Beiträge von SusiSum

    Eure Beschreibungen haben mich doch veranlasst auch mal nachzudenken.


    Stress habe ich durch meinen Beruf und 10-12- Stundentage seit vielen Jahren. Ich hatte nach der ersten Krebserkrankung für 5 Jahre etwas kürzer getreten (angestellt 8h). Nach 5 Jahren habe ich mich selbstständig gemacht. Von da an Dauerstress.

    Im Jahr vor der Diagnosestellung (03/19) ist mir aufgefallen, dass ich einen extremen Appetit/ Hunger auf Süsses hatte, den ich vorher überhaupt nicht kannte. Ich habe zum Teil 2 Tafeln Schokolade/Tag "gebraucht". Außerdem hatte sich meine Dauermüdigkeit nochmals verstärkt, so dass ich an Diabetes dachte. War aber nicht so.


    Hinsichtlich Brustkrebs habe ich mich sehr sicher gefühlt, Mamographie war ja 11/18 in Ordnung gewesen. Und dann habe ich selber was getastet. Mamographie war wieder i.O. aber Tomosynthese und MRT haben dann das 28mm invasiv-loboläre Geschehen gefunden. Seit der Op ist der Heisshunger auf Süsses Geschichte. Ich würde aber sehr hellhörig, wenn das wieder los ginge.

    Eluna

    Ich durfte früh um 7.30 Uhr als erste zur Bestrahlung kommen, nachdem klar war ich gehe danach arbeiten. Normal 5-10 min, wenn Neueinstellung oder Arztkonsultation 15-20 min. Insgesamt 28 Bestrahlungen.


    Ab 9.00 Uhr bis 17.00 oder 18.00 Uhr dann meine freiberufliche Arbeit. In der Mittagspause Lymphgymnastik.

    Ab ca. Mitte der Bestrahlung manche Tage auch nur bis 16.00 Uhr wegen erheblicher Muskelverhärtungen in der Brust.

    Sonst war das Programm aber ganz gut zu schaffen. Vermehrte Müdigkeit führte mich zeitiger ins Bett. Also die Abendpläne würde ich deutlich reduzieren für die Zeit.


    Susi

    Ich vermute, dass Du Dich doch wirst entscheiden müssen etwas kürzer zu treten.

    Ich habe auch die Bestrahlung durch gearbeitet und nach der Hälfte der Zeit bemerkt, dass ich eine stärkere Muskelverhärtung in der Brust hatte ( bei mir durch eine Zwangshaltung über den ganzen Tag). Ich bin dann von meinen 10 h Arbeitszeit auf 6-7 runter und dazu Lymphsport und dann wurde es besser.


    Liebe Grüße Susi

    Caro_caro: Das spezielle Öl fühlt sich nicht wirklich wie Öl an. Man darf es nie unmittelbar vor der Bestrahlung verwenden.

    Es ist leider vergleichsweise teuer, aber sehr sparsam. Trotz täglicher Verwendung ist jetzt noch 1/3 drin. Ich öle aber jetzt auch nur noch 1x/Woche nach dem Baden.

    lissie:


    Auch auf die Gefahr hin mich jetzt ganz unbeliebt zu machen schreibe ich mal was ich zu Deinem Wiederbeginn denke.

    Die Frage ist schon auch wie lange Du schon in dem Heim bist. Wenn > 10 Jahre finde ich das Betreuungsangebot eine Unverschämtheit für eine WBL vom Träger.


    In einem Heim bei uns hier in der Gegend wurde das folgendermaßen geregelt:

    Die Kollegin zog um ins Büro der PDL.

    Dort ist sie zuständig für verschiedene Org.-Arbeiten: Kommunikation mit Ärzten und Apotheken, einschließlich Rezeptbestellungen und Verstorbenenmeldung. Außerdem hält sie verschiedene Listen auf dem aktuellen Stand. Sie hat genug zu tun, aber keine körperliche Arbeit mehr. Auch betreut sie Praktikanten etc. Sie kann ihr Wissen als WBL nutzen und hat Freude an ihrer Arbeit.


    Die Betreungsgeschichte finde ich aus mehreren Gründen suboptimal. Wie oft ist eine Betreuerin alleine, weil Personalmangel? Dann hebst Du beim Toilettengang etc. doch wieder schwer.

    Und wenn Du vom Mangel in der Pflege weisst rufst Du eben dann doch keinen anderen.

    In den meisten Heimen kommen den ganzen Tag verschiedene Leute zur Betreuung -> ständige Umstellung nötig.

    Das Infektionsrisiko steigt dadurch auch erheblich.

    Außerdem begibst Du Dich als Gelernte auf Helferniveau - willst Du das wirklich?

    Betreuung würde ich daher keinesfalls Ganztags machen.

    Wenn nichts anderes geht Berentung und dann 3 Stunden. Da findest Du wahrscheinlich dann aber auch wo anders einen besseren Mini-Job.


    Sorry falls ich zu deutlich war.


    Susi

    Katzi64


    Kann es sein, dass ihr die zunehmende Nähe zuviel geworden ist und sie gemerkt hat, dass sie sich schützen muss?

    Physiotherapeuten lernen den Selbstschutz nicht so sehr wie Psychotherapeuten und merken oft erst die massive Überforderung, wenn sie selbst schon fast krank sind. Besonders wenn sie in die Doppelrolle geraten sind.

    Und dann hilft nur die Totalabstinenz.

    Dann sucht man einen Grund und Tierhaarallergie ist nachvollziehbar.


    Ein wenig klingt es mir so, als ob das auch

    zumindest mit eine Rolle spielt.

    Das ist für Dich schlimm, für die Physio aber eventuell lebenswichtig.

    Vielleicht schaffst Du es ja eine neue Physio- und eine neue Psychotherapeutin zu finden. Dann kann jede tun was sie kann und keine ist überfordert.

    Gewaschen habe ich nur mit Wasser.

    Vea-Öl ganz dünn hat mir Tagsüber nach der Bestrahlung sehr geholfen. Nahm den Juckreiz und die Hitze. Abends dann noch Basiscreme mit 5% Urea. Damit bin ich gut über die Zeit gekommen und die Brust sieht heute (6 Monate danach) wieder recht normal aus.

    Chaosmama :


    Die rechtlichen Grundlagen sind leider so, dass man eine Haushalthilfe von der KK nur finanziert bekommt, wenn man ins Krankenhaus muss und Kinder unter 12 Jahren hat, die nicht allein bleiben können. Wenn man schwanger ist und schon ein Kind zu Hause hat wird es oft auch genehmigt.

    Vorraussetzung ist auch, dass es zu Hause keine weitere erwachsene Person gibt, die sich um den Haushalt kümmern kann und dass es sich um eine begrenzte Zeitspanne (i.d.R. nicht länger als 6 Wochen) handelt.


    In allen Fällen, wo eine längerfristige Unterstützung nötig ist fällt dies in den Bereich der Pflegeversicherung. Und dazu musst Du definitiv einen Pflegegrad haben.

    Wenn Du diesen (noch) nicht bekommst wird tatsächlich erwartet, dass Du die Hilfe Deiner Familie in Anspruch nimmst. Dein Mann kann auch am Wochenende putzen und von einem 12-jährigen Mädchen kann nach Bürgerlichem Gesetzbuch erwartet werden, dass es in der Schulzeit tgl. 3 und in den Ferien 6 Stunden im elterlichen Anwesen hilft.


    Zu einer Reha kann Dich niemand (auch der MDK nicht) zwingen, wenn Du berentet bist. Vorschlagen kann man es aber. Wenn Du im Krankengeldbezug bist hast Du eine Mitwirkungspflicht, dann wird es schwieriger.


    Man kann darüber denken wie man will, aber so ist die Rechtslage. Ich habe mal auf die konkreten Paragrafen verzichtet, weil der Text sonst unlesbar wird.


    Susi

    Bonny und Frieda: Das ist für mich eine sehr wichtige Frage. Bei mir hat das bei beiden Krebserkrankungen immer wieder hin und her gewechselt. Bei der ersten (Eierstock-, Zervix- und Gebärmutterkrebs unabhängig von einander) mit 36 Jahren waren die Kinder noch recht jung, ich war mitten in meiner Diplomarbeit, schwer behindert und wirtschaftlich auf wackligen Beinen. Da blieb nicht viel anderes als verdrängen. Alles andere hätte mich wahrscheinlich während der Chemo umgebracht.

    Das Kämpfen und Verdrängen war die einzig mögliche Strategie. Allerdings gab es später eine Zeit als alles ruhiger wurde und die Kinder selbstständig waren in der ich viel verarbeitet habe. Das war ungefähr 5 Jahre später, als ich überlegt habe ob ich das Wagnis eingehe mich selbstständig zu machen.

    Irgendwann war ich durch damit.


    Während der BK-Erkrankung letztes Jahr habe ich bis auf 5 Tage nach der OP wieder durchgearbeitet und mir verordnet nicht viel zu grübeln und zu verarbeiten. Damit bin ich jetzt wieder beschäftigt, wo die Primärtherapie beendet ist und ich mehr freie Kapazitäten habe, mich aber auch wegen der Letrozol-Nebenwirkungen teilweise nicht viel bewegen kann.


    Für mich bin ich mit diesem zweizeitigen Vorgehen beide Male gut gefahren. Zeit für Kampf und eine andere Zeit zum Verarbeiten. Dies ist aber wahrscheinluch wirklich bei jedem Menschen anders.


    Susi

    Arjani


    Das ist ein guter, wenn auch manchmal schwerer Weg. Per Luftpost kommt von mir ein Rucksack, der gepackt ist mit Kraft, Mut und Fähigkeit zur Geduld an der richtigen Stelle und viel Kampfesmut gegen Eindringlinge. Möge er Dir ein Stück Deines nächsten Weges weiter helfen.


    Susi