Beiträge von Hamster

    Hallo Fluvio!


    Ich habe auch ein seröses Endometriumcarcinom, das allerdings schon in 3 Lymphknoten gewandert ist, als man es entdeckte ( ich hatte das Gefühl, irgendetwas stimmt nicht und wollte die Gebärmutter herausoperiert haben- obwohl 4 Gynäkologen in Ordination und Spital nichts gefunden haben).

    Deine Mutter sollte sich auf jeden Fall operieren lassen. Geht es bei ihr mit einer endoskopisch-vaginalen (von unten) Operation? Dann ist das nicht schlimm. Aber auch nach einem großen Bauchschnitt- meine zweite OP zur Lymphknotenentfernung- kann man sich gut erholen. Heutzutage bekommt man so viele Schmerzmittel, dass das durchaus erträglich ist. Und es kommen Physiotherapeuten schon am Tag nach der OP, stellen einen wieder auf die Füße und üben das Gehen.


    Nach der OP wird dann entschieden werden, wie es weiter geht. Dabei wird man auch auf den Allgemeinzustand Deiner Mutter Rücksicht nehmen. Wenn eine Chemotherapie in Betracht gezogen werden sollte, dann könnt Ihr sicher sein, dass sie genügend Mittel gegen die früher so gefürchtete Übelkeit bekommt. Wichtig ist jedenfalls, dass Deine Mutter noch eine gute Zeit hat und das Leben genießen kann.


    Es ist gut, dass es ein Tumorboard gibt, denn die Zusammenarbeit mehrerer Fachrichtungen ist in diesem Fall sicher gut.


    Gruss Gerda

    Fluvio !


    In welcher Gegend wohnt denn Deine Mutter? Ich wohne in Wien, wo es einige onkologische Schwerpunktspitäer gibt. Ich war im früheren K...-F...-J... Spital (jetzt Klinikum Fav...). Da niemand etwas von Krebs voraussah, wurden es zwei OPs- zuerst die Hytserektomie mit Adnexen (auf meinen Wunsch gleich auch die Eierstöcke) und eine zweite OP, bei der 17 Lymphknoten entfernt wurden. Wächterlymphknoten sind dabei eher umstritten, aber es wurden alle entfernten Lymphknoten sofort mit einem Schnellschnitt untersucht, die Ärzte operierten so lange weiter, bis nichts mehr zu finden war. Der genaue histologische Befund wurde auch noch gemacht, unterschied sich aber nicht.


    Ich bekam nach der ersten OP gleich die für das "Staging" notwendigen Termine (Darm- und Blasen Spiegelung, CT und MR) durch die Gynäkologie im Haus vermittelt und wurde nach der zweiten OP an die Onkologie (Chemotherapie) und Strahlentherapie weitergereicht. Die ersten Termine jeweils zur Besprechung haben auch die Gynäkologen für mich gemacht. Im Haus gibt es ein gynäkologisches Tumorboard, das einmal in der Woche tagt.


    Ich habe ein seröses Endometriumcarcinom mit Befall von 3 Lymphknoten. Es ist ebenfalls als G3 eingestuft. Deshalb bekam ich zuerst eine kombinierte Radiochemotherapie, im Anschluss dann noch Chemo. Das Cisplatin zusätzlich zu den Strahlen fand ich nicht wirklich arg, die Strahlen haben mir bis auf eine leichte Müdigkeit und vorübergehende Blasen- und Darmreizung nichts ausgemacht. Ich musste halt häufiger die Toilette aufsuchen. Die weitere Chemo, eine Kombination aus Carboplatin und Paclitaxel- habe ich wegen der Nebenwirkungen abgebrochen und nehme stattdessen jetzt Tamoxifen, weil mein Tumor auch Östrogenrezeptoren hatte. Aber jeder reagiert anders.


    Übel war mir übrigens nie, ich bekam reichlich Begleitmedikation im Spital und für Zu Hause verschrieben.

    Hallo Manouchen!


    Bei mir war es ähnlich- Ausschabung o.k., aber nach der auf mein Drängen durchgeführten Hysterektomie - gleich mit Eileitern und Eierstöcken- fand der Histologe ein seröses Endometrium-Carcinom, das- wie sich bei der zweiten OP (Entnahme von 17 Lymphknoten) schon drei Lymphknoten befallen hatte.

    Ich fing mit der Kombination von Chemo und Strahlentherapie an, die Chemo wurde dann noch fortgesetzt, bis ich wegen der Nebenwirkungen in Streik trat .Die Bestrahlung hat mir nur wenig ausgemacht. Ich war manchmal ein bisschen müde und musste einen halben Tag lang öfter die Blase entleeren. Ich bekam an die 30 Bestrahlungen, davon die letzten 3 als Brachytherapie, also von innen. Nach der letzten davon war der Darm etwas irritiert und überaktiv, was ziemlich lange angehalten hat, aber mit Im... und einem pflanzlichen Präparat (OptiFib…) gut zu behandeln war. Ein vaginaler Pilz war problemlos, es war nicht der erste in meinem Leben.


    Da ich Single und bereits 69 Jahre alt bin, habe ich nicht getestet, wie weit sich eventuell lokale vaginale Veränderungen eingestellt haben. ManchenFrauen berichten ja von Verengungen.


    Gruss von Gerda

    Eure Erfahrungen bestärken mich in meiner Entscheidung, den Port zu belassen, auch wenn er derzeit ( und hoffentlich nie wieder) nicht gebraucht wird.

    Er liegt gut, machte von Beginn an keine Probleme, ich konnte nach wenigen Tagen wieder auf der Port-Seite schlafen und vergesse meistens, dass ich ihn habe.


    Laut meinem Onkologen kann der Port 10 Jahre lang drinnen bleiben, gespült wird heute auch nicht mehr. Gelegt hat ihn ein Chirurg unter Röntgenkontrolle, ich habe den Vorgang verdöst.


    Viele Grüße Gerda

    Hallo Nicole !


    Hat man nicht schon während der OP die herausgenommenen Lymphknoten in die Pathologie zur Schnellbegutachtung geschickt? Dann kann der Pathologe mit großer Wahrscheinlichkeit feststellen, ob sich der Krebs in die Lymphknoten ausgebreitet hat und wie weit. Natürlich erfolgt dann nochmals eine genaue Untersuchung des entfernten Gewebes.

    Bei mir wurde das gemacht, links war nichts, die Ärzte begnügten sich daher mit 14 Lymphknoten, und rechts waren 3 Befallen Mehr Lymphknoten fanden sie aber nicht auf der rechten Seite, obwohl sie eifrig danach suchten.


    Waren vielleicht die Drainagen nach der OP nur kurz drin? Bei mir wurden sie erst am Tag 12 und 13 gezogen, eben wegen einer möglichen Flüssigkeitsansammlung im Bauch


    Größere Probleme habe ich nicht, ich habe mich aber auch schon gleich nach der OP viel bewegt und gehe ohnehin viel, weil ich kein Auto habe. Nach Einnahme des Tamoxifens bekam ich leichte Knöchelödeme, aber die hat mein Masseur im Griff. Da das Problem minimal ist, zahlt meine Kasse die Lymphdrainage nicht, aber ich leiste mir das- zuerst alle Wochen und jetzt alle 14 Tage, das reicht offenbar.


    Alles Gute für Dich Gerda.

    Hallo!


    Ich lasse den Port drinnen, das geht laut dem Onkologen 10 Jahre. Ein eventuell irgendwann notwendiger neuer Port muss ja auf der anderen Seite- das ist bei mir rechts- gelegt werden. Der Port liegt gut, stört mich nicht und ist kaum zu sehen, praktisch nur die kleine Narbe. Nur wenn ich mit der Hand über die Stelle fahre, spüre ich ihn.


    Ich habe ihn unter einer Sedierung (Dormicum) bekommen und bin erst wieder wach geworden, als alles vorbei war und mir die Schwester beim Anziehen half.


    Gonzi : Hast Du gefragt, ob Du eine Sedierung haben kannst? Das ist keine Narkose, aber man bekommt nichts oder nur wenig mit.


    Gruß Gerda

    Ich hatte Ende Februar die letzte Chemo und im Mai fingen meine Haare langsam wieder zu wachsen an. Jetzt habe ich Locken und offenbar zusätzliche Wirbel bekommen.- und sehr dichte Haare. Demnächst werde ich wohl meinen Friseur wieder dran lassen.


    Ich habe gelesen und gehört, dass man oft nach einer Chemo Locken bekommt, die aber irgendwann vergehen. Weiß jemand, wann?


    Der Haarausfall war für mich das geringste Problem, allerdings hatte ich kurze Haare und mich im Vorfeld mit einigen Turbanen ( vom Türken, günstig) ausgestattet und konnte die Kopfbedeckung daher mit der Kleidung abstimmen. Perücke wollte ich keine.

    Liebe Jule39 !


    Natürlich ist die Diagnose Krebs ein Schock, v.a. wenn man überhaupt nicht damit gerechnet hat ( wie ich und mehrere Gynäkologen). Glücklicherweise bin ich nicht in Panik, sondern in Wut verfallen, und habe mir geschworen, dass "das Biest" mir nicht mein Leben zerstören soll. Meine erste Reaktion war der Kauf eines "verrückten" bunten Kleides und roter Stiefletten ( mit 69) .


    Was den Tod angeht, so hatte ich ohnehin schon vor der ersten OP ein Testament bei einem Notar gemacht und dann auch noch eine verbindliche Patientenverfügung ( in Ö : nach ärztlicher Beratung, beim Notar, für die Ärzte verpflichtend). Ich habe mir genau überlegt , was mir wichtig ist, was ich an Behandlungen akzeptiere und was nicht. Diese Verfügung gilt natürlich auch in anderen Fällen, z.B. nach einem Unfall.


    1986 bin ich wenig mitgenommen aus einem Unfall gekommen, das Auto hatte Totalschaden. Danach habe ich mir überlegt, was ich im Leben gerne unbedingt machen will, und das dann auch in Angriff genommen. Die Reisen waren schon in den nächsten Urlauben möglich, das Zweitstudium erst nach der Pensionierung. Ich habe daher nichts, dem ich als verpasste Chance nachtrauere, und kann mich auf das Jetzt konzentrieren. Ich habe mir vorgenommen, an jedem Tag etwas Schönes zu erleben- was zugegebenermaßen während der Chemo nicht immer einfach war, aber ich habe mich immer über meine Hamsterchen freuen können. Jetzt mache ich nur das, was ich will und was mir Freude bereitet- nette Menschen treffen, Kultur erleben, ein spannendes Buch lesen , in den Zirkus oder Tiergarten gehen usw.


    Wie lange bekommst Du schon Antidepressiva? In der Regel muss man sie einige Wochen lang nehmen, ehe die antidepressive Wirkung einsetzt.

    Ich wollte meine nach einer überstandenen Depression gerade absetzen, als ich die Krebsdiagnose bekam, jetzt nehme ich sie aber weiter.


    Alles Gute wünscht Dir Gerda

    Hallo Sternenblume!


    Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit einer kombinierten, zeitweise zeitgleichen Strahlen- und Chemotherapie. Ich habe das (Cisplatin) bei einem serösen Mamma-Carcinom bekommen und fand es erträglich, allerdings war ich ziemlich müde und geschwächt. Die Strahlentherapie soll dann besser wirken, aber ich weiss nicht, wie das bei Brfustkrebs ist. Die nachfolgende adjuvante (vorbeugende) Chemo (Paclitaxan plus Carboplatin) habe ich allerdings vorzeitig abgebrochen wegen der Nebenwirkungen wie schmerzhafte Polyneuropathie und Hörsturz. Beides war reversibel. Jetzt nehme ich Tamoxifen.


    Nicht jeder bekommt starke Nebenwirkungen. Du kannst es ausprobieren und wenn es für Dich zu belastend ist, auch mit der Chemo aufhören oder vielleicht ein anderes Medikament bekommen.


    Gruß von Gerda

    Liebe @partzi


    Ich wäre froh gewesen, hätten meine Eltern Patientenverfügungen gemacht.

    Meine Mutter war jahrelang ein Pflegefall und wurde schließlich ganz dement- und ich musste bei mehreren Krankenhausaufenthalten entscheiden, ob manche Maßnahmen überhaupt gemacht werden sollen. So etwas ist eine große Belastung für Angehörige. Das kannst Du Deinem Mann ersparen.

    Jule39

    Wenn Du dauernd solche Angst hast, dass Du nichts Schönes mehr am Leben finden kannst, könnte es sich um eine ( wahrscheinlich reaktive) Depression handeln- und die sollte nicht nur mit einer Therapie bei einem Psychologen, sondern auch mit entsprechenden Medikamenten behandelt werden. Dieses sollte ein damit erfahrener Hausarzt oder ein Psychiater machen.


    Ich hatte zweimal im Leben- im Abstand von ca. 25 Jahren- eine schwere Depression mit Panikattacken, für die wir keinen Auslöser gefunden haben. Beide Male halfen Antidepressiva. Beim zweiten Mal wollte ich gerade mit dem Ausschleichen beginnen, weil es mir gut ging- aber dann kam die Krebsdiagnose. Ich habe mit meiner Hausärztin gesprochen und wir sind uns einig, dass ich unter diesen Umständen das Medikament weiter nehme. Mein Psychiater ist inzwischen leider in Pension.


    Natürlich war ich von der Diagnose erst einmal geschockt- aber weniger ängstlich als wütend auf "das Biest". Nicht einmal, als eine junge Ärztin auf der Onkologie CT-Veränderungen in der Lunge als Metastasen interpretierte ( es war eine "kalte " Lungenentzündung, wie dann eine Pulmonologin feststellte) bekam ich Angst, sondern dachte darüber nach, was ich noch an Therapie über mich ergehen lassen will.


    Bei der adjuvanten (vorbeugenden) Gabe weiß man nie, ob das etwas bringt, die Studienergebnisse und Erfahrungen sind unterschiedlich. Wie es bei Deinem Tumor ist, weiß ich natürlich nicht. Ich würde das Tamoxifen einfach einmal ausprobieren- von heute auf morgen bekommt man keine gravierenden Nebenwirkungen wie Gebärmutter-Carcinom oder Schlaganfall. Übelkeit u.ä. gehen ja nach dem Absetzen zurück. Ich vertrage Tamoxifen gut, die adjuvante Chemo habe ich allerdings abgebrochen.


    Alles Gute wünscht Dir Gerda

    Hallo Nicole1989


    Meine Lymphknoten wurden in einer zweiten OP entfernt, weil niemand bei der Hysterektomie Krebs vermutet hatte. Dazwischen hatte ich beim Staging auch ein CT und ein MR. Bei beiden Untersuchungen waren die Lymphknoten unauffällig und die Tumormarker waren niedrig- und trotzdem waren 3 Lymphknoten vom Krebs befallen. Sicher sein kann man nur, wenn der Pathologe das Gewebe unter dem Mikroskop hat.- leider.


    Alles Gute Gerda

    Ich war gestern im Circus "Safari", einem kleinen Familienzirkus, der in der Nähe sein Zelt aufgeschlagen hat. Ich bin mir gestern um 60 Jahre jünger vorgekommen ( ich bin 69) und habe die Vorstellung so genossen wie die vielen Kinder, die auch da waren- Luftakrobatik, ein Jongleur, Clowns, dressierte Esel, Ponys, Kamele und Pferde. In der Pause konnte man zu den Tieren, bei denen auch etliche "Streichelzoo"-artige waren (Kaninchen, Widder, Lamas...) Die Kamele kamen von sich aus und wollten ebenfalls gestreichelt werden.


    Ich finde, man soll das machen, was einem Spaß macht, und nicht daran denken, was andere dazu vielleicht sagen.

    Wahrscheinlich werde ich nochmals hingehen, der Zirkus bleibt bis zum 1.11. und ich bin in 10 Minuten zu Fuß dort.


    Grüße an alle Gerda

    Die Frage der Versorgung von Haustieren sollte man klären, bevor man eines nimmt. Es geht ja nicht nur um Urlaub, sondern auch um- mitunter recht rasch notwendige-Krankenhausaufenthalte.


    Ich habe zwei Freundinnen, die kommen und meine Hamster versorgen würden. Ideal ist aber, dass sich hier im Seniorenheim eine ältere Dame dafür spontan angeboten hat, als ich zur ersten OP ins Spital musste. Auch die weiteren Spitalsaufenthalte waren kein Problem- 13 Tage bei der Lymphknotenentfernung und danach immer 1-2 Tage bei der Chemotherapie. Sie ging sogar zweimal am Tag in mein Appartement, verwöhnte die Kleinen abends mit Sonnenblumenkernen und erstattete mir täglich Bericht. So oft wäre es nicht notwendig gewesen, aber es machte ihr Spaß.


    Für absolute Notsituationen habe ich noch eine Zusicherung des Tierschutzvereins, der eine Tierpension betreibt und Tiere auch abholen würde. Das kostet dann ein bisschen etwas.


    Eine Freundin hat zwei Katzen. In der Wohnanlage sind zwei andere "Katzenmütter" , die drei wechseln sich beim Versorgen ab. Notfalls würde auch ich hinfahren, aber so ist es natürlich einfacher.

    stefunny


    Ich hatte im November eine große Bauch-OP zur Entfernung der Lymphknoten, der Schnitt ging vom Venushügel bis zum Nabel. Ich war zwar ziemlich schnell wieder auf den Beinen, aber wegen der Drainage 13 Tage im Spital. 17 Lymphknoten wurden entfernt und noch während der OP vom Pathologen erstmals befundet ( genauerer Befund folgte danach), damit die Ärzte wussten, ob sie weitere herausnehmen mussten. 3 Monate war ich stark eingeschränkt beim Heben und Tragen. Die erste Zeit fühlte sich alles im Bauch seltsam an, auch wenn ich zur Toilette musste, das hat sich aber ganz gelegt. Ich merke seit Monaten nur an den Narben, wenn das Wetter umschlägt.


    Ich bekam eine kombinierte Strahlen-und Chemotherapie , Strahlen von außen und innen (Brachytherapie), und gleichzeitig Cisplatin, weil das für ein besseres Ansprechen der Strahlen sorgen soll. Übel war mir dabei überhaupt nicht wqegen der Begleitmedikation.

    Danach sollte ich viermal Paclitaxel/Carboplatin bekommen, das verweigerte ich nach dem zweiten Mal , weil ich die Nebenwirkungen für eine adjuvante (vorbeugende) Therapie als zu arg empfand. Das ist aber bei jedem anders, man muss es halt ausprobieren. Man kann ja jederzeit eine weitere Chemotherapie ablehnen, letztendlich entscheidet die Patientin. Meine Ärzte akzeptierten das auch.


    Hat man bei Deinem Carcinom die Rezeptoren ( Östrogen, HER2Neu usw) untersucht? Dann kann man gegebenenfalls später weitere Therapien überlegen. Ich bekomme jetzt Tamoxifen. Laut Literatur ist meine Variante zwar östrogen-unabhängig, aber die Rezeptoren waren nachweisbar...


    Alles Gute Gerda

    Ich gehe alle 3 Monate zur Nachsorge- (seröses Endometriumcarcinom) d.h. zu meinem Gynäkologen und in die Onko-Ambulanz. Da bekomme ich gleich den neuen Termin und einen Zettel, auf dem steht, welche Untersuchungsbefunde ich dann mitbringen soll. Anfangs hatte ich CT und MR, letztes Mal nur Ultraschall und Lungenröntgen, das nächste Mal steht wieder CT (Thorax und Abdomen) an. Ich rufe dann immer gleich beim Diagnostik-Institut an und mache dort den Termin aus. Auch welche Blutparameter untersucht werden sollen, steht auf dem Zettel, die Blutabnahme macht meine Hausärztin. Mit ihr mache ich kurzfristig den Termin, sie will nicht, dass ich zu lange in der Praxis bin wegen Corona.


    Einige Tage vor den Untersuchungen bin ich schon unruhig, ansonsten habe ich ein ziemlich normales Leben. Ich schiebe allerdings wirklich nichts mehr auf, auch wenn es nur Kleinigkeiten wie Museumsbesuche sind. Und ich gönne mir noch mehr Kulturevents (Konzerte, Theater) als normalerweise. Und ich habe den Kontakt zu Menschen, die mir auf die Nerven gehen, stark reduziert und treffe bevorzugt diejenigen, die mir guttun.


    Bisher habe ich noch jeden Tag etwas Positives gefunden- vom Lachen über meine Hamster bis zum Kulturevent.


    Grüße von Gerda

    Ich lasse meinen Port lieber drinnen, denn ich habe ein ziemlich aggressives Carcinom- und man weiß nie, ob er nicht nochmals benötigt wird. Er liegt so gut, dass er mich nicht stört, ich konnte schon nach wenigen Tagen auf der betroffenen Seite und am Bauch schlafen. Laut meinem betreuenden Onkologen kann er 10 Jahre drin bleiben, gespült wird auch nicht (mehr).


    Eine Bekannte, die zweimal Brustkrebs hatte ( jede Seite, verschiedene Carcinomarten) hat den Port rasch nach Beendigung der zweiten Chemo wieder entfernen lassen, was die Ärzte auch akzeptiert haben.


    Ich denke, man muss - und kann- das selbst entscheiden.


    Gruß Gerda

    Liebe Stefanie!


    Ich habe ein seröses Endometriumcarcinom, das immer als G3 gerechnet wird, aber im Gegensatz zu Dir waren auch noch Lymphknoten befallen.


    Nach der OP habe ich an die 30 Bestrahlungen bekommen, davon 3 als Brachytherapie , den Rest von außen ( die genaue Zahl weiß ich gar nicht mehr). Die Nebenwirkungen waren nicht arg, eine leichte Müdigkeit und in den ersten Stunden nach der Bestrahlung das Bedürfnis, öfter zur Toilette zu gehen, weil die Blase offenbar leicht gereizt war. Durchfall war selten, am meisten und recht anhaltend nach der letzten Brachytherapie, aber durch ein pflanzliches Faserpräparat (OptiF.) hat sich das inzwischen normalisiert.


    Die Chemotherapie fand ich unangenehmer. Während der Bestrahlung bekam ich zweimal Cisplatin, da wird man vorher "gewässert", ich hatte danach immer um 3 kg mehr, und musste sehr oft zur Toilette, bis alles wieder weg war. Die zweite Gabe bekam ich trotz Erkältung und entwickelte sofort eine Lungenentzündung ohne Fieber, die nach der Heilung keine Spuren hinterlassen hat.


    Danach gab es zweimal Cisplatin/Paclitaxel, die letzten beiden geplanten Gaben habe ich verweigert (Polyneuropathie mit Gefühllosigkeit in den Füßen und heftigen Schmerzen in den Beinen, Hörsturz).

    Übel war mir nie, ich habe reichlich vorbeugend diverse Medikamente bekommen. Problematisch war das viele Cortison, ich habe einen leichten Diabetes und der Zucker stieg in für mich schwindelnde Höhen.


    Jetzt nehme ich Tamoxifen, das ich recht gut vertrage. Die Haare sind wieder da, die Müdigkeit ist weitestgehend verschwunden, die Polyneuropathie ist weg und ich höre wieder auf beiden Ohren.

    Festgestellt wurde das Carcinom vor etwa einem Jahr, seit März lebe ich wieder "normal" und genieße mein Leben. Nur vor den Kontroll-Untersuchungen alle 3 Monate werde ich etwas nervös.


    Alles Gute für Dich wünscht Gerda

    Sogar sehr kleine Tiere können Freude machen und von Sorgen ablenken.

    Ich habe - in zwei Gehegen- zwei Hamster, derzeit einen Gold- und einen Roborowskihamster ( das ist die kleinste Hamsterart, wird nur 7 cm groß). Ich sehe sie zwar tagsüber kaum, aber da ich seit der Strahlentherapie mindestens einmal in der Nacht zur Toilette muss, treffe ich sie da an und serviere die gewünschten Leckerlis. Sami, der Kleine, läuft oft noch am Morgen im Laufrad.


    Natürlich sind das keine Kuscheltiere.


    Gruß von Gerda

    Hallo!


    Warum sollen die, die Tamoxifen gut vertragen, nichts schreiben? Das kann ja aufmunternd für diejenigen, die erst damit beginnen sollen und sich davor gruseln, sein.


    Es ist wohl ein ziemlicher Unterschied, in welchem Alter man mit Tamoxifen anfängt. Junge Frauen kommen plötzlich in eine Art Wechseljahre mit den entsprechenden Auswirkungen, ich habe- mit 69 Jahren längst über das Klimakterium hinaus- diesbezüglich gar nichts gemerkt. Ich habe etwa 1 1/2 kg zugenommen (schwankt etwas) und gelegentlich leicht geschwollene Knöchel. Das kann aber auch von den entfernten Lymphknoten kommen und lässt sich durch Lymphdrainage gut behandeln.


    Ich finde das Tamoxifen wesentlich angenehmer als die adjuvante Chemotherapie- aber ob es wirklich bei meinem Tumor (seröses Endometriumcarcinom mit aktiven Östrogen-Rezeptoren) wirkt, muss sich zeigen, Daten gibt es dazu so gut wie keine.


    viele Grüße Gerda