenfabrik gearbeitet hat.


    Pit70 , Quarkwickel sind immer dann toll, wenn etwas heiß und entzündet ist. Weil das so ein Schweinkram ist, hab ich (bei Wickeln an der Hand) den Quark auf ein Baumwolltuch gegeben und dann die Pfote mit Frischhaltefolie umwickelt. Der billigste Magerquark tut es.


    Kerstin B. , Du bist ja jetzt in der Pausenwoche - haben sich Deine Füße erholt? Ich wünsch es Dir.


    Ich bin jetzt im dritten Zyklus. Meine Fußsohlen sind knallrot, aber die Haut ist (noch) heil und es tut nicht weh. Morgens als erstes und abends als letztes schmier ich dick mit Urea 10%,

    Meine Finger sind an den Spitzen fast taub, zeitweise kribbeln sie wie verrückt. Da hilft nur Rubbeln und Reiben und Kneten ein bisschen. Und die Haut ist knochentrocken. Auch ohne zwischendurch die Hände zu waschen, muss ich sie dauernd einschmieren. Ich nehm abwechselnd Urea 10% und die Creme mit der norwegischen Formel. Hält aber beides maximal zwei Stunden vor.

    Die Kopfschmerzen treten etwa eine halbe Stunde nach Tabletteneinnahme auf, zeigen sich von Ibu unbeeindruckt und hören dann so nach etwa 5 - 6 Stunden wieder auf. Die Hälfte der Zeit hab ich also Ruhe.

    Blutentnahme ist erst am 20. April wieder vorgesehen.

    Chemolocken gehen angeblich meistens so ein Jahr nach dem Start des Wachstums wieder weg, können aber auch bleiben.

    Na, das kann ja heiter werden! Im Moment kringeln sich meine Haare platt am Kopf wie bei einem Persianerlamm, nur nicht so dicht. Und durch das Kringeln nimmt scheinbar auch die Länge kaum zu. Dafür sprießen überall wieder so grauweiße Flaumhärchen und bohren sich durch die Locken und stehen senkrecht vom Kopf ab :huh:. Und das noch ein Jahr ? ! ?

    Hallo Caro1710 ! Das ist ganz unterschiedlich und kommt wohl ganz darauf an, wie Deine Haare vor der Chemo waren.

    Ich selbst hab die ersten Haare erst ein viertel Jahr nach Chemoende bekommen (hatte auch 4x EC und dann Pacli+Carbo) und "richtig" sind sie immer noch nicht. Eher so ein feines Fellchen. Allerdings hatte ich immer sehr feine Haare.

    Bei uns im BZ hab ich aber auch Frauen getroffen, die nach der 7. oder 8. Pacli noch einmal rasiert haben, weil ihnen der strubbelige Wildwuchs nicht gefallen hatte und die am Ende der Chemo schon wieder ohne Tuch oder Perücke gehen konnten. Ich drück Dir also die Daumen!

    Ich hab das Gefühl, jetzt unter Capecitabin machen die Haare erstmal wieder eine Wachstumspause. Ich seh immer noch so aus wie am Ende der Bestrahlung, kaum länger, nur dass die Haare am Oberkopf jetzt anfangen sich zu kringeln...:|

    Gestern waren wir im Sportheim zum Essen, wo wir ganz viele Bekannte getroffen haben - und ich ohne Perücke! Die einzige Reaktion war: Du hast die Haare ja jetzt kurz! Und meine Antwort: Ja, und das Blonde ist auch weg, musste einfach sein... Und gut war's. Hat keiner gesagt, was ist denn mit deinen Haaren los oder so. War das herrlich! Darum bin ich auch heute "oben ohne" draußen gewesen, wir haben bei schönstem Sonnenschein an einem kleinen Hafen gesessen, gegrillte Garnelen gegessen und das Leben genossen. Und keiner hat komisch geguckt.

    Das heißt, die Perücke wird jetzt eingemottet! Sie hat mir sehr gute Dienste geleistet, aber jetzt kann sie in Rente. Es lebe mein Zwergotterfell!

    Komme gerade von der Augenärztin. Sie hat eine Glaskörpertrübung festgestellt und eine kleine Einblutung. Also erstmal Entwarnung. Aber in knapp drei Wochen muss ich zur Kontrolle, "nicht dass ich da noch was Doofes übersehe" (O-Ton der Ärztin). Also nochmal abwarten. Es geht mir aber deutlich besser. Wenn man schon zwei Dinge sieht, wird sich ja wohl nicht noch ein drittes dahinter verstecken.

    Liebe yyulia , ich drück Dir ganz doll die Daumen, dass dieses blöde Virus Dir nicht doller zu schaffen macht und Du schnell wieder gesund wirst.

    Und allen andern - und ganz besonders den Müttern hier - wünsche ich sehr, dass sie verschont bleiben (ich mir natürlich auch). Hygiene und Abstand, mehr können wir ja nicht tun. Leute, die es wissen müssen sagen ja, die Ausbreitung wird erst zum Stillstand kommen, wenn 60-70% der Bevölkerung infiziert sind...

    Kerstin B. , ich bleibe bei 2x1000, weil ich ja dabei schon die verstärkten Sensibilitätsstörungen in den Händen habe. Mein Onkologe schwört, das sei eine wirksame Dosis. Hab also gestern schon wieder angefangen.


    Willst Du jetzt schon die Haare färben? Da kriegt der Friseur ja noch Finderlohn :D! Aber ich versteh Dich. Ich komm mir auch so fremd vor mit dem dunklen Fell. Andererseits hatte ich auf graue Haare gehofft und wollte dann nicht mehr blondieren. Ich warte mal noch ein Weilchen.

    Hallo liebe Caro1710 ! Gut, dass Du das Konzert für Dich schon gecancelled hattest. Leider gehört die Chemo mit Pacli auch zu den immununterdrückenden Therapien. Ich musste nach der 2. Infusion jede Woche 1 -2x Neup*gen spritzen, weil die Leucos (und vor allem die Neutros) tief im Keller waren. Also Menschenmengen möglichst meiden und Abstand halte zu allem was schnieft.


    Ich drück Dir die Daumen, dass das Konzert nachgeholt wird!

    Mareeni , Tiscali , Britt und lissie , ich danke Euch für Eure beruhigenden Worte. Ja, Tiscali, ich denke auch an eine Einblutung, weil das Ganze zwar mehr geworden ist, sich in Form und Lage aber nicht verändert. Aber so logische Erklärungen hatten mein Mann und ich seinerzeit auch gefunden. Andererseits sag ich mir auch, gleich zweimal so eine seltene Art der Metastasierung ist doch zu unwahrscheinlich. Aber ob man Angst hat oder nicht, lässt sich halt nicht so rational entscheiden.

    Zum Glück nur noch zwei Tage...

    Hallo Ihr Lieben!

    Ich hab mir immer gesagt, ich hab keine Angst vor Metastasen, ich krieg keine, ich gehöre zu denen, die den Krebs auf Dauer verabschieden. Es hat mir zwar etwas den Boden unter den Füßen weggezogen, dass am Ende der Chemo noch 1.4 cm Tumor übrig waren, aber die OP war im Gesunden, und jetzt zieh ich die Capecitabin-Behandlung durch und gut.

    Und nun hab ich seit Tagen (oder 2 Wochen?) Sehstörungen. Das heißt, da ist etwas am rechte Auge, so wie diese Mouches volantes, die man ja ab und zu sieht - aber es bleibt, es ist immer da, bei jeder Augenbewegung, und jetzt seht ich es sogar schon beim Lesen.

    Und es bringt mich um den Verstand.

    Mein erster Mann hatte Darmkrebs, ihm ging es nach Radiochemotherapie und OP richtig gut, wir waren nach drei Jahren schon sicher, er hätte es geschafft - und dann konnte er plötzlich das Zifferblatt von der Uhr nicht mehr erkennen. Es war eine Aderhautmetastase und der Anfang von Ende. Trotz neuer Chemo ist der Krebs bei ihm dann explodiert, es blieb kein halbes Jahr mehr.

    Ich sag mir, das war anders. Und Freitag hab ich einen Termin beim Augenarzt, dann wird sich alles in Wohlgefallen auflösen.

    Aber ich kann nicht verhindern, dass ich hier sitze und es mir den Hals zuschnürt. Dass mir die Hände zittern und ich immer wieder gegen Tränen kämpfe.

    Und ich muss zugeben, dass mich die nackte Angst fest im Griff hat. Zum Glück hab ich den schnellen Termin gekriegt. Die Praxis kenne ich zwar noch nicht, aber bei meinem Augenarzt hätte ich bis Ende März (!) warten müssen, da wär ich durchgedreht.

    Drüber sprechen kann ich noch nicht, darum bin ich froh, hier schreiben zu können, froh, dass es dieses Forum gibt...