Beiträge von Olivia

    Liebe Nachtigall69 ,


    also meine Nase wurde nach Absetzen der AK allmählich besser. Mir hat auch ne Salbe gut geholfen und ne Massage aus dem Qi-Gong (v.a. einfach beide erste Daumengelenke in die Grube hinter den Nasenflügeln legen und mehrmals (da gibt es genaue Zahlen, weiß ich nicht mehr) kreisend in die eine und dann in die andere Richtung massieren) und ne Übung aus der Atemtherapie (herzhaft Gähnen und Rekeln, dann mit der Zunge von innen durch den Mund: an den Zähnen entlang, an den Wangen entlang, für ne Weile die Zungenspitze in die eine, dann in die andere Wange drücken. - hilft auch bei trockenen Augen).


    LG

    Olivia

    Hallo nochmal,


    ich habe mich doch für den Erhalt meiner Eierstöcke entschieden. Denn: mir wurde vom Arzt auch gesagt, dass sie u.a. wichtig für Herz-Kreislauf sind. Und mein mutationsbedingtes Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken steigt erst ab dem 65. Lebensjahr. Und oftmals soll Eierstockkrebs ursprünglich aus den Eileitern stammen und die habe ich ja nun zusammen mit der Gebärmutter entfernen lassen.


    Ich wünsche allen gute Nerven, die noch vor der Entscheidung stehen.

    Liebe Grüße

    Olivia

    Hi,

    für mich wurde es leichter ab der Zeit, wo ich nicht mehr damit gehadert habe, dass ich schwach und krank bin, sondern mein Schwachsein und meine Sterblichkeit (mehr) akzeptiert habe.

    Das könnte man letztlich auch einen Kampf nennen- kommt halt drauf an, wie man das definiert.

    Ich habe mir den Krebs nie als Feind vorgstellt, den ich besiegen muss. Es ist einfach eine eigentümliche Krankheit.


    Liebe Grüße

    Olivia

    Liebe Chrissi42 ,

    herzlich willkommen im Forum!

    Ich habe die gleichen Infos wie Michaela63.

    Aufgrund einer großen früheren OP gehe ich davon aus, dass ich einige Verwachsungen habe. Daher hatte ich zunächst auch Angst vor einer erneuten OP. Aber jetzt komme ich nicht mehr drumrum, will mir vorbeugend Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke entfernen lassen (da Risiko für Krebs bei mir aufgrund von Veränderungen der Schleimhaut und einer Gen-Mutation erhöht).

    Aber der Chirurg, zu dem ich gehe, traut sich das ohne weiteres zu und auch andere, die ihn kennen sagen, der kann das gut.

    Ich drücke die Daumen, dass die Tumormarker bei Dir wegen was anderem erhöht sind. (Das hatt ich auch mal).

    An Deiner Stelle würde ich mir auch eine zweite Meinung einholen.

    Liebe Grüße

    Olivia

    Hallo liebe Zweiflerinnen und Entschiedene,


    ich reihe mich mal ein, bei denen, die überleg(t)en, sich vorbeugend die Eierstöcke entfernen zu lassen.

    Ich hatte 2013, mit 35 Jahren die Diagnose Brustkrebs (Hormonabhängig + HER2neu positiv, BRCA 1 und 2 negativ). Chemo, OP, Bestrahlung - PCR, dann für mind. 10 Jahre Tamoxifen und ein paar Jahre Antikörper (sind inzw. abgesetzt).


    Seit über einem Jahr habe ich das Problem, dass sich die Gebärmutterschleimhaut zu sehr aufbaut, inkl. Polypenbildung. Bei einer Ausschabung wurden atypische Zellen gefunden. Somit war klar, dass die Gebärmutter inkl. Hals raus muss. Ein Gentest ergab, dass ich zudem Trägerin einer Mutation des MSH6 Gens bin. Somit habe ich u.a. ein erhöhtes Risiko für Gebärmutter- und Eierstockkrebs. Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass die Gebärmutter raus muss (mein ehemaliger Kinderwunsch wird ohnehin unerfüllt bleiben), wollte aber bis zur Diagnose der MSH6-Mutation meine Eierstöcke behalten. Wegen der Angst vor all den potentiellen NW, die einige von Euch beschrieben. Nicht dass ich grundsätzlich was gegen das Älterwerden habe, aber ich hab was gegen das vorzeitige Altern. Ich stelle mir vor, dass ich dann auch weniger Chancen habe, doch noch 95 zu werden (worauf ich alte Optimistin spekuliere). Am meisten fürchtete ich mich vor Osteoporose.


    Aber vor ein paar Tagen hat sich bei mir irgendwie ein Schalter umgelegt. Ich glaube, es war der Moment, als im Ultraschall bei meiner Gyn mal wieder eine dicke Zyste an einem Eierstock zu erkennen war. Sie meinte, die sieht harmlos aus und ich bin es eigentlich gewohnt, dass diese Dinger bei mir kommen und gehen. Doch vor ein paar Jahren gab es schon einmal Alarm, dass das Krebs sein könnte und einen sicheren Befund bekommt man, wenn ich das richtig verstanden habe nur durch invasive Verfahren. Jedenfalls war mir nun, als ich das Ultraschallbild sah, klar, dass ich diese Angst nicht noch einmal durchstehen will. Meine Gyn meinte dann noch, dass BK zu 90% heilbar ist, EK hingegen nur zu 10%.

    Sie sagte auch, dass die Libido nicht von den Eierstöcken abhängig sei. - Wie sind da Eure Infos und Erfahrungen?

    Ach ja, was mich auch beruhigt hat: ich darf Tam (was ich recht gut vertrage) weiter nehmen und das wirkt wohl einigen NW, z.B. denen auf die Knochen, entgegen.


    Ist hier noch jemand mit der MSH6-Mutation?


    Liebe Grüße

    Olivia

    Hallo Der Lotte ,


    ich hatte auch (ungefähr) diese Therapie, habe die Doppel-Antikörper noch länger bekommen. Letzte Chemo: Anfang Juni 2014, bis Anfang Oktober noch Bestrahlung, dann schon bissl gearbeitet, zur AHB und ab Januar wieder gearbeitet (halbe Stelle, aber gleich mal mit einer längeren Fernreise gestartet). Das ging alles gut, denn die NWs, die Du beschreibst, haben bei mir tatsächlich allmählich nachgelassen. Aber 40 h pro Woche arbeiten hätte ich noch 3 Jahre lang nicht geschafft. Auch wegen der vielen Arzttermine und der nur langsam nachlassenden Müdigkeit (musste mich mit Vitamin B12 und Eisen aufpäppeln).

    Also es kommt natürlich auch drauf an, was man für einen Job hat, wie der Arbeitsweg ist usw...


    Also ich denke, Du darfst optimistisch sein.

    Liebe Grüße

    Olivia

    Liebe TinaMina ,

    das Tamoxifen verändert die Schleimhäute und die Bakterienflora in der Scheide. Das schwächt die natürliche Abwehr. Mir helfen Milchsäure-Zäpfchen und noch besser: Kapseln mit lebenden Milchsäurebakterien zum EInführen in die Scheide. Gibt es beides in der Apotheke.

    Vielleicht lohnt es sich auch, mal den Vitamin B12-Spiegel überprüfen zu lassen (nur so als Idee, denn B12 ist ja allgemein für die Haut wichtig).

    Außerdem: Beckenboden trainieren, aufrecht sitzen usw.


    Liebe Grüße

    Olivia

    Liebe @Nicky-Lydina,


    ich möchte die treffende Beschreibung von Elfriede noch um meine Erfahrungen mit Psychologinnen ergänzen. Ich hatte seit der Diagnose zu vieren (plus eine in der Reha) Kontakt und mit zweien bin ich gar nicht klar gekommen, mit den anderen beiden aber ausgesprochen gut. Eine, die in einem Verein als psycho-soziale Beraterin arbeitet, hat mich ganz am Anfang aufgefangen und bei der anderen habe ich eine Therapie gemacht. Das hat mir enorm geholfen. Ich glaube ohne diese beiden hätte ich heute noch viel viel mehr an allem zu knabbern.

    Also ich meine, Du könntest es noch einmal bei einem/r anderen Psychlogen/in versuchen.

    Es ist normal, dass wir uns nach der Krebserkrankung und Therapie nicht einfach nur freuen. Da wurde so vieles im Leben so heftig durchkreuzt und erschüttert, da braucht es Zeit, bis sich alles wieder neu zurechtrüttelt und bis wir wieder ein stabileres Grundvertrauen gewinnen.


    Liebe Grüße

    Olivia

    Liebe Jacqueline81 ,


    mit etwas, das man mit Motivation angefangen hat wieder aufzuhören, weil es keinen Sinn mehr macht – das ist kein Versagen, das ist eine Leistung!


    Alles Gute

    Olivia