Beiträge von Daria

    Ein nächtliches Hallo in die Runde,


    wie auch bei Dorca und einigen anderen, ist die PNP bei mir selbst ein Jahr nach der Chemo nicht weg, sondern eher noch schlimmer geworden.


    Im Sommer hatte ich den Eindruck es sei besser geworden und die PNP verflüchtigt sich so langsam. Das war aber ein Trugschlusses und wohl dem Umstand geschuldet, dass ich nur in irgendwelchen Sommerlatschen, also offenen Schuhen (Pantoletten, Sandalen, Zehentreter) unterwegs war und meine Füße nicht eingeengt wurden.


    Allerdings hatte ich im Sommer und jetzt auch ein paar unschöne Empfindungsstörungen in den Händen (z. B. beim Schwimmen das Gefühl, mich tief in alle Fingerkuppen geschnitten zu haben - es war aber NICHTS).


    Als ich anfing wieder geschlossene Schuhe zu tragen, war alles wie vor dem Sommer oder schlechter.


    Ich mache alles, was man mir empfiehlt (barfuß laufen, Fussreflexzonenmassage, Igelball rollen, warme und kalte Fußbäder und, und, und... ) und da es trotzdem nicht besser wird, versuche ich die PNP zu negieren bzw. damit zu leben.


    Hagebuttenpulver nehme ich auch nahezu täglich (vergesse es manchmal Selen, Vitamin D, K2, B6, B12 einzunehmen...). Da das Pulver gut in Joghurt schmeckt und auch ansonsten gute Eigenschaften hat (Schmerzlinderung bei Arthrose, Stärkung der Immunität u.a.) verzichte ich nicht darauf, auch wenn es primär keine Besserung der PNP gebracht hat.


    An manchen Tagen ist es schlimmer, an anderen wieder besser.


    Habt Ihr das auch, dass sich die Empfindungen so ändern ?


    Ich habe den Eindruck, dass das Schuhwerk eine große Rolle spielt. In Turnschuhen geht es, da habe ich eher nur ein Taubheitsgefühl oder das Gefühl, die Einlegesohle sei vollkommen zerknüllest. Aber wenn ich mal Pumps trage, ist es nach kurzer Zeit recht schmerzhaft...


    Ein bisschen wehmütig schau ich schon meine Schuhparade im Schuhschrank an...


    Na ja, egal. Damit komme ich klar, denn ansonsten geht es mir recht gut. Ein Zucken bzw. schmerzhaftes Ziehen in Herznähe, das immer mal wieder autritt, will ich jetzt bei einem Internisten abklären lassen.


    Und die Hitzewallungen und Schlaflosigkeit sind eben auch nun mal da. Letzteren will ich jetzt mit Baldriantropfen beikommen....


    Hat jemand Probleme damit, dass die Haare sehr dünn und an manchen Stellen etwas kahler werden nachdem sie nach totalem Haarverlust durch die Chemo endlich wieder gewachsen waren und eine Frisur auf dem Kopf ist ?


    Ansonsten bin ich recht zufrieden. Mein Prof. (Gyn.Onkologe) hat mir im Rahmen der letzten Nachsorge noch einmal klargemacht, dass mein Körper, Organismus sehr, sehr, sehr viel im Lauf des letzten Jahres zu bewältigen hatte. Ich bin dankbar, dass es mir trotz alledem so gut geht. Ich bin recht fit und keine 20, 30, 40 mehr und der 50. liegt nun auch schon ein paar Jährchen zurück... Und es gibt Gleichaltrige, denen es auch ohne irgendeine schwere Erkrankung körperlich wesentlich schlechter geht als mir.


    Alles Gute Euch allen, Daria.

    Nicole1989

    Okay, das hört sich gut an. Fühle mich gerade insbesondere psychisch total gegen die Wand gefahren🙊Plus Hitzewallungen plus Schlafstörungen👍🥺

    Hallo Summerinthecity und Nicole1989 ,


    ich wünsche Euch Besserung durch bzw. mit den Hormonen.


    Die Hitzewallungen sind ziemlich doof und am liebsten würde ich dann an die frische Luft rennen. (Die Maskenplicht macht alles noch schlimmer.) Aber am meisten macht mir die Schlaflosigkeit zu schaffen. Selbst wenn ich rechtzeitig zu Bett gehe und einschlafe, wache ich dann nachts immer wieder auf und fühle mich putzmunter. Am nächsten Morgen bin ich dann wie gerädert, total k.o. und komme nicht auf die Beine.... Da ich wieder arbeiten gehen werde, muss ich irgendwie eine Lösung für mich finden und hoffe, dass die BaldriantropFen bzw. das Spray bald eine positive Wirkung zeigen....


    Liebe Grüße, Daria

    Liebe Wyogirl ,


    schau mal, Hortensie hat vor 13 Jahren die Diagnos Eierstockkrebs FIGO IV erhalten und jetzt geht es ihr trotz Rezidiv gut. Das ist doch einfach wunderschön und vielleicht hilft es Dir, optimistisch zu sein.


    Liebe GrÜße, Daria

    Liebe starlightmemory Anja,


    versuch bitte Deine Angst zu überwinden, ja, das sagt sich leicht. Versuch es trotzdem.


    Warum ? Ganz einfach: Angst ist ein sehr, sehr schlechter Berater. Angst kann uns regelrecht auffressen, und wenn ich mich von Angst hätte leiten lassen, würde es mir heute bei Weitem nicht so gut gehen, wie es mir geht. Versuch positiv zu sein und wenn Du Dir bzw. Ihr Euch ein Kind wünscht, dann versucht Eure Wünsche Wirklichkeit werden zu lassen und denkt nicht immer an die Angst und daran, was wäre wenn....


    Glaub mir, Du wirst Dich viel besser fühlen, wenn Du versuchst der Angst in Deinem Leben so wenig wie möglich Platz einzuräumen. (Denn dann ist Platz für ganz, ganz viel Schönes.)


    Herzliche Grüße, Daria.

    Liebe Summerinthecity ,


    bei mir sind die Schlafstörungen jetzt auch extrem, Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen inclusive. Letzteres kann ich hinnehmen, die Schlaflosigkeit aber nicht.


    Mein gyn. Onkologe hat mir Baldrian als Dragees oder Spray empfohlen. Das will ich jetzt mal ausprobieren.


    Eine Hormonersatztherapie habe ich nie in Erwägung gezogen, da Hormone nach der Erkrankung tabu sind.


    LG Daria

    Liebe KarAch ,


    herzlich Willkommen im Forum, auch wenn ich Dir lieber anderenorts begegnet wäre.


    Es ist doch sehr schön, das von 65 Lymphknoten nicht einer betroffen ist. Da brauchst Du vielleicht weder Chemotherapie noch Bestrahlung. Das wäre zu wünschen, denn beide Therapien sind anstrengend, aber machbar.


    Inzwischen hattest Du ja Deinen Termin und weisst, wie es weitergeht.


    Hier kannst Du jedenfalls alle Fragen, Sorgen, Ängste loswerden.


    Liebe Grüße, Daria

    Ich habe durchweg sehr gute Erfahrungen in meiner Klinik gemacht. Die einzig schlechte Erfahrung habe ich mit einer ganz jungen Assistenzärztin beim CT gemacht, die ziemlich pampig war und mit zu viel Druck das Kontrastmittel eingegeben hat, so dass mir die Vene zerschossen wurde, und das an meinem 55. Geburtstag. Das war heftig, aber zum Glück ein Einzelfall und hatte ja nichts mit der Therapie oder direkt mit der Behandlung zu tun. Und angesichts dessen, was ich hier bei manchen von uns lese, bin ich voller Dankbarkeit und glücklich, dass das so ist. Ich habe mich immer gut beraten und aufgehoben gefühlt, auf all meine vielen, vielen Fragen habe ich immer ausführliche Antworten erhalten, selbst wenn die Ärzte unter enormen Zeitdruck standen und zwischen Therapiebesprechungen und OP hin- und hergesetzt sind. Auch was den ganzen Papierkram betrifft, den (m)eine private Krankenversicherung mit sich bringt, waren die Ärzte immer sehr hilfsbereit. Als meine KV eine Behandlung nicht zahlen wollte, hat mein Professor mir sogar eine medizinisch fundierte Begründung geschrieben, warum genau diese Behandlung erforderlich und sinnvoll ist. Ich bin wirklich sehr froh in so guten medizinischen Händen zu sein und wünsche dies allen anderen von ganzem Herzen.

    Liebe Sab333 ,


    ich kann gut nachvollziehen, dass Dich die finanzielle Last erdrückt, denn ich bin Freiberufler. Allerdings habe ich seit ich Krankentagegeld bekomme, weniger Druck. Wie Chrissitine schon schrieb, schließ eine Krankentagegeldversicherung ab bzw. erweitere die bestehende Krankenverischerung. Ich weiß allerdings nicht, wie das bei der Familienversicherung ist. Bei uns sind nur die Kinder bei meinem Mann familienversichert. Erkundige Dich diesbzgl. mal. Wenn Du eine Krankentagegeldversicherung hast, bist Du wenigstens für die Zukunft auf der besseren Seite. Mir hat es psychisch unwahrscheinlich geholfen zu wissen, dass ich jeden Monat mein Krankentagegeldversicherung bekomme. Ich hatte insofern sogar mehr finanzielle Sicherheit als zu Zeiten, in denen ich gearbeitet habe. Wir haben vier Kinder, ein Haus und da sind die monatlichen Kosten doch ziemlich hoch.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld für Deine weitere Behandlung !

    LG Daria

    Liebe Nelli66 und Chilli82 und Myrdhana ,

    Chilli82 , ja, das finde ich auch hochinteressant. Liegt vielleicht daran, dass die Gebärmutter selbst so ein abgeschlossener Beutel ist, quasi.

    ja, das ist die Gebärmutter. Oft ist es aber so, dass das Carzinom schon weiter fortgeschritten und auf den Gebärmutterhals übergegangen ist.


    Wie dem auch sei, ich würde den behandelnden Ärzten vertrauen. Und wie Summerinthecity auch schreibt, hängt vieles sowieso von den Erfahrungen des Operateurs ab.


    Tatsache ist aber, dass man nach einem Bauchschnitt nicht wieder so schnell fit ist. Jedenfalls habe ich diese Erfahrung bei meinen vielen OPs im gynäkologischen Bereich gemacht.


    Myrdhana , das ist ja richtig blöd, dass Du nun erst am Freitag den Arzttermin hast. Ich wünsche Dir Geduld und natürlich alles, alles Gute.


    Liebe Grüße, Daria.

    Hallo Primelchen ,


    da hast Du es jetzt gar nicht leicht. Lass Dich mal ganz fest drücken und in den Arm nehmen.


    Was hat man Dir in Essen denn vorgeschlagen, außer keine Bestrahlung bzw. worin besteht denn die Studie ? Studien sind ja nicht unbedingt verkehrt. Sie dienen ja eigentlich als nochmalige Bestätigung dessen, was man bereits weiß. Andererseits ist das Klinikum eine angesehene Einrichtung. Wie @Natticatt schon schrieb, wie wurde denn in Essen begründet, dass man nicht empfiehlt zu bestrahlen ?


    Es ist nicht leicht sich zu entscheiden.


    LG Daria.

    Hallo Gonzi ,


    Danke für das Kompliment. Das Foto ist ein Schnappschuss, entstanden vor zwei Wochen im hiesigen Dom während der Konfirmation unserer älteren Tochter.


    Also ich habe die Spülung benutzt, weil die Haare irgendwie immer so hart waren.... War also Zufall, dass die Locken sich nach deren Anwendung verflüchtigt haben.


    Bin übrigens auch wie Tiane so ca. 4 Monate nach der Chemo ohne Perücke unter die Leute gegangen. Da waren die Haare aber noch extrem kurz und Frisur konnte man eigentlich nicht dazu sagen.


    An den Persianerlocken bin ich wirklich fast verzweifelt. Vielleicht tröstet Dich das ein bischen, nach dem Motto: geteiltes Leid, ist halbes Leid.... ;-)


    LG Daria

    Liebe Gonzi ,


    also bei mir waren die Locken auf einmal nach dem Haarewaschen weg als ich das erste Mal nach dem Shampoo eine Spülung benutzt hatte. Das war Ende August.


    Soweit ich weiß, gehen bei allen früher oder später die Locken wieder weg, ich denke, je nachdem wie schnell oder langsam sich die Haarfollikel regeneriert haben.


    Liebe Grüße Daria

    Liebe 18-09-Sonnenschein ,


    vielen Dank für Dein Kompliment.


    Bei mir war die letzte Chemo am 25.10.2019 und angefangen zu wachsen haben die Haare irgendwann im Dezember, das war aber wirklich kaum zu sehen. Es dauerte länger, als ich dachte und als ich dann wieder Haare hatte, waren es lauter Kringellocken, mit denen ich insofern große Probleme hatte, weil ich doof aussah und die Haare nicht glatt zu kriegen waren... Irgendwann waren die Locken nach der Haarwäsche weg.


    Jetzt bin ich richtig glücklich mit den Haaren, lasse sie einfach vor sich hin wachsen, war noch nicht zum Haareschneiden, habe mir lediglich einmal Mitte Juli ein paar blonde Strähnchen machen lassen. Ich bin wirklich richtig glücklich mit den Haaren und gefalle mir auch selbst.


    Du brauchst also etwas Geduld. Vielleicht wachsen sie ja bei Dir auch eher und schneller. Ich drücke Dir jedenfalls die Daumen.


    Liebe Grüße, Daria.

    Hallo Myrdhana ,


    bei mir war zwar eine Konisation geplant, aber als man während des Eingriffs sah, wie groß der Tumor ist, wurde sie gar nicht durchgeführt. Ich hatte dann die radikale Hysterektomie mit Lymphknotenentfernung danach die Chemo und zum Schluss noch 30 x die Bestrahlung.


    Frag doch am Mittwoch noch einmal wegen der Bestrahlung nach, denn wie hier schon geschrieben wurde, erfolgt die OP in der Regel immer vorher, u.a. eben auch, weil durch die Bestrahlung das Gewebe sehr verändert, verhärtet ist.


    Wie oben bereits jemand geschrieben hatte, finde auch ich die Aussage bzgl. des Bauchschnitts komisch. Meine OP hat mehr als 8h gedauert und wurde minimal-invasiv DaVinci-robotergestützt durchgeführt. Ich bin froh, dass ich keinen Bauschschnitt hatte, denn so war ich recht fix wieder fit. Mein Prof. hatte aber gesagt, dass u.U. einBauchschnitt nötig ist, wegen Tumorgröße und -lage und möglicher Verwachsungen auf Grund meiner vielen Vor-OPs. Das würde man aber erst während des Eingriffs sehen. War aber glücklicherweise nicht nötig.


    Liebe Grüße, Daria.

    Liebe Wyogirl ,


    ich hatte sechs Runden mit Carboplatin und Paclitaxel. Die letzte Chemo liegt fast ein Jahr zurück. Es hat eine Weile gedauert, aber jetz geht es mir außer der Polyoneuropathie recht gut.


    Dir wünsche ich gute Besserung !!!!


    Liebe Grüße Daria


    P.S. Ich habe auch manchmal gejammert und gewimmert, laut geweint vor Schmerzen und keine Tabletten halfen. Die letzte Chemo war am schlimmsten und mir ging es danach am schlechtesten.

    Liebe Wyogirl ,


    es tut mir leid zu lesen, dass Du solche Schmerzen hast und die Tabletten nicht helfen. Halte durch, bitte ! Du hast diese Chemo gemeistert und es wird jetzt jeden Tag etwas besser. Ja, die letzte Chemo hat es dermaßen in sich, man glaubt es kaum. Aber das scheint bei allen So zu sein. Halte durch ! Du packst das ! Ich drücke Dir die Daumen, dass es sich gelohnt hat.


    Liebe Grüße, Daria