Beiträge von Artea

    Tinki
    Wie bei jeder anderen Impfung auch, sollte diese nicht gerade in den Nadir des Immunsystems fallen.
    Leukos von 2.5 klingen für mich ausreichend. ;)

    Ich glaube, bei Capecitabine müssen wir uns nicht allzu viele Gedanken machen.

    Ich hatte meine Infektion im Nadir und hatte 4 Monate später erfreulicherweise trotzdem Antikörper.

    Oh, hier kommt nun also doch Fahrt rein bei den Impfungen! :thumbup:


    elflei72
    Gerade mit Lungenschäden solltest Du Dich impfen lassen. X(

    Was ist schon ein halber Tag Fieber und grippeähnliche Symptome (wenn überhaupt) gegen eine richtige COVID-Erkankung?
    Ich hatte 2 Wochen hohes Fieber (und heftige Rückenschmerzen) und kann von Glück sagen, ohne nennenswertes Immunsystem da überhaupt hindurchgekommen zu sein und auch keinerlei Folgeschäden zu haben...


    Klar, AZ ist nicht die erste Wahl, aber tausendmal besser als nix. Aktuell müssen wir nehmen, was zur Verfügung steht (wenn's das tut...)

    Hi Tinki ,
    das klingt wie ein guter Mittelweg!
    Und ja, man will sich 'hinterher' nicht vorwerfen müssen, nicht alles gemacht zu haben...

    Drücke Dir die Daumen für wenig Nebenwirkungen!

    (Meine Nägel sind soweit fest und stabil - nur wieder etwas rilliger und gewölbter als 'nomal'.)

    Nachtrag:
    wenn ich auf 'Einzelfallbewilligung hohe Priorität' yaddyadda klicke, geht es nun online... :/

    Sind wir alle 'Einzelfälle'?!

    Ardnas
    Ein 'kleiner' Blick. Hat mir einfacher gemacht, wen ich definitiv nicht wähle, ja. :thumbup:

    Eine Impfung schützt nicht instantan, und Schulen etc. wurden teilweise ja bereits geöffnet.
    Mit Logik lässt sich das Vorgehen nicht mehr erklären, allerhöchstens mit der Kapitulation dass 'die Schwächsten zuerst schützen' halt hierzulande doch nicht funktioniert.

    Esma432

    Ähnlich sieht es in RLP aus.
    Seit Samstag können sich Erzieher etc. für einen Impftermin registrieren, sind dabei hier sogar unter der 'Gruppe mit höchster Priorität' gelistet :/ - für andere Angehörige der Gruppe mit 'hoher Priorität' ist die Registrierung weiterhin nicht möglich.

    Ich habe nun in höflichen Schreiben an meine Ministerpräsidentin sowie das Bundesminsterium für Gesundheit mein Missfallen ausgedrückt, den Krebsinformationsdienst im CC.

    Ob es was bringen wird?
    Vermutlich nicht...

    Tinki
    @_@ wenn Du bei 3-0-3 grenzwertig erträgliche Nebenwirkungen hattest, würde ich nicht erhöhen, zumindest nicht gleich auf 4-0-4... Du musst jetzt noch 3 Zyklen durchhalten?
    Frag doch nochmal den Oberarzt...

    Ich bin jetzt in Mitte #3/8(?) und habe schon das Gefühl, dass es etwas mehr wird... (Haut Finger / Füße, teils Abgeschlagenheit, teils minimale Übelkeit).

    Claudi209
    Es ist sicher viel 'hinterher ist man immer schlauer' dabei, aber leider auch viel zu viel Geheische um Wählerstimmen.
    Immerhin weiß ich jetzt, wen ich _nicht_ wählen werde... bleibt nur mal wieder, das kleinste Übel zu finden.
    Ich war lange geduldig und habe zumindest einen Eindruck von der Komplexität des Problems.
    Unser Staat ist leider viel zu schwerfällig, und jeder Bürger sehr auf die Durchsetzung seiner 'Grundrechte' bedacht.

    Gerade habe ich gelesen, dass RLP in den Impfungen pro Bevölkerung 'weiterhin führt'. Erstimpfungen für ü80 sollen bis Anfang April abgeschlossen sein. Prost Mahlzeit.

    Jetzt, wo absehbar ist, dass die Infektionszahlen erstmal nicht weiter sinken werden, wird jeder auf Öffnung seines Betriebes klagen.

    Es geht also direkt in die dritte Welle.


    Naja. 'rant' Ende.
    Ich freue mich, dass hier zumindest manche inzwischen geimpft werden konnten...

    In RLP werden nun die Kita-Beschäftigten, Polizisten etc. anscheinend effektiv komplett an Guppe 2 vorbeigezogen.
    Offiziell darf sich online weiterhin nur Gruppe 1 registrieren, aber ab dem ersten März werden diese 'neu priorisierten Berufsgruppen' dann wohl in Impfzentren geimpft.
    'Läuft'.

    Meine 85-jährigen Großeltern in NDS und mein >80-jähriger Nachbar haben bisher natürlich auch noch keinen Termin.

    Was mich inzwischen an die Decke gehen lässt, ist die Scheinheiligkeit der Politik ('Wir schützen die schwächsten zuerst.' 'Wir machen auf gar keinen Fall einen Impfpass.' ...), dass alle Entscheidungen 3-6 Monate zu spät getroffen werden (unsere Demokratie und Förderalismus ist da echt was feines), und dass man den Pharmafirmen ihre Lieferverzögerungen anscheinend ohne irgendwelche Konsequenzen durchgehen lässt.

    Kirschkern
    Zu MERIT v2 (bin mir nicht sicher, ob der Name bleibt ;) ), hatte ich mit meinem 'Chemochef' hier gesprochen. Er hat hier in der ersten MERIT-Studie mitgemacht (und generell sehr guten Überblick). Die Studie soll 'bald' starten, aber vor Ende diesen Jahres sah er das nicht... Die Aufnahme wird sich vermutlich(!) an postneoadjuvante Patienten richten, deren letzte Therapie (ggf. zählt da auch Xeloda/Capecitabine rein) nicht länger als ein Jahr her ist.

    Bei SASCIA (eigentlich war da mal der Plan, im ersten Quartal 2020 anzufangen) war es für mich auch grenzwertig, 'darauf zu warten'.
    Ich hatte auf den Anfang spätestens im Dezember gehofft, im Endeffekt wurde es nun es Anfang Januar. Nerven hat es derweil auch sehr viele gekostet, und ich könnte mit meiner Tablettenchemo schon drei Monate weiter sein... :rolleyes: (Naja, ich würde es wohl trotzdem wieder so machen.)

    Normalerweise bietet man Patienten Studienteilnahme erst an, wenn die auch laufen - mit guten Gründen, die Bürokratie dahinter scheint beträchtlich und teils etwas unberechenbar.

    Solltest Du bei SASCIA mitmachen und ebenfalls in den Standardarm gewürfelt werden, wäre das für Dich persönlich prinzipiell auch noch kein Auschlussgrund für MERIT v2 (wenn das igendwann mal anläuft). Du wärest dann nur keine schöne Vergleichsgruppe für SASCIA mehr und würdest dort ausscheiden... ;)


    Prinzipiell kann man Tablettenchemo und Bestrahlung gleichzeitig machen. Die Ärtze meinen zwar erstmal 'bloß nicht' - aber irgendwie habe ich fast nur von Leuten gehört, bei denen es gleichzeitig lief. :DHäufig wird die Tablettenchemo derweil etwas niedriger dosiert. Hängt halt wieder sehr davon ab, wie man das beides indiviuell verträgt...

    Ich hatte es separat, erst Bestrahlung hypofraktioniert mit Boost, derweil auf den Studienstart gewartet. Ansonsten hätte ich beides gleichzeitig duchgezogen.

    Bei Dir steht vermutlich auch Bestrahlung der Lymphabflusswege an... Hypofraktionierung ist damit wohl keine Optionen, und evtl. wird es dann auch körperlich anstrengender - ich würde auf die Ärzte hören, was man Dir bzgl. gleichzeitiger Tablettenchemo empfiehlt. Bei der SASCIA-Studie muss die Bestrahlung ohnehin vorher(!) abgeschlossen sein.

    Tinki
    Danke für den poke. ;)


    Ja, Kirschkern , ich bin in der SASCIA-Studie, allerdings 'nur' im Capecitabine-Kontrollarm.

    Es gab bei mir auch einige Rückschläge in der Therapie - EC ging nur im Schneckentempo mit viel Verzögerungen, weil das Blutbild immer abrauschte, gleiches galt im Anschluss für Carbo...
    Die OP war dann auch nicht die erhoffte PCR (Lymphknoten waren allerdings stets frei), und eine Nachresektion hatte ich ebenfalls gewonnen.
    Danach lief ich 3 Monate der SASCIA-Studie hinterher, um zu Weihnachten endlich in den Standardarm gewürfelt zu werden... X/

    Das muss man jeweils erstmal verdauen, insofern kann ich Deine Ängste absolut nachvollziehen. :hug:


    Ich musste QSOX1 jetzt auch erstmal kurz recherchieren. Prinzipiell cool, aber... wenn es gerade erst im Mausmodell erfolgreich war, dürften klinische Studien am Menschen doch leider noch ein Stück entfernt sein (und könnten desweiteren sehr unterschiedliche Resultate liefern).


    Das Gute an der SASCIA-Studie ist, dass sie jetzt bereits läuft! Du könntest ohne weiteres Warten direkt aufgenommen werden.
    Ich habe mich ja erst kürzlich mit meinen Optionen diesbezüglich befassen müssen, und abgesehen von MERIT v2 (Impfstudie, evtl. Ende diesen Jahres am Start?) gab es da für mich (genetisch augenscheinlich 'normal', weiterhin Her2-negativ und Ki67 80%, ich hatte explizit um Nachuntersuchung gebeten) sonst nix sinnvolles.

    Wenn Du Glück(?) hast, erhältst Du bei SASCIA den neuen (hoffentlich noch besser wirksamen) Wirkstoff Sacitizumab Govetican, im 'schlimmsten' Fall landest Du bei der aktuell besten Standardmedikation Capecitabine, aber immerhin besserer Überwachung...

    Meine Nebenwirkungen bei Capecitabine halten sich Mitte Zyklus 3 bisher in Grenzen: Leichtes Hand-Fuß-Syndrom, an manchen Tagen minimale <X und leichte Abgeschlagenheit. Blutbild komplett in Ordnung. Bin noch bei voller Dosierung.

    Sacituzumab Govetican haut da anscheinend leider doch mehr wie eine 'richtige Chemo' rein... vielleicht mag Ni00 :hug:ja mal hier berichten...


    Dass der Krebs es bei Dir bis in die Lymphknoten geschafft hat, ist blöd - aber es muss nicht heißen, dass er weiter gekommen ist!
    Informiere Dich jetzt, wähle die für Dich beste Therapie, und zieh die nach bestem Können durch - und dann hoffe wie wir anderen auch, dass das blöde Thema damit endlich abgeschlossen ist! :hug:


    Lieben Gruß,
    Artea.

    Liebe Tigerlilly ,

    zunächst mal ein spätes Willkommen auch von mir.
    Deinen 'agressiven' Kampfmodus muss ich loben! :)

    Mit jedem neuen anstehenden Behandlungsschritt versuchte ich auch immer, mich über _alle_ Optionen zu informieren, um dann die 'beste' auszuwählen und mir später nichts vorwerfen zu können...
    Gerade am Anfang ist es aber alles viel zu viel auf einmal.


    Studien sind i.a. eine gute Wahl - man kommt ggf. in den 'Genuss' neuer, vielversprechender Medikamente und wird auf jeden Fall besser 'überwacht'.
    Ein paar Mädels hier sind Teilnehmerinnen der GeparDouze-Studie mit dem Wirkstoff Atezolizumab / Placebo:
    Studie Atezolizumab
    Bei manchen musste dann aber auch wegen Nebenwirkungen abgebrochen werden, und es wurde entblindet.

    (Ich hätte ebenfalls mitgemacht, wenn das an meinem Klinikum möglich gewesen wäre. Mich hat am Anfang aber alles überrollt, und ich hatte diese Studie nicht auf dem Schirm. Ich fühle mich in meinem Klinkum aber weiterhin bestens aufgehoben und bin froh, hier geblieben zu sein!)

    Das einzig blöde an dieser _Doppelblind_studie ist die Fortsetzung der Behandlung nach neodajuvanter Chemo und OP... wenn man im Placebo-Arm ist, ist das natürlich 'etwas' sinnlos...


    Generell für diese Studien gilt: Du kannst _jederzeit_ ohne igendwelche Nachteile für Dich aussteigen und Deine Therapie in Standardbehandlung fortsetzen! Lediglich die Teilnahme an _anderen Studien_ kann dann nicht mehr möglich sein.

    Du verbaust Dir also nicht die Behandlung mit PARP-Inhibitoren (welche bei manchen Genmutationen hilfreich zu sein scheinen - sorry, nicht mein Gebiet, ich wurde zwar überprüft, habe aber keines der _bekannten_ kaputten Gene)!


    Als 'dritter unabhängiger Arzt' kann Dir evtl. auch der Krebsinformationsdienst noch weiterhelfen. ;)

    Und generell solltest Du vor allem schauen, in welcher Klinik Du Dich gut aufgehoben fühlst...
    Alles Gute Dir! :hug:

    Liebe Pschureika ,

    Du bist wirklich eine der guten Seelen hier, und es tut weh zu lesen, wenn es Dir schlecht geht. ;(
    Ich freue mich, dass Du Deinen Kampfeswillen nun aber wieder gefunden hast!

    Meine erste Runde Capecitabin ( Xeloda) war fast ohne spürbare Nebenwirkungen, in der zweiten waren die Füße dann mal wund, bis zur nun dritten heilte es aber wieder ab... wenn Du das Zeug verstoffwechseln kannst, sorge Dich nicht zu sehr davor!

    Sacituzumab Govetican ist leider auch kein Spaziergang (eine meine Mitteilnehmerinnen in der postneoadjuvanten SASCIA-Studie bekommt es erfreulicherweise), hat aber gerade bei stark vortherapierten Patienten tolle Erfolge erzielt.
    Ich hoffe, die Genehmigung dafür geht bei Dir schnell! (Mein 'Chef' [der Chemoabteilung hier] meinte, er geht stark davon aus, dass es in einem halben Jahr offiziell zugelassen ist.... solange solltest Du natürlich nicht warten, aber ich denke, die Chancen in der Einzelfall-Beantragung stehen damit auch gut!)

    Dass Du Schmerzen leiden musst, tut mir leid.
    Das sollte dann aber wohl heißen, dass es dem Mistding jetzt wieder gehörig an den Kragen geht!

    Alles Liebe & Gute Dir! :hug:

    Claudi86

    Ja, die Chemo wird hart, sie ist aber auch Dein stärkster Verbündeter gegen die Krankheit.

    Du bist allerdings noch jung und dürftest sie somit gut wegstecken!
    Bei mir ging das Immunsystem während der Therapie total in den Keller, ansonsten bin ich sehr gut durchgekommen, und habe aktuell schon kaum mehr Nachwirkungen.

    :hug:

    Liebe Claudi86 ,

    mich hat's vor gut einem Jahr auch überrollt... man will es nicht wahrhaben, hofft jeden Tag, endlich aus dem Alptraum wieder aufzuwachen. :(
    Der Anfang ist am schlimmsten, sobald die Behandlung endlich losgeht, wird es langsam besser.

    Mit Deiner Tumobiologie gibt es aber sehr viele Ansatzmöglichkeiten für eine Therapie! :)

    Es wird keine leichte Zeit, aber Du schaffst das, und die Mädels hier stehen Dir jederzeit mit Rat und Verständnis zur Seite!

    Lieben Gruß.
    Artea.