Beiträge von Philosophin

    Liebe Jabu

    meine KK scheint genau dieses Präparat zu bezahlen 😊

    Ich hatte allerdings auch noch kein anderes, von der unangenehmen Spritze hat mir nur die Gynäkologin berichtet.

    Ansonsten hat man als Pat aber auch das Recht, das Wunsch -Medikament einer bestimmten Firma zu ordern, gegen einen gewissen Aufpreis.

    Die meisten Tabletten sind ja „gleich gut“, ich denke es geht da vor allem um Injektionen, die unterschiedlich angenehm zu applizieren sind...

    Liebe -sternle-


    es gibt die Spritze von verschiedenen Firmen. Bei einer davon muss man sich ein größeres Volumen injizieren und das ist für viele unangenehm und macht lokal Beschwerden.
    Meine Gynäkologin schreibt mir deshalb immer das Präparat von der anderen Firma auf. Vielleicht könnte es daran liegen?

    Hallo Snowflower ,


    das Vorgehen halte ich für sehr interessant.


    Prinzipiell gilt nach Impfungen:

    Antikörper bedeuten nicht unbedingt, dass man eine gute Schutzwirkung hat. Keine (ausreichenden) Antikörper bedeuten wiederum nicht, dass man keinen Schutz hätte. Und bei Corona gibt es ja noch gar keine Erfahrungswerte, ob der Nachweis von Antikörpern (in welcher Höhe überhaupt?) mit dem Nachweis einer Immunität gleichzusetzen ist.


    Bisher gibt es keinerlei Erfahrungswerte bzgl einer dreimaligen Impfung. Dafür ist der Impfstoff im Übrigen auch gar nicht zugelassen.

    Liebe Amanda68 ,


    ich freue mich so für Dich! Verständlich, dass Du und Deine Kinder sehr unter Druck standet. Du hast bereits eine Woche nach der ersten Impfung einen sehr guten Schutz vor schweren Verläufen.


    Ich wünsche Dir weiterhin von Herzen alles Gute! 🍀

    @Trixi @Toyota und @Studienteam


    Bitte welche Studien? Und wie hoch war der Nutzen? Du schreibst, meine Aussagen seien die „offizielle Variante“, das suggeriert es gäbe noch inoffizielle Daten, die nicht öffentlich bekannt gemacht werden. Wer bitte sollte Interesse daran haben, Studienergebnisse zurückzuhalten und damit Tumorpatienten zu schaden? Was bitte meint Eure Klinikleitung zu wissen, was nicht öffentlich publiziert wurde?


    Ich habe im übrigen auch keinen Beipackzettel zitiert.

    Und es muss auch nicht jede Frau, die einen Aromatasehemmer nimmt mit massivem Knochenabbau rechnen. Solche Aussagen verbreiten hier Angst und Schrecken und führen ins Nichts.

    Liebe -sternle- ,


    da habe ich mich missverständlich ausgedrückt.


    zur Prävention einer Osteoporose sind Bisphosphonate nicht zugelassen und dafür gibt es auch keine Empfehlung.


    Die Empfehlung bezieht sich auf die Gabe von Bisphosphonaten bei postmenopausalen Pat nach Mammakarzinom zur Prophylaxe von Knochenmetastasen. Die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Knochenmetas in den folgenden 10 Jahren wird um 2 Prozent reduziert, wenn man die Bisphosphonate zwei Jahre lang nimmt. Es gibt allerdings auch negative Studien dazu. Und vermutlich profitieren auch hier diejenigen am meisten, die ein hohes Risiko für ein Rezidiv haben.

    Liebe -sternle- ,


    so wie 18-09-Sonnenschein schon geschrieben hat, gibt es in der adjuvanten Situation prinzipiell zwei Indikationen für die Gabe von Bisphosphonaten:

    1) zur Prophylaxe von Knochenmetastasen

    2) bei nachgewiesener Osteoporose zur Therapie (Knochenaufbau)


    Wer eine Osteoporose hat, der sollte sowieso Bisphosphonate nehmen (dann ist es Kassenleistung).

    Zum Thema Prophylaxe von Knochenmetastasen ist die Studienlage nicht ganz einheitlich. In den meisten Studien konnte kein Vorteil unter der Gabe von Bisphosphonaten gesehen werden (also gleich viele Knochenmetastasen mit und ohne Bisphosphonate). Lediglich eine Studie konnte einen geringen Vorteil sehen, es geht um 2% weniger Knochenmetastasen innerhalb von 10 Jahren und konnte nur bei postmenopausalen Frauen gesehen werden. Auf andere Organmetastasen hatten die Bisphosphonate keinerlei Einfluss.


    Trotzdem gibt es eine Empfehlung, beim Mamma-Ca und Postmenopause (sowohl natürlich wie auch durch GnRH-Analoga verursacht) Bisphosphonate zu nehmen. Hierbei spielt es für die "Wirkung" keine Rolle, ob man die Infusionen oder Tabletten nimmt. Die Tabletten sind nur deutlich besser verträglich und man ist damit unabhängig. Die Kosten sind im wesentlichen gleich (beides IGEL). Nach dem obligatorischen Besuch beim Zahnarzt kann man sich einfach ein Privat-Rezept beim Hausarzt ausstellen lassen.


    Ich habe hier weiter oben einen ausführlicheren Kommentar zu diesem Thema geschrieben - falls es Dich interessiert.


    Alles Gute!

    Bibs

    Wie der einzelne entscheidet ist natürlich nicht vorhersehbar. Aber sollte es hierbei eben nicht um „eigene“ versus „fremde“ Patienten gehen sondern ist es nicht viel mehr in den genannten Fällen eine Frage der Menschlichkeit? Sollten nicht in der Medizin und insbesondere wenn es sich um Tumor Patienten handelt finanzielle Aspekte nachrangig sein?

    Kalinchen

    Der Tip, die Hausarzt-Praxen in der Umgebung anzurufen ging konkret an eine Krebs-kranke Mutter von 3 Kindern. Und auch an diejenigen, die hier lesen - und das sind überwiegend Tumor-Patienten unter laufender Krebs-Therapie. Ganz bewusst habe ich meine Empfehlung hier in dieses Krebs-Forum geschrieben und nicht in der BI..D-Zeitung veröffentlichen lassen. Es handelt sich also nicht um Tausende, sondern um sehr wenige Einzelfälle in aktuell schwierigen Situationen.


    Zum Überblick: Eine normale Hausarzt-Praxis betreut im Durchschnitt 1-3 Pat. unter laufender Krebs-Therapie. Eine Krebs-kranke Mutter mit Chemotherapie gibt es etwa einmal auf 20 Hausarzt-Praxen. Es sind somit alles konkrete, seltene Einzelfälle.


    Leider ist in der ganzen Corona- und Impf-Debatte (die leider vor allem eine Neid-Debatte ist) der menschliche Blick auf einzelne Schicksale verloren gegangen. Ältere Menschen haben diesen Blick oft noch. Und wenn man eine bettlägerige 85-jährige Frau fragen würde, ob sie zugunsten der Krebs-kranken Nachbarin und Mutter schulpflichtiger Kinder die Corona-Impfung um eine (!) Woche aufschieben würde, dann bin ich mir sicher, dass diese Frau es gerne zulassen würde. Bei Müttern geht es auch generell nicht um ein "Ich zuerst", sondern es hängen eben noch die Schicksale der Kinder mit dran. Und sollte es dem Hausarzt xy nicht möglich sein, diese Zusammenhänge zu erkennen und eine eigene sinnvolle Priorisierung vorzunehmen, dann - so finde ich - hat man als Tumor -Patient, als Krebs-kranke Mutter durchaus das Recht, noch bei einem zweiten Hausarzt anzurufen, dem es möglich ist eine einzelne Impfdosis an einen Menschen in prekärer Situation zu vergeben.



    Und liebe KatzenMom 64 - wie immer sehr gerne :)

    Sehr gerne, liebe steinach und liebe Marlin48 !


    Vielleicht berichtet Ihr nächste Woche von Euren Erfahrungen? Inzwischen sind ja sehr viele der Ü80 Gruppe schon geimpft, insbesondere die Heime, und so viele Hausbesuche kann der Hausarzt pro Woche auch nicht fahren... Also da bleibt bestimmt etwas übrig. Und die Priorisierungsgruppen sollen ja sehr bald nicht mehr so streng ausgelegt werden. Die eine oder andere Woche Geduld ist möglicherweise noch gefragt, aber dann wird es für alle Tumor-Pat möglich sein, eine Impfung zu erhalten.


    Alles Gute für Euch alle :):thumbup:

    Liebe Debo30 ,


    zu Deiner Frage, wie man nach der 1. Impfung mit AstraZeneca verfährt - also ob auch die Impfung mit einem anderen Impfstoff möglich, sinnvoll und wirksam ist, laufen gerade Studien. Eine Antwort kann Dir darauf gerade keiner geben. Ich würde erst mal abwarten und noch gar nichts entscheiden. In den nächsten Wochen wird es Informationen dazu geben und auch eine Entscheidung von den Impf-Experten. Prinzipiell hast Du schon nach der 1. Impfung einen sehr guten Schutz, ein schwerer Verlauf einer Corona-Erkrankung ist damit sehr unwahrscheinlich. Übrigens ist die Wirkung von AstraZeneca umso besser, je länger man nach der 1. Impfung auf die zweite wartet (also bessere Wirkung bei Abstand von 12 Wochen als wenn man nur 6-9 Wochen dazwischen hat). Es ist also genug "Zeit" und es läuft auch nichts davon. Grundsätzlich würde ich mich da eher auf die Ergebnisse der Studien und den Rat der Experten verlassen als auf die Meinung des Hausarztes. Es ist für alle Neuland und man kann in die eine wie in die andere Richtung falsch liegen.


    Zum Thema AstraZeneca und Thrombosen möchte ich - für alle, die es interessiert - noch kurz Folgendes sagen. Die sehr seltene aber doch schwerwiegende Komplikation der Sinusvenenthrombose hat nichts mit sonstigen Thrombosen, Embolien, Schlaganfällen etc zutun. Wer ein erhöhtes Risiko für Thrombosen oder Lungenembolien hat (zB durch eine aktive Tumorerkrankung), der hat dadurch KEIN erhöhtes Risiko für diese Impfkomplikation. Die Entstehungswege sind nämlich so grundsätzlich unterschiedlich, dass das eine mit dem anderen nicht korreliert.


    Die durch AstraZeneca ausgelöste Sinusvenenthrombose oder andere thrombembolische Komplikationen sind - ganz grob gesagt - eine "Allergie" gegen den Impfstoff. Der Impfstoff bewirkt in diesen seltenen Fällen, dass das Immunsystem aktiviert wird und zu einer Überreaktion/Aktivierung der Blutplättchen führt. Diese verklumpen dann und werden dadurch "verbraucht" (also niedrige Thrombozyten im Blutbild), was eben zu Verstopfungen in den Blutgefäßen führen kann, zu Thrombosen ebenso wie zu einer Sinusvenenthrombose im Kopf, die natürlich besonders dramatisch ist.


    Diese Komplikation ist sehr selten, im Durchschnitt kommt sie bei einer von 100.000 Impfungen vor. Allerdings haben gewisse Gruppen ein etwas höheres Risiko (Frauen unter 50), bei über 65-jährigen und bei Männern gibt es keine bzw kaum Fälle. Unklar ist auch, ob man diese Komplikation bei einer Zweitimpfung bekommen kann, wenn man bei der ersten keine Thrombose hatte.


    Die Reise zum Impfzentrum würde ich mir in jedem Fall sparen. Ab Ende April wird der Impfstoff millionenfach auf den Markt und in die Hausarzt-Praxen fluten, da werden gerade die kleinen Praxen ganz schnell mit den "Impfwilligen" durch sein. Und jeder kann sich dann problemlos beim Hausarzt impfen lassen.


    Alles Gute für Dich :)

    Liebe Amanda68 und alle anderen Interessierten!


    Ab morgen impfen ja bekanntermaßen auch die Hausärzte. Vielleicht darf ich Dir/Euch ein paar strategische Hinweise geben, wie Du vielleicht etwas schneller an eine Impfung gelangst.


    - Da jede Praxis (= Standort) zunächst nur 50 Impfdosen pro Woche erhält, lohnt es sich, bei kleineren Praxen anzurufen (Einzelpraxen und/oder jemand, der nur wenige Pat betreut). Die großen Gemeinschaftspraxen bekommen nämlich auch nur 50 Dosen pro Standort. Auch mal die Hausarzt-Praxen in den Nachbarorten anrufen. Situation schildern, Priorisierungsgruppe angeben. Falls gewünscht, auch angeben, dass man AstraZeneca nehmen würde. Oder beim Hausarzt freundlich Druck machen. Der kennt Deine Situation ja und sollte auch Verständnis haben.


    - Auch die Fachärzte dürfen mitimpfen, d.h. der Gynäkologe, Onkologe, HNO, Chirurg etc. ebenso. Nicht jede Praxis macht mit. Aber auch hier lohnt es sich möglicherweise, auf die Homepage zu schauen bzw mal anzurufen.


    Viel Erfolg!