Beiträge von Tosca

    Danke liebe Lucia0605


    Tut mir gut Deinen Beitrag zu lesen. Ja es dauert, und oft vergesse ich, wie wenig Zeit tatsächlich nach der Akuttherapie vergangen ist.


    Am 7. November jährt sich meine Diagnosestellung, dann vor einem Jahr habe ich erfahren, das es Brustkrebs ist und wie der Ablauf sein wird. Danach kam das Staging. Ich habe echt großes Glück gehabt. So im Nachhinein betrachtet.

    Ich leide auch immer noch an Fatigue.


    Ich war in der AHB und konnte kaum die Bewegungsprogramme (Sport) mitmachen. Mir wurde Hockertraining empfohlen, aber dazu kam es dann doch nicht. Mein Sport ist spazieren gehen. Auch jetzt noch. Die AHB fand drei Wochen nach Ende der Bestrahlung statt. Ich fand es viel zu früh. Es hat mich extrem frustriert, dass wesentlich kränkere Menschen, und auch alle anderen, viel mehr machen konnten. Und ich konnte nicht mal mit spazieren gehen. Manchmal ging es, aber, um ehrlich zu sein, ich bin da über meine Grenzen gegangen.


    Die Ärztin sagt, dass sie selten jemanden trifft, der so arg beeinträchtig ist. Ich wurde nicht arbeitsfähig entlassen. Ich fühle mich auch nicht so.

    Es ist so unendlich frustrierend, kaum eine Besserung zu verspüren. Mein erstes Ziel ist die kleine Gassirunde, so knapp 2 km. Wenn ich die schaffe, also es ist möglich, vormittags, dann ist der rest des Tages gelaufen.


    Mist, jetzt schreibe ich kursiv. Weiß jetzt nicht, wie ich es ändern kann.


    Jedenfalls bin ich vormittags fitter und diese frische Zeit möchte ich jauch für den Haushalt verwenden. Beides geht nicht. bzw. nur sehr eingeschränkt. Dazu die Schmerzen in den Füßen. Ich kann nur schlecht die Treppe laufen.


    Ich versuche meine Energie einzuteilen. Wie in der AHB gelernt. Schwierig. Vor allem, weil man ja quasi stoppen muss wenn man noch im grünen Bereich ist.


    Das Umfeld tut sich schwer mit Verständnis. Können das nicht wirklich nachvollziehen (sind aber nett). Wie auch, ich kann es selbst kaum beschreiben.


    Ich wurde mit einer Verordnung für Rehasport entlassen. Die einzige Möglichkeit ist eine halbe Stunde Fahrt entfernt. (ist mir zu viel, vor allem die Rückfahrt mitten im Berufsverkehr) Und jetzt mit Corona gar nicht mehr möglich.


    Ich habe jetzt mal einen Termin bei meinem Hausarzt gemacht, der hat mich seit der Krebserkrankung nicht mehr gesehen, weil alles über die GYN läuft. Blöd, in Coronazeiten.


    Ich mache mir Sorgen, ob ich überhaupt wieder arbeitsfähig werde. Die AHB-Empfehlung war, weitere vier Monate krank geschrieben bleiben.





    Hallo Zusammen,


    meine Chemo war im April beendet. Die Bestrahlung Anfang August. Die AHB ging bis Ende Sept.


    In der Klinik sprach man davon, dass ich besonders mit Fatigue betroffen bin. Dazu gehören ja auch körperliche Beschwerden.

    Das sind bei mir die Füße Beine. Nach Ruhezeiten auch die Hände. Ich kann teilweise kaum laufen. In der Klinik hieß es, es könne PNP sein. Obwohl ich kein Kribbeln in den Füßen habe, auch keine Taubheit, aber eben die Schmerzen wie nach einem zu langem Einkaufsbummel. Das bereits nach dem Aufstehen. Inzwischen kribbelt manchmal meine rechte Hand. Seltlen, aber vorher gar nicht. Beide Hände kann ich nach Ruhe nicht zur Faust schließen.


    Wenn ich aufstehen möchte, nach oder in der Nacht oder nach dem Nickerchen muss ich mich erst lange sammeln bis ich überhaupt aufstehen kann.


    Ich habe eine gute Zeit lang Vit B12 und Selen genommen. Das hat nichts verändert.

    Im Bluttest waren diese Werte gut, ebenso Vit. D und Zink.


    Es ist grausam, ich kann so wenig laufen. Dann tun mir die Füsse dermaßen weh, also so nach knapp einem km.


    Wohin könnte ich mich wohl wenden, um mehr Klarheit bzw. Hilfe zu bekommen.

    Kavallo


    Die Einschränkungen sind wirklich blöd. Würden die Infektionszahlen nicht steigen, wäre es in der Klinik auch lockerer.

    Aber die Klinik soll wirklich richtig gut sein.


    Lucia0605

    Danke für den Hinweis. Da mein oberstes Ziel ist, fit zu werden, muss ich wohl aufpassen, gerade am Anfang nicht zuuu viel zu machen.

    Ich wünsche mir, dass sich meine Leistungsfähigkeit wie bei Dir steigert.

    Aenneken   Lucia0605   Kavallo


    Ich habe letzten Freitag dort angerufen, weil ich doch eigentlich kurz vor Antritt Post bekommen sollte. Da stellte sich heraus, dass der Arzt meine Unterlagen noch gar nicht gesehen hat. Die Unterlagen sind heute noch nicht angekommen. Übermorgen geht es los.:|


    Bei der Gelegenheit habe ich gefragt, wie die Situation ist. Und da heißt es, man darf das Gelände zwar verlassen, aber jegliche Kontakt zu Menschen (außer Mitpatienten) zu vermeiden ist.


    Abgesehen davon schaffe ich es leider, leider, nicht selbst mit dem Auto zu fahren. Mir schmerzen die Muskeln und Knochen zu sehr. Ich kann mich beim Packen kaum bücken. Mein Mann wird mich bringen und abholen. Er mag nicht mit dem Zug heim fahren. Das Risiko sich in der Bahn mit dem Virus anzustecken ist erheblich höher als im eigenen PKW. Da er selbständig ist kann er nicht leichtsinnig sein.


    Man darf sich ein Fahrrad leihen oder Spazieren.

    Ich bin soooooooooooo enttäuscht.


    Übermogen geht die Reha los. Eigentlich ja toll. Aber wegen Corona darf man keinerlei Kontakte nach Außen haben. Also keine Besuche, kein Shopping, kein Café-Besuch. Ich wollte doch so gern mein Auto dabei haben und am Wochenende auch mal für mich allein schöne Ausflüge in die Umgebung machen.


    Eben haben wir unsere Reise (schon wieder) storniert. Wir wollten im Oktober in die Bretagne. Wegen steigender Corona-Infektionen ist uns das zu gefährlich. Es ist nicht unbedingt nur die Gefahr der Ansteckung vor Ort, vielmehr liegt es möglicher Quarantäne-Pflicht nach dem Urlaub.


    Ach Mann, Corona ist ätzend. Schon der Juni-Urlaub musste ausfallen, wegen Corona naja gut und weil ich nicht fit war( und der Urlaub im Januar wurde auch abgesagt, wegen dem Krebs). Bin immer noch nich fit. Aber ein Tapetenwechsel tut meiner Seele sooo unglaublich gut.


    Jetzt sehe ich während der Reha die Klinik und den Park. Und das was ich zu Fuß erreichen kann - flaches Land. Da nicht fit, ist das wenig.

    Gitana


    Was Du schon alles durchgemacht hast. Ich freue mich sehr für Dich, dass es Dir heute so unglaublich gut geht.Und ich wünsche Dir, dass es immer so bleibt.


    Vielen Dank, Deine Geschichte macht wirklich Mut.

    mimi60


    Zitat

    ich glaube, es ist ganz normal, dass einem das Durchgemachte mit der sch....Erkrankung irgendwann auf die Füße fällt. Solange man im Behandlungsmarathon ist funktioniert man Irgendwie und kämpft gegen seinen Untermieter an und ums Überleben. Man ist so voll bis obenhin mit Terminen und den NW, dass man kaum an etwas anderes denken kann. Und in dieser Phase wird einem von außen das Kranksein auch noch zugestanden.....man sieht es schließlich.

    Wenn dann die Akuttherapie vorbei ist fallen Viele in das Therapieloch. Jetzt erst beginnt das Verarbeiten und Wahrnehmen, was die Krankheit mit einem gemacht hat. Eigentlich hat man erst dann wirklich den Kopf frei, um sich mit allem auseinander zu setzen, es kommen viele Fragen, man muss sein Leben neu buchstabieren und vor allem mit den veränderten Vorzeichen neu leben . Und leider hört hier oft das Mitgefühl und Verständnis der Anderen auf.

    Mir kommen jetzt auch erst ganz viele Themen und Fragen und habe das Gefühl, es interessiert Niemanden mehr. " Du giltst doch als geheilt, also freu Dich und stell Dich nicht so an"

    Leider ist es nicht so einfach. Wäre aber für das Umfeld einfacher.


    Du sprichst mir so unendlich aus dem Herzen. Genau so fühle ich mich gerade. Sehe gesund aus, habe aber noch erheblich Nachwehen der Chemo und psychisch .. nunja ... nicht belastbar.


    Letztens habe ich ein Foto von mir aus der Chemozeit gesehen. Da hatte ich noch einen Sonnenallergie im Gesicht. Ich sehe schlimm aus, keine Wimpern, keine Brauen, keine Haare, dafür Cortisongesicht. Das hat mich richtig tief getroffen, mich so zu sehen.

    Ich mal wieder.


    Die Bestrahlung liegt jetzt eine Woche hinter mir. Die Chemo habe ich Anfang April beendet.


    Die Bestrahlung hat mich unendlich erschöpft. So langsam werde ich wieder munterer.


    Nur die Steifigkeit von Fingern, Hand, Füssen, und alles ander. Gassi geht nicht täglch und wenn verstärken sich nach einer kleinen Runde die Schmerzen. Sie sind aushaltbar. Ich nehme keine Schmerzmittel. Die nehme ich nur wenn nichts mehr geht. (Bin eh schon chronische Schmerzpatientin). Und ich habe wenig Kraft in den Händen.


    Nun fühlen sich meine Hände, und ein kurzes Stück der rechte Arm so an, als hätte ich eine Art Sehnenscheidenentzündung.

    Vielleicht hatte ich zuviel das Handy in den Händen? Oder gehört das zur Polyneuropathie? Wenn ich die Symptome einer PNP lese, dann passt es wenig. Ich habe kein Kribbeln, kann alles spüren.


    In 1,5 Wochen geht die AHB los. Ich warte jetzt mal ab bis dahin. Und hoffe auf Hilfe.

    Vielen Dank, Euch.


    Was ich mitnehme weiß ich überwiegend, aber halt nicht, wieviele Sporthosen ich brauche. Reichen drei lange und zwei kürzere Hosen?


    Waschen kann man dort, aber mir widerstrebt es, eine Maschine für drei Teile anzuwerfen.

    Stines Cancer Plan


    Ich trete die AHB ganz genau vier Wochen nach der letzten Bestrahlung an. So muss es wohl bei der AHB sein. Ich wäre gern woanders hin, aber die haben Patienten erst wieder 10 Tage nach meinem letzten Antretungstermin aufgenommen, eben wegen der vier Wochen. Ich komme aus NRW, vielleicht wird das in anderen Bundesländern anders gehandhabt.


    Erst am nach der vorletzten Bestrahlung hat meine Brust gereizt, auch mit einer Blase reagiert. Bis jetzt ist es noch so, die letzte Bestrahlung ist aber noch keine Woche her.

    Wie ist es eigentlich, wenn das Krankengeld ausläuft. Die 78 Wochen rum sind, aber man ist noch weiter krank.

    (Oder wieder krank, weil Rezidiv)


    Würde man dann im bestehenden Arbeitsverhältnis Geld von der Arge bekommen?

    Wenn ja, wie würde das berechnet wenn man verheiratet ist, mit einem Partner mit Einkommen?

    Wird das dann mit einberechnet?

    Das würde dann doch für viele Patienten erhebliche! Einschnitte bedeuten, da Kranksein ja auch schnell teuer wird.



    (Ich persönlich bin nicht betroffen, ich gehe wohl nach einem Jahr krank geschrieben wieder arbeiten.)