Beiträge von Tiane

    Hallo Ihr Guten, vielleicht könnt Ihr mir auch irgendwie weiterhelfen, ich bin auch total verwirrt und verunsichert.


    Ich hatte bei der OP noch einen Resttumor von 14 mm ohne Regressionszeichen, immer noch Ki67 60%, Sinn 0. Der Tumor war doch aber vor der Chemo viel größer, hatte doch angesprochen. Und jetzt heißt es kein Ansprechen? Und ich soll trotzdem noch Xeloda kriegen - wenn er doch gar nicht anspricht?

    Bei der OP waren die Schnittränder frei, der Herr Professor sagt, ich sei jetzt gesund. Sein Gebiet sei aber die Operation und die sei sehr gut gelaufen, mit den andern Sachen kennen sich seine Leute viel besser aus...


    Macht diese Tablettenchemo jetzt überhaupt Sinn? Bestrahlung findet sowieso vorher statt. Irgendwie bin ich so mutlos zur Zeit - bis zu der Besprechung hab ich immer gesagt ich schaff das. Jetzt hab ich oft wieder ganz dunkle Gedanken, was die Zukunft angeht. Alles Mist.

    Liebe Mel78 , herzlich willkommen hier. Es tut mir leid, dass du dich gerade jetzt zu Weihnachten mit so viel Unsicherheit plagen musst...

    Leider muss ich sagen, es gibt so abgegrenzte Tumore, meiner war an der Oberseite ganz glatt und rundlich. Aber mir wurde gesagt, so einen Tumor hat nur eine von hundert Frauen mit Brustkrebs. Da ist das bei dir doch eher unwahrscheinlich, und dann gleich mehrere von der Art?


    Versuch, dich abzulenken - und denk immer dran: Selbst wenn es bösartig sein sollte, die Behandlungsmöglichkeiten sind heute richtig gut! Meine Daumen sind aber ganz doll gedrückt, dass der Pathologe ganz bald Entwarnung geben kann.


    Liebe Grüße von Tiane.

    Hallo liebe TanjaJ1972 , vielen Dank für deinen Link zu diesem Interview!

    Nachdem ich mich hier durch diesen Thread gelesen und dann das Interview gesehen habe, geht es mir jetzt schon wieder etwas besser. Gestern hatte ich nämlich meine Befundbesprechung nach der OP und da wurde mir auch diese Zusatzrunde mit der Tabletten-Chemo ans Herz gelegt, weil ich nicht nur keine PCR hatte, sondern der Resttumor auch noch doppelt so groß war wie nach dem Ultraschall erwartet. Das hatte mich ziemlich runtergezogen, weil ich mit beidem nicht gerechnet hatte. Und weil ich mich auch ein wenig alleingelassen gefühlt hatte, sollte ich doch selber klären, wo ich das mit dem Xeloda mache (und dann auch, wo ich die Bestrahlung machen lasse und wie das laufen soll, der Arzt fühlte sich nur für die gelungene OP zuständig...)

    Heute sehe ich etwas klarer, Danke auch an dieses Forum!

    Liebe Kerstin B. ,


    mach Dich nicht verrückt. Dein Tumor ist nicht so groß, und er ist doch unter der Chemo noch kleiner geworden, obwohl Dein Ki67 eher niedrig war! Und im Januar kommt er raus, und bis dahin kannst Du Dich erholen, das ist auch gut.

    Die eine Chemo weniger macht bestimmt keinen so großen Unterschied. Ich wünschte, ich hätte auch ein oder zwei Taxol/Carbo weniger gehabt, die NW haben sich zum Schluss wirklich addiert.


    Sei gut zu Dir selbst, genieß so weit wie möglich die Feiertage mit Deinen Lieben, und Anfang des Jahres wird der unerwünschte Untermieter gnadenlos vor die Tür gesetzt.


    Liebe Grüße von Tiane.

    Ich gratuliere allen, die diese Woche eine gute Nachricht erhalten haben - und drücke weiter die Daumen für alle, die noch bangen und zittern


    UND ICH SCHICKE EIN DICKES DANKESCHÖN AN ALLE DIE AUCH MIR DIE DAUMEN GEDRÜCKT UND AUFGEPASST HABEN !


    Ich hab heute den erlösenden Anruf der Klinik bekommen: DER KREBS IST RAUS ! ! !

    Die Schnittränder sind rundherum sauber. Alles weitere erfahre ich bei der Nachuntersuchung am 19., aber die wichtigste Nachricht war die heute. Ich bin sozusagen krebsfrei! Kann das noch gar nicht fassen, soviel Angst wie ich hatte...

    Es gibt Tage, da heult man auch mal vor Freude und Erleichterung.

    Ich habe gerade einen Anruf von der Klinik bekommen: DER KREBS IST RAUS ! Die Schnittränder von der OP sind sauber. Ich bin noch völlig fertig...

    Es gibt Tage, da kann ich vor Angst kaum geradeaus denken. Und dann sieht man im Fernsehen Idioten, die auf höchsten Gebäuden rumturnen, wohl wissend, das der kleinste Fehltritt den sicheren Tod bedeutet und sehen darin ein Abenteuer, holen sich ihren Kick. Meinen Kick können die gern haben!

    Hallo Hanka ,


    ich freu mich für dich! Keine Bestrahlung, keine Fahrerei im Winter, und die Aussicht auf die Reha im Sommer... Da schaffst du die Tablettenchemo ja hoffentlich mit links. Ich gratulier dir und drück die Daumen, dass es so gut weiter geht.

    Hallo lobelie , mach dich nicht verrückt. Wahrscheinlich brauchst du jetzt eher einen Orthopäden als einen Onkologen, da könnte was blockiert sein. Aber der Besuch beim Onkologen kann ja auch erstmal beruhigen.

    LG Tiane.

    Hallo Tolea , ich hoffe, das gibt sich bald wieder und du kannst wieder trinken. Bis dahin aber erstmal keine Panik! Du kannst dir auch mit jeder Art von Suppe Flüssigkeit zuführen. Oder Eis lutschen. Es gibt so Wassereis für Kinder, oder Fruchteis am Stiel. Und dann natürlich Obst. Gerade Mandarinen haben viel Saft. Und Gurken. Also, das Krankenhaus ist noch weit weg... Wenn du dir selbst vorm Spiegel die Zunge rausstreckst und die dann trocken aussieht, dann wird es ernst.

    Die Frage, ob Stress, Kummer und ungünstige Lebensumstände verantwortlich sind für das Entstehen und Ausbrechen einer Krebserkrankung, haben wir bis zum Abwinken besprochen, als mein erster Mann an Darmkrebs erkrankt ist. Er konnte es nicht fassen, dass die Krankheit ihn ausgerechnet in der glücklichsten Phase seines Lebend heimgesucht hatte. Und dann, als es ihm nach OP, Chemo und Bestrahlung wieder richtig gut ging, er die allerbesten Laborwerte hatte und sich richtig wohl fühlte, explodierte diese hinterhältige Krankheit plötzlich, es waren plötzlich überall Metastasen, die definitiv auf keiner Aufnahme vorher zu sehen waren, und keiner konnte ihm mehr helfen - ihm blieb nur noch ein Vierteljahr.

    Das einzige, was uns getröstet hat damals, war, dass wir das Leben nie verschoben hatten. Nie gesagt haben, wenn...dann. Wir hatten nichts zu bereuen, was wir versäumt hatten. Und so hab ich mein Leben dann auch allein gelebt, und es hat sich nicht geändert, als ich meinen jetzigen Mann traf. Und ich muss mir absolut keine Gedanken machen, womit ich meine Krankheit jetzt wohl verschuldet habe. Hab ich nämlich nicht. Krebs ist einfach nur Pech und das Leben ist nicht fair.


    Wenn jede achte Frau irgendwann Brustkrebs kriegt, dann muss ich mich nicht fragen, warum ich? sondern eher warum nicht ich?

    Hallo Kerstin B. und Biggi58 !


    Ich hatte auch diese Spritzen - und die haben mir mehr ausgemacht als die ganze Chemo. Am Tag nach der Spritze war ich gar nicht zu gebrauchen, hatte Übelkeit, Schwäche, alles war zu anstrengend, und ich war extrem dünnhäutig, irgendwie weinerlich. Aber ohne die Spritze waren die Leucos und vor allen die Neutros absolut im Keller.

    Das dünnhäutige ist mir allerdings geblieben... Jetzt ist die letzte Chemo 2 Wochen her, aber die Schmerzen in den Füßen sind geblieben und die Finger werden eher tauber. Trägt auch nicht gerade zu ausgelassener Stimmung bei.

    Seid so gut wie möglich zu Euch selbst, damit Ihr gut durch diese Zeit kommt!


    Liebe Grüße von Tiane.

    Biggi58 , bei Deinem Satz über das Denken musste ich herzhaft lachen und alles war wieder gut. Danke Dir! Ja, irgendwie scheidet so eine Krankheit die Spreu vom Weizen, und aufräumen wie im Kleiderschrank wäre keine schlechte Idee...