Beiträge von Irreslicht

    Hallo ihr alle,

    ich habe mich entschieden, dass erste Mal überhaupt in ein Forum einzusteigen. Auch wenn Familie und Freunde gute Gesprächspartner sind, brauche ich vllt. Ab und an Zuspruch von denen, die im gleichen Morast stecken. Vor zwei Monaten habe ich den Befund Darmkrebs und Metastasierung in die Leber bekommen. Nach Aussage der Ärzte viele große Metastasen. Ich hatte einfach keine Anzeichen, bin zum Arzt, weil ich nach zu viel Weingenuss eine Magenschleimhautentzündung vermutete. Die Diagnose hat mich fast zerrissen. Jetzt, hier und heute habe ich die Darm OP hinter mir, kein künstlicher Ausgang, und habe bis jetzt drei Chemos (Folfoxiri) und eine Antikörpertherapie absolviert. Übelkeit, Kribbelhände, Durchfall, Verstopfung, Analfissur etc. inklusive. Nach der letzten Chemo hat mich ein paar Mal der Gedanke angefallen, einfach nicht mehr da zu sein, weil es so anstrengend war. Aber wenn ich an meine Mädchen (8&12 Jahre) und meinen Mann denke, dann will ich kämpfen! Weil ich mit diesen Gedanken nicht alleine sein möchte, bin ich jetzt hier bei euch. Die Lesart eurer Beiträge gefällt mir. Ich freue mich auf eine gute Zeit mit euch.

    Hallo Bibsi ,

    dein Beitrag ist zwar schon vom Mai, aber ich schreibe dir trotzdem...

    Bei mir wurde Darmkrebs mit Metastasen in der Leber im September diagnostiziert. Der Darmtumor ist entfernt. Letzte Woche Mittwoch hatte ich meine dritte Chemo mit Folfoxiri. Am Tag zuvor gab's dazu die Antikörpertherapie mit Avastin. Die erste Chemo stationär war mega anstrengend, die zweite ambulant fast ein Spaziergang. Zwei Tage müde, dann aber wieder Appetit, sogar auf Kaffee. Die Kombi von letzter Woche hat mir eine Nacht heftige Übelkeit und Schüttelfrost beschert. Am Sonntag wurde es besser. Am Nachmittag setzte allerdings heftiger Stuhlgangdrang ein, der mich wund gemacht hat und mir eine Fissur beschert hat. So geht es jetzt seit Tagen, Rumpeln im Bauch, teilweise alle 1 1/2 Std. zur Toilette. Trotzdem staune ich, dass ich nach drei Tagen wieder auf die Beine komme. 45 Minuten mit dem Hund raus, bisschen Hausarbeit... Vor der nächsten Kombigabe gruselt es mich natürlich, aber was muss das muss. Sechs Therapien sind erstmal geplant, dann gibt es ein neues CT. Ich hoffe ebenfalls irgendwann mal auf eine OP. Das Metastasenaufkommen ist in meiner Leber aber nicht unerheblich, so dass ich mich gedulden muss und hoffe, dass mein Körper den Medikamenten standhält.

    Liebe Grüße

    Irreslicht