Beiträge von Blumenwiese

    Liebe Gina,
    jetzt kommst du an erster Stelle. Auch wenn es schwerfäll, mach dir kleine Freuden, schaue witzige Filme an, chatte mit positiven Menschen.
    Ich machte den Fehler, mich total zurückzuziehen und elendlich zu leiden. 3 Monate dachte ich nur ans Sterben. Dann las ich eine schöne
    Begebenheit einer Krebspatientin. Ihre Prognose war denkbar schlecht. Sie fing an das zu akzeptieren und wollte es sich noch so schön
    wie möglich machen. Damit löste sie sich von Ihren Ängsten, die sie so fest im Griff hatten, dass sie kaum noch atmen konnte. Sie
    bewegte sich viel und freute sich über jeden Tag. Sie dachte nicht mehr an die Zukunft, nur noch an das HEUTE. Im HEUTE war sie sicher.
    Seit ich im HEUTE lebe, habe ich meine Sorgen und Ängste extrem minimieren können. Es ging mir von Tag zu Tag besser. Oben gennante
    Patientin besiegte übrigens den Krebs.
    Liebe Gina, wir sind alle für dich da, es war der richtige Weg hier ins Forum zu kommen. Als ich eintrat schickte mir ein liebes Mitglied eine
    bildliche Kraftbombe. Mir hat sie geholfen, ich schick sie gern an dich weiter ^^
    Super liebe Grüße,
    von der Blumenwiese

    Hallo Wölfin,
    nachdem sich die Angst langsam legt, Zeit vergeht und die Anspannung nachlässt, stimme ich dir voll zu. Der Wein
    schmeckt intensiver, die Tage sind leichter, schöner und bewußter :rolleyes: Vor 5 Jahren ließ ich Visitenkarten machen auf denen
    unter meinem Namen steht: "Verstehen kann man das Leben nur rückwärts....leben muss man es vorwärts". Ich konnte
    währen der Therapie gar nicht mit der Krankheit umgehen. Erst jetzt komm ich wieder zu mir. Wenn ich
    mit meiner Hündig Gassi gehe habe ich den Kopf nicht mehr auf den Weg geheftet und überlege, was ich noch erledigen
    muss. Ich schaue mich um, genieße den Wind in meinen Haaren. Ich liiiiebe meine Haare. Ich umarme meine erwachsenen
    Söhne und koche mich durch die verschiedenen Länder. :D Vor meiner Krankheit habe ich Dinge erledigt, heute erlebe
    ich sie. Oft halte ich mitten im Tag inne und freue mich einfach. (von all dem war noch vor 4 Wochen keine Rede!!)
    Das soll allen Mut machen, die noch mittendrin stecken.
    Ganz liebe Grüße,
    Blumenwiese

    Hi Angie, ja das ist schon der Hammer, wie das durch den Körper rollt. Ich habe es tagsüber eher
    selten, aber ca. 2x in der Nacht. Ich bin dann auch nicht klatschnass (wenn ich die Kleider schnell
    genug runter krieg) Heftig ist es halt, wenn es draussen über 30 Grad hat. Backofen + innerlicher
    Vulkan...super! Auf der anderen Seite zeigt es mir aber, dass ich etwas dagegen tue. Das macht
    es halb so schlimm. :D
    Dir alles Liebe und Gute
    Blumenwiese

    Hallo an alle,
    ich bekam gleich nach der OP Tamoxifen, also noch bevor die Strahlenbehandlung los ging. Niemand sagte,
    dass würde den Körper doppelt belasten, und.... es tat es auch nicht. Zumindest hatte ich keine Nebenwirkungen.
    ALSO UND DANN kamen die Hitzewallungen. Ich bin 45 Jahre und hatte noch nie Hitzewallungen. Ach so ist das also...
    Zu Beginn waren es mehr, jetzt nach 3 Monaten geht es ein wenig besser. Die Tante meines Mannes (auch Brustkrebs)
    und ich scherzen darüber. Sie war auf einer Hochzeit, bei der es eiskalt war (alte Gemäuer) Sie hoffte den ganzen
    Tag auf eine Hitzewallung, aber es kam keine. Schöner Mist. Wenn man sie schon mal brauchen könnte. Auch ich
    reiße mir im Büro auf einmal die Kleider vom Leib, um Sie 10 min später schnell wieder anzuziehen.
    Mein Kollege kennt das zwischenzeitlich. Ich bin so unendlich dankbar, dass es diese Form der Therapie gibt.
    Ganz liebe Drücker an alle, die mit schlimmeren Nebenwirkungen zu kämpfen haben.
    Eure Blumenwiese

    Hallo Olivia,
    ich muss zugeben, dass mir die Ästhetik extrem wichtig war!! Daher war ich zwar überrascht, aber auch
    froh, dass die Korrektur gleichzeitig vorgenommen wurde. Ich war sofort einverstanden. Keine Dellen, keine
    Ungleichheiten, keine nachträgliche Korrektur!!
    Das Kribbeln ist nicht ständig, sondern kommt, wenn mir ein Schauer über die Haut fährt. (frieren, Freude, einfach so...)
    Ich wollte den Tumor schnellstmöglich los werden. Nicht lange gefackelt, und es ging alles sehr schnell.
    Mein Arzt war echt klasse. Daher vertraute ich ihm voll und ganz. Ich habe schon mitbekommen, das die
    Wundheilung nicht immer so einwandfrei abläuft. Ich habe noch im Krankenhaus Arnikasalbe drauf bekommen.
    Nichts entzündet, geschwollen oder nässend. Ich lief 3 Wochen ohne BH rum, danach ging dann die Strahlenbehandlung
    los. Die beste OP-Entscheidung ist die, hinter der DU voll stehst. Das ist eine der individuellsten Entscheidungen überhaupt.
    Ich wünsch dir von Herzen alles Liebe und Gute,
    Blumenwiese

    Hallo Olivia,
    mein Tumor war in der linken Brust mit 2,1 cm. Einen Tag vor der OP erfuhr ich, dass auch meine rechte Brust korrigiert wird.
    (Entsprechend dem Eingriff an der li. Brust)
    Beide Brustwarzen wurden "versetzt" die Brust verkleinert und gestrafft. Die OP verlief super, die Wundheilung war spektakulär.
    Alle die es bisher sahen meinten es sieht echt gut aus. Die große Überraschung war, dass meine Brustwarzen noch viel empfindlicher
    sind als vorher. Als würde in Intervallen leichter Strom durchfließen.
    Die Narben um die Brustwarzen und die Narben in den Brustfalten sieht man überhaupt nicht. Nur der Schnitt von der Brustwarze weg
    nach unten ist noch leicht zu sehen. (Meine OP war am 01.04.14 und meine letzte Bestrahlung am 13.06.14)
    Nur an der Außenstelle, an der der Tumor zu ertasten war, habe ich noch ein taubes Gefühl. Mal sehen ob sich das noch gibt...
    Das in der Brustwarze nach der OP kein oder weniger Gefühl mehr ist, habe ich noch gar nie gehört. Aber ich bin
    relativ neu hier.
    Auf jeden Fall wünsch ich dir viel Kraft, alles Gute, liebe Grüße,
    Blumenwiese

    Puuuh ich hatte ja keine Ahnung.... Meine eigene Krankheit (Brustkrebs) hat mir die Augen für Frauen
    wie euch (und jetzt gehöre ich auch dazu) geöffnet. Soviel ehrliche Liebe, Mitgefühl und Trost. Aber auch
    soviel Power und Kraft. Ich drücke ALLEN die Daumen die auf eine Diagnose warten, die auf den Beginn
    der Behandlung warten, die auf den Start der Therapie (Chemo, Strahlen, AHT) warten, die auf den
    Tag der OP warten. Für mich war die Warterei das Schlimmste. Deshalb denk ich an alle, die noch
    warten und erhoffe für Sie die bestmöglichsten Befunde, Ärzte und Freunde. Ganz ehrlich... :hug:
    Eure Blumenwiese

    Hallo ihr Lieben, Ich wünschte öfters (länger) hier sein zu können, aber
    nach Beendigung meiner Strahlentherapie bin ich letzte Woche völlig abgestürzt. Ich hatte über 2 Wochen einen heftigen Infekt, röchelte
    nur noch durch die Gegend und war völlig erschlagen. Die letzte Woche lag ich mit Fieber unter dem Apparat und durfte nicht husten.
    Ich arbeite (seit 2 Wochen nach meiner OP) jeden 2. Tag, d.h. ich hatte keine richtige
    Pause und überhaupt keine Verarbeitung der Diagnose und der 4 Wochen freien Falls danach. Am Freitag 13.06. war die letzte Bestrahlung und
    am Dienstag darauf fast ein Nervenzusammenbruch (??) Ich fing im Geschäft an zu heulen ;( und wurde darauf 2 Wochen krank geschrieben.
    Ich habe mich so auf das Ende der Strahlentherapie gefreut!!! Und dann das.... Meine Frage: Wie kommt IHR damit zurecht? Wie geht
    ihr mit der Angst um? Habt ihr auch so "Erinnerungsattacken"? Ganz liebe Grüße an alle und vielen Dank vorab für eure Antworten.
    Blumenwiese

    Hallo zusammen,
    ich bin neu, ohne Forumerfahrung und schreibe einfach mal drauf los. Ich fand die unterschiedlichen Handhabungen während der Bestrahlung
    sehr verwirrend. Pudern? Würde ich jemals einen Sonnenbrand pudern? Duschen ja oder eher nicht, usw. Ich habe mir auf anraten meines Arztes einen
    kühlenden Sprühschaum geholt. Ich durfte auch Duschen (nur keine Staunässe und niiiiie abrubbeln) Danach den Sprühschaum drauf und gut.
    Damit kam ich durch 30 Bestrahlungen (gestern die letzte, HURRRRAAAA) ohne jeglichen Beschwerden. Ich bin nach der Bestrahlung 30-45 min
    stramm mit meiner Hündin gelaufen. Das tat gut und der Kreislauf wurde angeregt. Ich ging nur jeden 2.Tag arbeiten. Meine Krankenkasse und mein
    Geschäft rechnen das dann ab. Somit wurde ich nicht ganz aus meinem früheren Leben katapultiert, mein Kollege war endlos dankbar und mir
    tat es ganz gut. Die Müdigkeit hielt sich auch in Grenzen. Allerdings bin ich erkältet mit fiesen Halsschmerzen, Husten und dickem Schnupfen.
    Die Blutabnahme alle 2 Wochen war auch problemlos und immer in Ordnung.


    Zur Antihormontherapie: Ich fing unmittelbar nach meiner OP (01.04.2014) damit an. Bis auf die Hitzewallungen habe ich keine Nebenwirkungen. Und die
    nehme ich ehrlich gesagt gern in Kauf. Nachdem ich 4 Wochen völlig gelähmt und ängstlich auf die Diagnose und Prognose gewartet habe, und in dieser
    Zeit gebetet habe "nur" eine AHT zu bekommen!!


    Zum Schluß: Den kühlenden Sprühschaum kann ich nur empfehlen.


    Ganz liebe Grüße an alle,
    Blumenwiese

    Ich danke euch allen. Dieses Forum hat mir von Art, Aufmachung und den Kommentaren gleich zugesagt. Sind alle Foren so herzlich?
    Heute habe ich den Reha-Antrag gestellt (blöd, aber ich brauch unbedingt eine, in die ich meine Hündin mitnehmen kann). Morgen
    ist meine letzte Bestrahlung und ich hoffe danach nicht in ein Loch zu fallen (da ich dann nichts mehr "mache")
    Ich muss mit dem Hund, ich schreibe später nochmal.
    Liebe Grüße von der Blumenwiese

    Hallo, tja, bei mir wurde im März bei der Vorsorgeuntersuchung ein bösartiger Tumor in der linken Brust ertastet.
    Mammo und Biopsie bestätigten das. Ich wurde also ungefragt in eine neue Welt geschleudert. Lymphknoten, Wächter,
    Metastasen, Klassifizierungen, OP, Therapien, und immer endlos viele offene Fragen. 4 Wochen Ungewissheit zermürben
    dann doch. Ich dachte ich wäre ziemlich ruhig, aber mein Kollege merkte meine enorme innerliche Anspannung. Ich
    war nicht mehr ich. Ich kam z.B. in die Waschküche und die Maschine war nur halb ausgeräumt. Das Zeug davor war
    völlig zerknittert und angetrocknet und das Zeug drinnen war nass und roch schon. Ich stand da bestimmt 2-3 Minuten
    und überlegte, wer denn so etwas macht?? Dann fiel es mir ein. Vor 2 Tagen hatte ich damit begonnen die Maschine
    auszuräumen und dann klingelte es an der Haustür. Danach habe ich an die Wäsche nicht mehr gedacht. 2 Tage lang!!
    Und genau das ist das Problem. So etwas versteht keiner, der das nicht mitgemacht hat. Ich bin ein mitfühlender Mensch,
    aber ich hatte ja selbst keine Ahnung, was man mit so einer Diagnose durchmacht. Momentan bin ich an dem Punkt an
    dem ich merke, das "nicht darüber reden" auch nicht hilft. Ich wage mich also aus meiner Deckung und hoffe einfach auf
    einen lieben Austausch. :rolleyes:
    Viele Grüße von der Blumenwiese