Beiträge von themisabeth

    Liebe Eulenkind ,


    ich habe meine Diagnose kurz vor Dir bekommen und bin gerade mit der ersten Chemo durch.

    Ich fand es sehr erträglich!


    Die Angstzustände kenne ich kaum, weil ich mich schon lange intensiv mit meinen Ängsten beschäftigt habe (18 Jahre Therapie, letzten Sommer nochmal Traumatherapie abschließend, ich habe verstanden, wo die Ängste herkommen, kenne sie, mache nach wie vor viel für meine Seele. Die Ärztin in der Klinik letzten Sommer sagte: "Sie haben unglaubliche Ressourcen!" Da wusste keiner, wofür ich die noch brauchen werde...)

    Was die Seele angeht: hol Dir gute Unterstützung! Entspannungsverfahren, Meditation, ein Seelenverwöhnprogramm, Freunde, ALLES, was Dir gut tut!

    Medikamente können hilfreich sein, aber sie machen auch oft NW. Und die heftigen natürlich auch Abhängigkeiten. Zudem - das weißt Du wahrscheinlich- brauchen manche eine Weile, um das volle Wirkspektrum zu entfalten. Das muss man einfach wissen, wenn man denkt, es wird eher schlimmer...
    Mir hat ein Pflanzenextrakt aus Griffoniasamen SEHR geholfen. Es wirkt als pflanzlicher Serotoninbilder und wurde früher vor der Entwicklung der Antidepressiva sehr wirkungsvoll bei Depressionen eingesetzt. Das ist nur ein Tipp! Ärzte fragen, auch, wenn es frei verkäuflich ist.
    Ich schlafe damit sehr gut und bin tagsüber sehr ausgeglichen.
    Was den Körper angeht: fragen, fragen, fragen, damit Deine Sorgen Raum finden. Ich fand die Ungewissheit am Schlimmsten, als erst alles erklärt war und anlief, war es bei mir halb so schlimm!


    Wenn gerade vor Angst gar nichts geht: atmen, einfach nur atmen!


    Und Ablenkung: denn zwischen Diagnose und Therapiebeginn geht einfach nicht viel. Ich hoffe, Du überstehst die Zeit gut!

    Liebe Sil ,


    deshalb schreib ich ja auch "die meisten Tumore".

    Du bist mit Deiner Diagnose sehr am Ende der Bandbreite und es ist absolut nachvollziehbar, dass Du über Wahlmöglichkeit sehr glücklich wärst!

    Nun gibt es ja auch ein anderes Ende der Bandbreite und mir war nur wichtig zu sagen, dass es dort mehr Wahlmöglichkeit gibt. Und dass man die Risiken selber verantworten muss.


    Das Leben ist absolut unberechenbar (ich war nach der Tumorkonferenz so aufgeregt, dass ich fast einen LKW im toten Winkel übersehen hätte, der dann 30cm hinter mir wie verrückt hupte, weil er fast nicht ausweichen konnte....) und mir ging es wirklich nur darum, die Bandbreite zu NENNEN.

    Meine Wahl wäre das auch absolut nicht, aber ich beziehe all die Dinge mit ein, die für mich eine Rolle spielen.


    Der beste Tipp kam von einem Freund, der seine Freundin in den Lungenkrebstod begeleitet hat. Er sagte: "folge IMMER Deiner Intuition!". Die speist sich aus allem, was ich weiß (und noch mehr) und so kann ich jeden Tag leben.


    Du hast wirklich heftige Phasen hinter Dir, ich wünsche Dir alles Gute!!!

    Hallo Shining ,


    ich habe neulich privat mit einer Frau gesprochen, die vor 10 Jahren einen sehr kleinen Tumor hatte (ohne Lymphknotenbefall und ohne Metastasen), ihn sich hat entfernen lassen und und sich danach für eine Klinik entschieden hat, die über

    -Ernährung

    -Entgiftung

    und

    -Energetische Arbeit

    Heilung verspricht.

    Sie lässt sich per Dunkelfeld- Blutanalyse und Irisdiagnostik regelmäßig kontrollieren.

    Ihr drei Kinder waren damals 5, 10 und 12.


    Sie ist sehr überzeugt davon.


    Ich weiß, dass ein Tumor meist schon 10 Jahre alt ist, wenn er entdeckt wird und ich weiß, dass meiner in einer sehr kritischen Situation in meinem Leben entstanden ist, die ich komplett zum Positiven verändert habe.


    Ich habe mich ohne zu zögern für Chemo, Antikörpertherapie und Bestrahlung entschieden, weil ich unbedingt leben will und weiß, dass meine Lebensveränderung den Tumor nicht im Wachstum behindert hat...

    Dennoch mache ich parallel vieles Alternativmedizinisches ergänzend.


    (Ich habe nochmal meine Ernährung umgestellt, hatte bereits im Februar (lange vor der Diagnose..) eine Darmentgiftung und stelle die Themen meiner Krankheit regelmäßig systemisch auf.)


    Mein Sohn ist 12 und ich habe Verantwortungsbewusstsein ihm gegenüber...


    Man könnte das als "noch immer von Angst (vor dem Tod)" geprägt sehen, aber meine Haltung ist eine andere: ich sehe es als letzten dankbaren Reinigungsprozess der alten toxischen Dinge in meinem Leben!


    Dies beinhaltet keinerlei Wertung, es soll lediglich Einblick in meinen Abwägungsprozess geben.


    Jeder muss den eigenen Weg gehen und je nach Einstellung zum Tod ist körperliche Heilung auch nur ein Teil des Lebens...

    @Lucia0605 und @davinci: danke! Ich spreche das auf jeden Fall dann nochmal an, ist ja zum Glück noch etwas hin!


    @Heideblüte: ich bin in einer Onkologiepraxis in der nächsten großen Stadt (H), die auf dem Gelände meines Brustzentrums ist. Dort sehr zufrieden. Die Klinik war auch okay, der Chefarzt ist fachlich wohl gut, aber menschlich und kommunikativ.... nun ja.......

    Die Dauer der Infusionen ist mir natürlich nicht egal, ich wäre auch gerne schnell durch damit, aber letztlich ist Krebsbekämpfung ein Vollzeitjob und es geht Sicherheit vor Schnelligkeit. Ich habe aber auch keinen Druck, bin schon seit Februar (da wusste mein Körper schon, was los ist, aber mein Kopf und die Ärzte mussten es noch herausfinden ;) ) aus dem Job raus, bin gut sortiert, entspannt. Mein Sohn (12) in den Chemowochen planmäßig beim Papa....

    Ich muss gerade "außer" gesund werden nichts leisten, das ist gut!

    Danke für die kleinen Forumstipps, ich schreibe auch noch in einem anderen Forum, da ist es ähnlich, ich muss nur dran denken und werde mich hier noch einleben ;)


    Einen guten Wochenendeausklang und einen guten Start in die neue Woche!


    Liebe Grüße


    themisabeth (Dani, die war hier schon vergeben.....)

    Ich hatte letzte Woche noch eine Zweitmeinung eingeholt: mein Tumor wurde ja mit den Lymphknoten entfernt, worüber der zweite Arzt überhaupt nicht glücklich war, weil man ihn nun nicht mehr "live" in Bezug auf alle Therapien beobachten kann.

    Ich vermute, dass das gemacht wurde, um nicht zwei Mal schneiden zu müssen, denn die Lymphknoten mussten ganz sicher raus....


    Über die HER2 - Rezeptoren bin ich natürlich echt froh, das ist eine Riesenchance.


    Baybsie, wie geht es Dir mit der Therapie? Ich lese mal Deine Beiträge ein wenig rückwärts, dann musst Du nicht alles wiederholen...


    Bei Dir war es echt echt anders. (lobulär mit LK, duktal ohne LK)...


    Ich beschäftige mich im Moment mit Budwig- Quark und Basenhaushalt, das liest sich im Vergleich zur Chemo- Keule echt sehr alternativ, aber scheint wirklich was zu bringen.

    Danke nochmal für das nette Willkommen hier!


    Bei mir fängt jetzt das Thema Verstopfung an, aber ich habe schon die Zusage, mir Tropfen verschrieben zu lassen, wenn es beginnt. (Manches andere habe ich prophylaktisch bekommen, die Tropfen nicht und wie immer kommen solche Dinge ja am Wochenende... Aber ich halte es auch noch aus. Esse ja schon viele Flohsamenschalen und trinke reichlich und hatte wohl gehofft, das könnte reichen, aber soll wohl nicht so sein...)


    Baybsie: ist Deine Tumorbiologie ähnlich, oder ganz anders?


    Ich habe mich zwar vor ein paar Wochen intensiv mit diesen vielen kleinen Buchstaben beschäftigt, aber auch viel wieder vergessen.....

    Invasiv duktales Karzinom NST

    pT 1c

    11mm

    pN 3a (16/19)

    cM0

    G2

    R0

    V0

    L1

    RR 2mm

    pT is

    Östrogen 4

    Progesteron 2

    Ki67 10%

    HER-2 3+


    Ich merke heute die Spritze, aber es ist erträglich, schwer beschreibbar. Ich bin vorhin zu Fuß zum Yoga gegangen, das war gut.
    Danke für das Willkommen hier!
    Bei Gelegenheit kommt mein Foto auch mal von der Seitlage (hatten wir heute im Yoga ;) ) auf die Füße! (Wer weiß, wie es geht, darf mir gerne einen Tipp geben, auch, wenn das hier nicht die Hauptsache sein soll...)
    Herzlichen Abendgruß an Euch! Ich werde sicher HEUTE nicht mehr alt, aber ansonsten habe ich es schwer vor! Ich bin mental extrem motiviert.

    Hallo!

    Ich habe seit Anfang/ Mitte September die Diagnose Mamma Ca. Knochenszinti und CT waren frei.
    Am 9.10. 19 wurde der Tumor (12mm) und 19 Lymphknoten entfernt, von denen 16 befallen waren. Gestern war die erste Chemo (4x EC, danach 12x Pacli und parallel dazu Trastuzumab und Pertuzumab.
    Die Chemo habe ich ganz gut vertragen, da ich 36 Stunden vorher und 24 Stunden danach gefastet habe. Vor ein paar Stunden habe ich mir die erste Lonquex gesetzt und habe ein wenig Schiss vor den Knochenschmerzen. Bin gut versorgt mit Schmerz- und Anti- Übelkeitsmitteln.
    Ich habe mich schon öfter eingelesen, ohne mich zu regristrieren, aber nun bin ich an Bord gekommen.