Beiträge von SusiSum

    BrInE1983: Du kannst Dich über Deinen Anwalt auch so schnell wie möglich an die Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen bei der Landesärztekammer in Jena wenden. Kopie der Unterlagen an die grüne KK. Die sind da schnell im Reagieren. Wegen Behandlung ist es tatsächlich schwierig, weil niemand da beteiligt sein will. Hast Du einen guten ambulanten Arzt, der ev. bereit ist das ganze zu dokumentieren und Dir weiter zu helfen?

    Standup : Das mit dem halbnackten Foto in der Liegeposition ging für mich in Ordnung, da es eine Haftpflichtrechtliche Absicherung für die Praxis ist. Das Gesichtsfoto habe ich verweigert, da man mich nach Name und Geburtsdatum fragen kann, wenn nötig. Ich bin ja nicht bewußtlos oder amnestisch.

    Die Strahlenärztin meinte dann, dass sie sich mein Foto aus dem I-Net lade, weil es ja dort eins gäbe. Da bin ich richtig ausgeflippt und das Vertrauensverhältnis war dahin. Ich musste dann mangels Alternative zur Bestrahlung dort bleiben, war aber die Vorsicht in Person. Es gibt keinen Grund für die Gesichtsfotos. In der Strahlenschutzverodnung steht nur, dass der Patient zweifelsfrei identifiziert werden muss.

    Liebe Amy48,


    es ist sehr wahrscheinlich, dass Du Dich bereits im Widerspruchsverfahren befindest.

    Dann muss man immer weiter weg.

    Das dient Deinem Schutz, wenn Du weiter weg begutachtet wirst, wo Dich niemand kennt. Man will damit unter anderem verhindern, dass andere als medizinische Gründe bei der Begutachtung eine Rolle spielen.


    Viele Grüße von SusiSum

    Liebe Amy48,


    wenn da steht "Nervenärztin" handelt es sich um eine Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie. Und da sie Ärztin ist kann sie auch körperlich untersuchen.

    Ich würde mir die Ablehnung gut überlegen. Als nächstes hast Du eventuell eine Einladung zu einem bestimmten Nervenarzt in Jena. Mann und in keinster Weise verständnisvoll. Google mal. Dann wieder ablehnen wird schwierig.


    Gruß SusiSum

    So eine A...a steht im Wartezimmer (verbunden mit der Rezeption) meiner Frauenärztin. Auf meinen Protest (mit ausführlicher Erklärung) hin wurde mir gesagt, dass man damit sehr gut die Musik an und aus machen könne. -> Ohne weitere Worte und an der Rezeption bespreche ich nichts mehr.

    Liebe Claudia.s.,


    bitte pass ganz gut auf Dich auf. Das sind leider genau die Situtionen, wo es zusätzlich zu Verkehrsunfällen etc. kommt.

    Mal abgesehen davon, dass es wenn man so fertig ist auch zu nicht wieder gut zu machenden Fehlern im Beruf kommen kann.


    Ich habe auch damals (1997) versucht es allein erziehend mit 2 Kindern irgendwie hin zu kriegen ohne um Hilfe fragen zu müssen.

    Zum Glück haben es meine Freunde gerafft und haben mich damals nach Therapieabschluß 6 Wochen zum Praktikum nach Florida verschifft. Das war damals meine Rettung.


    Dieses Mal (ohne Chemo) habe ich trotzdem stark mit Fatique zu tun. Ich habe meine Arbeitsmenge reduziert. Statt 10 -12 Stunden nur noch 6-8. Bestimmte Pat.-Gruppen nehme ich zur Zeit nicht neu an. Das hilft etwas. Zusätzlich brauche ich mehr Zeit am Wochenende für mich zum Ausruhen.


    Trotzdem ist und bleibt es eine Herausforderung.


    Liebe Grüße


    Susi

    Klaere Fuchs:


    Mit meinen Pat. mit so einer Problematik erarbeite ich folgendes Procedere. Vielleicht kann Dir etwas davon helfen.


    Bei der Op- Vorbesprechung auf die PTBS hinweisen, ohne genauere Erklärungen abzugeben.

    Wenn der Anästhesist ansprechbar ist - kurzer Hinweis wg. ggf. auftretender Dissoziation.

    Darum bitten einen Slip anbehalten zu dürfen. Wird bei Brust-Ops meist erlaubt.

    Möglichst keine LMA-Tabl. weil das wie Dissoziation sein kann und Angst machen kann.

    Explizite innere Erlaubnis zur Op ( auf der Erwachsenenebene) als informiertes Einverständnis.


    Mantra:

    Ich will überleben und ich will dass es mir wieder gut geht. Deshalb vertraue ich jetzt und hier als erwachsene Frau, die schon viel erlebt hat.


    Ich drücke die Daumen


    Susi

    Bin auch wieder da und bringe feine Heidelbeermuffins und Kaffee mit. 4 Anträge geschafft, genug für heute. Zeit für gemütliches plauschen.

    Guten Morgen,


    ich setze mich auch gern einen Moment zu Euch und bringe Honigmelone und Schinken mit.

    Leider kann ich nicht sehr lange bleiben, weil mein Schreibtisch überquillt und nach Rettung schreit.

    Und mit dem Schreibtisch darf man es sich nicht verderben.

    Bonny und Frieda und (et)all:


    Empathie setzt die Fähigkeit dazu vorraus (Spiegelneuronen, vorgelebte Empathie usw.). Das ist nach meiner Erfahrung aber nur ein Teil. Empathie ist so ziemlich das erste, was verloren geht, wenn jemand akut hochbelastet oder chronisch überbelastet ist.

    D.h. viele von diesen Ärzten (die die eigentlich empathisch sind) müssten mehr als die Hälfte der Patienten ablehnen, um ein erträgliches Arbeitsmaß zu haben und empathisch sein zu können.

    Wer behandelt dann diese Patienten? Niemand?


    fragt sich Susi

    Daria:


    Ich habe es mal raus gesucht:


    die FiGO-Kriterien gab es damals auch schon, aber nicht so präzise wie heute:


    Ovar: pT2a G1 M1 Nx L0 R0

    Endozervix: pT1b G1 M0 Nx L0 R0

    Corpus uteri: pTis G1 M0 Nx L0 R0


    Mir wurde gesagt, dass es gut war mich nicht abweisen zu lassen. Ich hatte Zyklusunregelmäßigkeiten bei vorherigem Uhrwerkzyklus und meine damalige Gyn hat mich ausgelacht. Gewechselt und dann ging alles ganz schnell.


    Liebe Grüße


    Susi

    pupi1230:


    Jetzt bin ich ein wenig irritiert. Ich hätte sonst ja sicher nicht geschrieben.


    Aktuell hatte ich letztes Jahr Brustkrebs.


    1997 hatte ich Eierstock-, Gebärmutter- und Gebärmutterhalskrebs. Und nach der Wertheim-Op mit Netzentfernung dann 6x Chemo mit Ovastat und Cisplatin als Infusion, allerdings eben als Erstlinien-Therapie.

    Problematisch war damals, dass die Begleitmedikation bei weitem nicht so ausgefuchst war wie heute. Es gab weder einen Port noch ordentliche Medikamente z.B. gegen das Erbrechen.


    Zwischen beiden Krebserkrankungen hatte ich tatsächlich 22 Jahre Ruhe, allerdings mit verbliebenen Polyneuropathien in den Füssen und im Bauch eine bleibende Erinnerung an die Chemo behalten. Venen habe ich seitdem auch keine mehr, was problematisch ist.

    Damit lässt es sich aber leben.


    Liebe Grüße von Susi