Beiträge von Marina24

    Hallo zusammen,

    ich bin bereits zum 3. Mal erkrankt (diesmal Mastektomie). Ich kann bestätigen, dass meine Angst diesmal um ein vielfaches größer ist als bei der ersten und zweiten Erkrankung. Meine Leichtigkeit und Sicherheit ist weg. Und ich frage mich ständig wie lange es dauern wird bis ich wieder erkranke. Und ich frage mich auch: haben die ganzen Therapien versagt? Nützen die denn nichts? Es ist schwer mit den Ängsten umzugehen. Aber ich muss lernen damit zu leben. Das ist mein selbst gestecktes Ziel. Und ich will einfach das Beste daraus machen und auf keinen Fall lasse ich zu, dass die Angst mein Leben bestimmt. Aber ich weiß sehr wohl, dass sie mein ständiger Begleiter sein wird.

    Liebe frauanna84 ,

    ich kann mich deiner Meinung nur anschließen. Auch ich habe nur gute Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht. Und man bekommt geballte Infos (von Fachleuten und Mitpatienten) wie sonst nirgendwo. Die Ärzte haben hier noch Zeit und hören einem zu. Und man kann vieles ausprobieren z. B. Entspannungstechniken. Und endlich mal Zeit nur für sich!

    Liebe ratlos ,

    es tut mir leid, dass du so einen schlechten Start in die AHB hast. Ich finde gut, dass du nicht gleich aufgibst und dem noch eine Chance gibst. Gibt es denn sonst keine Therapien dort? z.B. Qi Gong? Oder Ergotherapie? Bleib ruhig fest und bestimmt bei den Therapien, die du gerne machen möchtest oder bestehe auf ein Einzelgespäch mit einem Psychoonkologen. Frag doch mal deine Mitpatienten, was es alles an Therapien in diesem Haus so gibt. Ich wünsche dir viel Glück und dass du die für dich richtigen Therapien auch bekommst.

    Liebe Grüße

    Marina

    Hallo Tiscali ,

    schon irgendwie merkwürdig, dass es so große Unterschiede/Aussagen gibt unter den Ärzten. Bei mir waren sie ja verrückt hinter her, dass ich meine Einwilligung zum Oncotype gebe. in diesem BZ hält man sehr viel von diesem Test. aber ich habe ja schon den Endopred. machen lassen und der sagte, ich brauche die Chemo nur zweifelt man genau das hier an und war schon bei dem G3 nicht für eine Chemo. Warum auch immer! Immer wieder sagte man mir, dass der Tumor ja sehr klein ist. Wo wir doch alle wissen, dass das nicht das entscheidende ist, sondern das Grading.

    Liebe Katzi64 ,

    ja wir hatten die Humangenetik im Boot (es ist keines der bekannten Gene). Ja Zweitmeinung ist gut. Habe nur eine Seite Befund bekommen keinen OP-Bericht, keine Histologie. Werde ich aber alles verlangen. Ich bin immer noch total unruhig und verunsichert, was ist nun der richtige Weg? Aber vielleicht bringt eine Zweitmeinung Klarheit. Oder notfalls frage ich den 1. Pathologen mal, was er davon hält.

    Liebe Teafriend ,

    ich persönlich glaube, dass der 2.Pathaloge nicht genau gearbeitet hat, denn den 2. Herd hat er gar nicht erwähnt, nur das am Rand noch ein DCIS war ohne Größenangabe und irgendwelche unklaren Verkalkungen, die noch abgeklärt werden sollen. Da soll es noch einen Bericht dazu geben. Im MRT im November waren 2 Tumorherde mit 8mm und 4mm. Im Mai waren es nur FadenGebilde, die in 6 Monaten nochmal abgeklärt werden sollten. Im November konnte man es schon im Ultraschall sehen. Also wenn das nicht schnellwachsend ist, weiß ich es wirklich nicht. Der KID rät auch zu einer Chemo. Der Witz ist ja dass ich bereits Perückenrezept habe und Porttermin. 2 Pathologen, 2 Meinungen so ist es wohl hier. Werde auf jeden Fall eine Zweitmeinung einholen. Habe dazu auch noch im Thema "Arztgespäche" was geschrieben. ich glaube inzwischen in diesem BZ keinem mehr was, weil keiner sich die Mühe macht meine ganze Geschichte anzuschauen und ich immer wieder die Ärzte auf wichtige Dinge erst hinweisen muss.

    Hallo murphyline ,

    ich kann dich sehr gut verstehen und das nachvollziehen. Habe hier ja schon einige Male geschrieben über meine Erfahrungen. Gestern wieder so ein Gespräch im BZ, sollte der Fahrplan für die Chemo besprochen werden. Ich hatte das Gespräch mit einer ganz jungen Ärztin und einem jungen zuschauenden Arzt. Beide stellten sich nicht vor. Sie las dann von einem Blatt ab, dass mein Befund ja nur G2 ergeben hätte (Stanz: G3) und in der Tumorkonferenz beschlossen worden sei, dass der Oncoty...-Test gemacht werden soll. Sie hatte definitiv meine Unterlagen gar nicht gelesen (wusste viele Dinge gar nicht), war alles andere als einfühlend. Bei jedem 2. Satz sollte ich für den Oncoty..Test unterschreiben. ich wies se daraufhin, dass bei mir schon der Endopr...Test gemacht wurde und ein hohes Rückfallrisiko ergab und dass ich eine lange Vorgeschichte habe. Das alles interessierte sie nicht, würgte mich gleich ab. Als ich sagte, ich muss das erstmal sacken lassen (hätte mir fast 1 Stunde vorher meine langen Haare schon abgeschnitten, als ich mir meine Perücke aussuchte), Und dass ich eine 2. Meinung haben möchte, war der Ofen ganz aus. Zu erwähnen wäre noch, dass der Befund schon am 30.12. vorlag, mir aber niemand den ausgehändigt hat oder mir etwas gesagt hat darüber. Und laut Leitlinien muss ein Oberarzt dieses Gespräch über den Befund führen! Ich hatte mich mit der Chemo schon angefreundet und sie als weiteres Stück Sicherheit für mich angesehen, diese Sch...Krankheit nicht nochmal zu bekommen (habe es jetzt zum 3. Mal) und bin familiär vorbelastet. Was mache ich jetzt bloß? Jetzt ohne Chemo mit der Sch...Angst zu leben, das kommt wahrscheinlich wieder? Ich bin ziemlich verzweifelt.

    Hallo ,

    hat jemand von euch Floris schon mal erlebt dass sich ein G3 (histologisch) auf G2 nach der OP geändert hat - ohne dass Chemo gegeben wurde? Und ist es richtig, dass bei G2 keine Chemo erfolgt, sondern nur bei G3? Wie kann es sein dass 2 verschiedene Pathologen zu verschiedenen Ergebnissen kommen?

    Hallo Lucia0605 ,

    vielen Dank für deine Antwort.


    Hallo,

    bekommt ihr über den Port auch Blut abgenommen? Hier im BZ ist das wohl eher unüblich, man sagte mir, der Port sei nur für die Chemo. Da ich sehr schlechte Venen habe, und jede Blutabnahme eine Tortur ist, wäre es für mich wichtig, ob das möglich ist.

    Liebe BrienneVonTarth ,

    ja diese Erfahrung musste ich leider auch machen, dass man sich um alles selbst kümmern muss und die Ärzte daraufhin weisen muss. Ich dachte auch vorher man geht in ein Brustzentrum und bekommt dort "seinen" Fahrplan mit allen Terminen. Dem war leider nicht so. Ich habe mir einige Infos vom KID erfragt und hier im Forum einiges erfahren, wo noch keiner mit mir darüber gesprochen hat in diesem BZ. Am 09.01. habe ich wieder einen Termin, ich habe schon viele Fragen aufgeschrieben. Beim Psychoonkologen habe ich erfahren, dass ich ein Anrecht habe, dass bei diesem Besprechungstermin (soll die Chemo besprochen werden) ein Oberarzt mit dabei ist und dass ich das verlangen soll. Ich bin mal gespannt, wie das ablaufen wird. Werde dann wieder hier berichten. Dir drück ich die Daumen, dass auch du bald sowas wie einen Fahrplan bekommst und die Warterei ein Ende hat. Liebe Grüße

    Hallo Nachtigall69 ,

    es gab kein Schwimmbad nur ein Bewegungsbad (sehr kleines Becken), wenig Therapieangebote, wenig Freizeitangebote. Das Essen war nicht gut. Es war sehr abgeschieden und der nächstliegende Ort auch nicht gerade aufbauend oder interessant. Ja meine Schwester hatte auch Brustkrebs. Es waren dort aber auch viele Patienten mit anderen Erkrankungen (nicht nur Krebskranke). Sie hat sich dort überhaupt nicht wohl gefühlt. Sie war dann noch einmal zur Reha in Oberstaufen, da hat es ihr sehr gut gefallen.

    Liebe BrienneVonTarth ,

    ja diese Warterei ist echt nervig. Bei mir wurde der Endopre...Test gemacht, der wird in Deutschland durchgeführt und dauerte nur 1 Woche, der Onkoty...Test wird in den USA durchgeführt und dauert sehr lange. Aber das Warten lohnt sich, wenn man vielleicht dann keine Chemo braucht. Hast du einen Onkologen, der dich beraten kann? Ansonsten würde ich selbst versuchen in einem anderen Brustzentrum einen Termin zu bekommen, um eine 2. Meinung einzuholen. Ich wurde am 19.12. operiert und habe jetzt am 16.01. meinen Porttermin. Und zwischen der Diagnose und dem OP-Termin sind über 4 Wochen vergangen, das war die schlimmste Zeit für mich. Seit der Tumor draußen ist, geht es mir schon viel besser. Ich schicke dir ganz liebe Grüße!

    Hallo zusammen,

    natürlich gibt es solche und solche Ärzte, das bestreitet ja keiner. Es geht darum aufmerksam zu machen, wo es nicht gut läuft und sich auch mal zu wehren. Wenn die Klinikleitung z.B. nichts erfährt, kann sich ja nichts ändern. Und überlastete Mitarbeiter gibt es überall, aber das ist noch lange kein Grund unhöflich zu sein, keine Auskunft zu geben oder gar nicht zu erscheinen etc. und Empathie kostet schließlich nichts. Und das gilt bei schwerkranken Menschen ganz besonders . Wenn Ärzte das nicht gelernt haben in Ihrer Ausbildung dann wird es höchste Zeit, dass sie es jetzt lernen (z.B. bei einer Fortbildung "Wie rede ich empathisch mit Krebskranken").

    ratlos : ich bin schon gespannt, was sich bei dir ergibt. Ich bewundere deinen Mut!

    Liebe Grüße