Beiträge von Philosophin

    Rennratte


    Dann weißt Du da offensichtlich mehr. Aber dann wäre es doch trotzdem ein Formfehler, wenn Pschureika eine Folge AU braucht und der Gyn schreibt ihr eine neue? Die Krankheit ist ja die selbe und dass sie nicht arbeiten kann bleibt auch gleich. Und letztendlich ist in unserem Land doch immer jemand zuständig, dass auch diejenigen die nicht mehr arbeiten können ihr Geld bekommen. :/


    Wenn es allerdings keine nahtlose AU ist sondern eine wochenweise und die Diagnose wurde geändert bzw vertauscht, dann würde ich mich erst mal juristisch beraten lassen, zB vom Sozialverband. Vielleicht hilft es auch, wenn der Gyn für die entsprechende Zeit die AU korrigiert und die Diagnose C78.7 dazu schreibt.

    Eigentlich ist die Sache doch klar und wegen eines Formfehlers einem Tumorpatienten kein Geld zu bezahlen finde ich wirklich verwerflich.

    Liebe Pschureika ,


    also erst mal vorneweg - das Geld steht Dir ja in jedem Fall zu. Es ist ein Formfehler beim Ausfüllen der AU aufgetreten und das wird nun auf Deinem Rücken ausgetragen. Das ist wirklich gemein, auch noch in Deiner Situation.


    Ich nehme an, der Gynäkologe hat Dir eine Folge-AU ausgestellt? Das wird oben auf der AU angekreuzt. Wenn dies so ist, dann muss er Dir die AU nochmal neu ausstellen mit der richtigen Diagnose (also der Deines Hausarztes).


    Das ganze ist also "nur" eine Formsache. Aber das Geld, das Dir zusteht, treibst Du am besten zusammen mit dem Sozialverband, bei dem Du Mitglied bist, ein. Die haben genau für solche Fälle Juristen, die dann die passenden Briefe schreiben.


    Alles Gute für Dich!

    Hallo Fischi58 ,


    es ist genau anders rum. Wenn Du Zahn-Implantate benötigst (oder eine andere größere Zahn Sanierung vom Zahnarzt) dann musst Du dies unbedingt VOR Beginn der Bisphosphonat Therapie machen. Während dieser Behandlung und auch noch eine gewisse Zeit danach macht kein Zahnarzt etwas invasives am Kiefer wegen der Gefahr der Kiefernekrose.

    Hallo IBru ,


    bemerkenswert finde ich an der Studie insbesondere, dass sie nicht im reichen West-Europa und Nord-Amerika läuft, sondern in Mittel- und Südamerika. In West-Europa wäre es nämlich gar nicht möglich, so eine Studie durchzuführen, weil sich gar nicht ausreichend viele Frauen bereit erklären würden, dabei mitzumachen. Schon die TailorX Studie hatte große Probleme damit, dass sich viele Frauen mit mittleren RS-Werten gegen die randomisierte Therapie-Form entschieden haben.


    Bin auch gespannt, was die Studien ergeben werden. Letztendlich werden ja zum Glück die allermeisten Pat. durch OP/Bestrahlung und AHT geheilt und nur ein kleiner Teil profitiert von der Chemotherapie.

    Liebe IBru ,


    die Entscheidung FÜR die Chemotherapie ist durch den Oncotype bei hohen Werten ziemlich eindeutig, schwieriger ist es in manchen Fällen bei mittleren Werten KEINE Chemotherapie zu machen.


    Die Zusammenhänge sind hierbei sehr komplex und nicht so einfach zu verstehen, wie Du ja an unserem Gedankenaustausch siehst 😊


    Es soll jetzt nicht überheblich klingen, aber ich bezweifle, dass alle Onkologen diese Details und auch die Limitationen des Tests kennen, dafür muss man sich mit dem Thema schon sehr intensiv befasst haben.

    Liebe @Ilmomarie ,

    Du musst die Ärztin nach Daten von aktuellen Studien fragen. Und es gibt nun mal keinerlei Daten bzgl Oncotype bei einer Subgruppe mit T3 N1 und G3. Diesen Tumor darf man nicht mit T2 N0 vergleichen.
    Manchmal ändert sich die Diskussionsgrundlage nach der Histologie nach der OP, aber dann muss man noch mal neu nachdenken.
    Wenn ein Tumor eine schlechtere Prognose hat, dann ist der mögliche Nutzen der Chemotherapie auch größer.
    Vielleicht berichtest Du uns nach dem Gespräch.

    Alles Gute!

    Liebe IBru ,


    Ich kenne Deinen Fall nicht im Detail, deshalb möchte ich nur ein paar prinzipielle Dinge sagen. bei Dir wurde der Onkotype doch im Rahmen einer Studie durchgeführt? „Indikation“ ist natürlich ein sehr subjektiver Begriff mit viel Interpretationsspielraum.
    Die Prognosetests werden in der Leitlinie nur bei unklaren Fällen zur Entscheidungshilfe empfohlen. Wenn man die Leitlinie nun sehr großzügig auslegt und alles bisher gültige als ungültig erklärt, dann kann man den Test natürlich großflächig einsetzen. Ob der erhaltene Wert dem tatsächlichen individuellen Risiko entspricht, das kann hinterher sowieso niemand nachprüfen.

    Und zum Thema nodal positiv: Du hast recht, da werden andere Zahlen genannt als bei nodal negativ. Aber da werden die Angaben auf der Onkotype Seite auch ganz kurios. Während bei nodal negativ bereits bei Werten ab RS 25 eine Chemotherapie klar empfohlen wird, sieht man bei den Pat mit Lymphknotenbefall erst bei Werten von 31 und mehr einen erheblichen Nutzen durch die Chemotherapie. Hier wird eine Studie von 2010 zitiert. Das muss mir erst mal jemand erklären, warum die Pat mit der fortgeschritteneren Erkrankung weniger von einer Chemotherapie profitieren sollen. Möglicherweise beruht diese „Erkenntnis“ einfach auf schlechten Daten oder fehlenden verwertbaren Studien.


    Deshalb wird der Onkotype oder andere Multigentests aktuell (entsprechend der aktuellen S3 Leitlinie) auch nur bei nodal-negativen Pat als mögliche Entscheidungsgrundlage empfohlen.
    Bei nodal positiven Pat konnte sich die Leitlinie nicht mal dazu durchringen, bei Vorhersage eines niedrigen Rezidivrisikos durch den Test von einer Chemotherapie abzuraten.

    Liebe Caro_caro ,


    vielen Dank für die Blumen! :)


    Ich möchte noch etwas zu G2 und G3 anmerken. Das bahnbrechend Neue am Onkotype war/ist ja, dass man vielen Pat mit einem G3 Tumor, die man früher allein schon deshalb als high risk und G3 = Chemotherapie markiert hat eben anhand des Onkotype Ergebnis die Chemotherapie ersparen konnte. Das heißt, nicht jedes G3 bedeutet, dass der Tumor auch gerne und früh Metastasen absondert.


    Auf der anderen Seite konnten auch bei den G2 Tumoren einige Pat identifiziert werden, denen man früher anhand der bisherigen Kriterien (G2, kleiner Tumor, keine Lymphknoten befallen) von einer Chemotherapie abgeraten hatte, als Hochrisiko-Kollektiv mit insgesamt schlechter Prognose eingeordnet werden (also diejenigen mit hohen Werten im RS) und diesen mit der Chemotherapie eine Verbesserung der Prognose möglich machen.


    Somit kann der Onkotype (bei richtiger Indikationsstellung) sowohl G3 Pat eine Chemotherapie ersparen, wie auch Pat aufspüren, die doch von einer Chemotherapie profitieren. Er führt dazu, dass sowohl Über- wie auch Untertherapie vermieden wird, was ja gerade wenn es um so eine einschneidende Krebstherapie geht, extrem wichtig ist. Ich meine mich zu erinnern, dass in etwa 30% der Fälle durch den Onkotype die Therapieentscheidung nochmal geändert wird.


    Alles Gute weiterhin für Dich! :)

    Hallo Ihr Lieben!


    Ganz ehrlich: Bei einem Wirtschaftsunternehmen, das sehr teure Tests verkauft, anzurufen und nachzufragen, ob das Testergebnis auch verlässlich ist, halte ich für keine besonders gute Idee. Ob deren Meinung nicht vielleicht doch von ihrem wirtschaftlichen Gewinn abhängt? Ich glaube nicht, dass da jemand sitzt, der sagt, man solle nicht auf das Testergebnis vertrauen und lieber nochmal einen erfahrenen Onkologen befragen. Diese Aussage würde ja seinen eigenen Arbeitsplatz gefährden.


    Dass die Prognose des Mammacarcinoms sich mit der Größe des Primärtumors verschlechtert, ist allgemein bekannt, dazu gibt es viele Studien. Allein schon hier ist die Aussage, dass man das Ergebnis des Onkotype für jede Tumorgröße verwenden kann schlichtweg falsch. Daten zu T3 Tumoren existieren überhaupt nicht für den Onkotype. Der Onkotype wurde an Frauen mit einer durchschnittlichen Tumorgröße von 15 mm getestet, deren Prognose nicht mit der von T3 Tumoren vergleichbar ist.


    Und auch die Aussage, dass bei bis zu 3 befallenen Lymphknoten das Ergebnis des Onkotype genauso zu verwerten ist wie bei N0, ist ebenso falsch. Das stimmt nur wenn

    1) mindestens 12 LK untersucht wurden UND

    2) der RS des Onkotype bei 11 oder darunter lag.


    Nachlesen könnt Ihr das in der PLAN B Studie. Und auch da war die untersuchte Studienpopulation mit den genannten Kriterien sehr klein, die Evidenz ist schwach. Leider macht die Firma, die den Onkotype verkauft, auf ihrer schön gestalteten Website auf all diese Feinheiten nicht aufmerksam.


    Und noch einen Punkt möchte ich ansprechen. In den aktuell laufenden Studien zum HR+ HER2 neg Mammacarcinom wird der Onkotype routinemäßig initiiert, einfach um die Aggressivität und "Streufreudigkeit" des Tumors besser einschätzen zu können, das ist für die Auswertung und Subgruppenanalyse wichtig.


    In der aktuell gültigen S3 Leitlinie wird der Onkotype aber nur für die Fälle empfohlen, bei denen man sich unsicher ist, ob eine Chemotherapie wirklich erforderlich ist. Hier werden auf einmal diese beiden Dinge vermischt: Bei Pat., die in Studien laufen und bei denen die Indikation für eine Chemotherapie besteht, liegt plötzlich ein Onkotype Ergebnis vor, das einen geringen Chemotherapie Nutzen anzeigt. Allerdings ist diese Aussage ja nur für Pat richtig, bei denen eine Indikation für die Durchführung des Onkotype besteht. Für alle anderen hat das Ergebnis (zumindest nach den aktuellen Daten) keinerlei Aussagekraft.


    Das sind meine Gedanken zu diesem Problem. Glaubt nur das, was Euch Euer Gegenüber mit aussagekräftigen Studiendaten beweisen kann!

    Liebe Jeanny ,


    vielleicht kann ich Dich mit folgenden Worten noch weiter beruhigen:


    Pat. mit Melanoma in situ (und selbst solche mit einem Melanom mit einer Dicke unter 1 mm) haben sogar eine höhere Lebenserwartung als gleichaltrige Menschen ohne diese Diagnose.

    Warum das so ist? Weil Menschen, die so sehr auf sich acht geben, dass ihnen ein dunkler Fleck gleich auffällt (und einen Arztbesuch nach sich zieht) auch in anderen Bereichen auf ihre Gesundheit achten.


    Alles Gute für Dich! :)

    Liebe Ilmomari ,


    ich möchte Dir noch meine Gedanken zu Deinem Fall schildern.


    Aus meiner Sicht erfüllt Dein Tumor gar nicht die Kriterien, die notwendig wären, damit der Onkotype eine verlässliche Aussage liefert.

    Die größte Studie zum Onkotype (TailorX) mit über 10.000 Frauen hatte als Einschlusskriterium ein N0 Stadium. Es gibt noch eine kleiner Studie (Plan B) mit 3000 Frauen, bei denen 1-3 Lymphknoten befallen sein durften. Allerdings wurden dabei nicht nur 3 Lymphknoten entnommen (wie bei Dir), sondern mindestens 12 LK, um überhaupt ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten. Bei 12 entnommenen LK ist die Wahrscheinlichkeit groß, noch weitere befallene LKs zu finden, wenn bereits der Sentinel befallen ist. Für die Prognose spielt diese ausgedehntere Axilla-OP keine Rolle, aber für die Einschätzung des Befalls und damit der Beurteilung, ob der Onkotype weiterhilft eben schon.


    Der zweite Punkt ist, dass Dein Tumor schon sehr groß war. In der TailorX Studie hatten gerade mal 20 Frauen (von 10.000) einen Tumor, der größer als 50 mm war. Die durchschnittliche Tumorgröße lag bei 15 mm. Ich sage es mal so rum: Vor einer gewissen Zeit (zB vor einem Jahr oder auch noch länger) war Dein Tumor auch mal 15 mm groß und es war noch kein Lymphknoten befallen. Zu diesem Zeitpunkt hätte der Onkotype genau das gleiche Ergebnis geliefert (niedriger RS, also keine Chemotherapie). Damals wäre die Entscheidung, keine Chemotherapie durchzuführen sicherlich richtig gewesen, da der Onkotype für dieses Tumorstadium eben einen Chemotherapie -Nutzen von nur 1% berechnet hat. Seit diesem Zeitpunkt hat sich aber einiges getan, Dein Tumor ist gewachsen, es ist mindestens ein LK befallen.


    Die Chemotherapie soll ja vorhandene Mikrometastasen abtöten, die noch nicht sichtbar sind. Je länger ein Tumor unentdeckt (und somit unbehandelt) vor sich hinwächst, desto wahrscheinlicher sind Mikrometastasen. Der Onkotype misst nun, wie stark ein Tumor dazu neigt, frühzeitig (Mikro-)Metastasen abzusiedeln. Bei hohen Werten (RS > 25) sind viele Gene angeschaltet, die den Tumor zur Aussaat von Metastasen anfeuern (sog. Onkogene) und viele Gene abgeschaltet, die das Absiedeln von Metastasen verhindern wollen (sog. Tumorsuppressorgene). Bei niedrigen Werten ist es genau andersrum, der Tumor muss bereits lange gewachsen sein, bevor er die ersten Zellen losschickt. Aber: jedes unbehandelte Mammacarcinom schickt irgendwann Zellen los. Nur den Zeitpunkt kennt keiner.


    Mit dem Onkotype kann man eben nicht jedes Mammacarcinom bzgl Prognose und Chemotherapie-Nutzen einschätzen, sondern nur die sogenannten frühen Mammacarcinome, die insgesamt eher klein und ohne (oder möglicherweise mit nur geringem) LK-Befall sind. Für alle anderen Mammacarcinome liefert der Onkotype keine sinnvolle Aussage. Wahrscheinlich ist er in Deinem Fall nur initiiert worden, weil Du in der Studie bist. Die erforderlichen Einschlusskriterien für den Onkotype erfüllt Deine Erkrankung sicherlich nicht.


    Und noch ein Wort zum Tamoxifen: Die Studie an der Du teilnimmst, möchte ja herausfinden, ob Tamoxifen bei Frauen, die einen Abfall des ki67 Wertes nach den 3 Wochen TAM haben, besonders gut wirkt, diese möglicherweise keine weitere Chemotherapie brauchen. Der Umkehrschluss, dass TAM überhaupt nicht wirkt, wenn das ki67 nicht runter geht, ist meiner Meinung nach nicht zulässig. Diese Aussage könnte man nur machen, wenn die Studie zeigt, das diese Frauen früher und/oder mehr Rezidive bekommen als die andere Gruppe. Bevor das nicht bewiesen ist, bleibt Tamoxifen eben ein hochwirksames Medikament gegen das HR-positive Mammacarcinom.


    Wenn Du noch prämenopausal bist, dann solltest Du zusätzlich zum TAM sowieso die GnRH-Analoga erhalten, wie meine Vorrednerinnen schon geschrieben haben. Die Grundlage dafür ist die SOFT-Studie, in der gezeigt wurde, dass sich die Prognose bei prämenopausalen Frauen verbessert, wenn GnRH-Analoga zusätzlich zu TAM gegeben werden. Damit hättest Du auch noch mehr Sicherheit. Wenn Du schon postmenopausal bist, dann könntest Du auch auf Letrozol oder Anastrozol wechseln. Somit gäbe es in jedem Fall eine Möglichkeit, um noch mehr Sicherheit in der Antihormontherapie zu bekommen.


    Ich weiß, es stehen schwierige und weitreichende Entscheidungen für Dich an. Für den weiteren Verlauf wünsche ich Dir in jedem Fall das Allerbeste!


    Viele Grüße!

    Liebe Teafriend und alle anderen Interessierten!


    Ich möchte eine andere Sichtweise auf das Thema Tamoxifen- bzw. Endoxifen-Spiegel und die beteiligten Enzyme CYP3A4 und CYP2D6 darstellen. Leider kann ich hierbei - anders als sonst - keine Studien zitieren - es gibt einfach keine. Somit handelt es sich hier nur um einen anderen Blick auf das diskutierte Thema und kann kein wissenschaftliches Statement sein - dies nur vorneweg.


    Die Messung des Tamoxifen- bzw Endoxifen-Spiegels ist weder standardisiert noch validiert. Das heißt, es gibt keine Regeln, unter welchen Bedingungen die Abnahme erfolgt. Man könnte sich zB vorstellen, dass der Spiegel höher ist, wenn man die Tablette morgens um 7 Uhr genommen hat und um 10 Uhr zur Blutabnahme geht - dann ist gerade viel Wirkstoff im Blut, weil noch nicht so viel abgebaut werden konnte. Nimmt man TAM dagegen abends, könnte dies ebenso Auswirkungen auf den Spiegel haben. All das ist noch nicht geklärt! Wenn Ihr im Forum lest, dann sind bei einzelnen Frauen Werte mit 50% Abweichung gemessen worden. Das lässt mich daran zweifeln, dass der Wert sinnvoll zu interpretieren ist.


    Dann möchte ich die Frage in den Raum werfen, wer den Cut off Wert bestimmt hat. Wer sagt denn, dass TAM ab einem Wert von 100 wirksam ist, darunter nicht? Was ist bei Werten von 95 (oder 84?). Man kann doch bei einem Krebs-Medikament nur dann sagen, dass es wirksam (oder eben unwirksam) ist, wenn es eine Studie gibt (doppel-blind, randomisiert, prospektiv), in der Frauen mit Spiegel-Werten von größer x länger leben oder seltener Rezidive bekommen als bei Spiegeln kleiner X. Vielleicht ist bei einem Wert von 95 ja auch noch eine Wirkung von 95% da?


    Dass Tamoxifen die Rezidivrate und BK-bedingte Sterblichkeit massiv reduziert, konnte in vielen Studien bewiesen werden. Dass Tamoxifen bei niedrigen Blut-Spiegeln von TAM und/oder Endoxifen NICHT wirkt, hat im Gegensatz dazu noch niemand bewiesen bzw beweisen können, das ist eine reine Vermutung. Es kann so sein, es muss aber nicht so sein. Vielleicht wirkt es dann nur nicht ganz so gut, kann aber trotzdem eine große Anzahl von Rezidiven verhindern.


    Vielleicht möchte auch jemand einfach viel Geld mit der Angst von Krebs-Patientinnen verdienen, zB der Verkäufer von den Test-Kits, und hat deshalb ganz willkürlich einen Grenzwert festgelegt. Dabei kann er mitnichten beweisen, dass TAM bei Werten oberhalb des Grenzwerts wirkt, noch dass es bei Werten unterhalb nicht wirkt.


    Das sind meine Gedanken zu dem Thema, sie sollen als Diskussionsgrundlage gesehen werden!

    Liebe Alwine ,


    ich kann Dich beruhigen - die Gürtelrose ist nur für Menschen ansteckend, die noch keine Windpocken hatten, und das sind in der Regel kleine Kinder.


    Du selbst kannst Dich also bei dem Bekannten mit der Gürtelrose nicht anstecken oder durch den Kontakt selbst erkranken.


    Trotzdem ist die Impfung gegen Gürtelrose - unabhängig davon - sinnvoll und eine gute Sache 👍


    Alles Gute für Dich und ein sonniges Wochenende!

    Hallo stefunny ,


    Reha Sport kann jederzeit verschrieben werden, Du brauchst halt einen Arzt, der es Dir verordnet (Hausarzt oder Orthopäde zB). Es sind 50 Stunden, die man innerhalb von 12 Monaten „verbrauchen“ darf. Wenn man in dieser Zeit lange krank war und nicht zum Sport gehen konnte, dann wird der Zeitraum nochmal verlängert. Folgerezepte sind oft schwer durchzusetzen, die Krankenkasse muss Reha Sport nämlich genehmigen.


    Bei einigen Anbietern, insbesondere Fitness Studios, sind die Zuzahlungen zu den Stunden allerdings so hoch, dass manchmal eine 10er Karte regulär gebuchte Stunden oder andere Angebote finanziell gesehen nicht schlechter sind. Und man kann sich dann den Kurs aussuchen 😊


    Alles Gute!

    Liebe Reen ,


    die Antwort ist Ja und Nein.


    Bei dem Planungs-CT wird kein Kontrastmittel verwendet und es wird auch nur der zu bestrahlende Bereich angesehen (also Brusthöhe und - falls die LK mit bestrahlt werden - bis zum Hals hinauf). Sollten in diesem Bereich größere Auffälligkeiten sein (zB große Lymphknoten-Pakete oder Knochen-Metastasen an den Wirbelkörpern), dann kann der aufmerksame Strahlentherapeut diese entdecken. Andere typische Metastasen-Orte (beim Mamma-Ca zB Leber, Bauchraum oder Lunge) sind nicht oder nur teilweise abgebildet. Auch die Kontrastierung ist - wegen des fehlenden Kontrastmittels - für eine feinere Diagnostik manchmal zu schlecht.


    Alles Gute für Dich!

    Liebe Caro_caro ,


    Deine Geschichte finde ich auch interessant. Die BRCA Frauen sind ja oft TN, aber doch nicht immer. Ich konnte das auch in allen Veröffentlichungen zum Thema Gentest nirgends finden, dass TN die Voraussetzung für einen Gentest ist. Vor allem, wenn man wie Du bereits erkrankt ist.


    Ich selbst musste auch keine „Beweise“ oder gar Histologien für die genannten Erkrankungsfälle in meiner Familie vorlegen, letztendlich unterliegt das alles doch dem Datenschutz.


    Letztendlich ist es schade, wenn die Hürden für den Gentest mancherorts so hoch gehängt werden. Dadurch blieben viele Genträgerinnen unerkannt und dies hat ja doch erhebliche Konsequenzen.


    Oder wäre es möglich, dass Dein Arzt aus rein wissenschaftlichem Interesse die Daten wollte? Sozusagen unabhängig vom Test?

    Liebe Alpha664 ,


    Dir steht in jedem Fall ein Test auf BRCA und andere Brustkrebs-Gene zu. Die Indikation hierfür ist in Deinem Fall, dass

    - eine Angehörige unter 36 J erkrankt ist bzw

    - zwei Frauen an einem Mamma-Ca erkrankt sind, davon mindestens eine unter 50 J.


    In dieser Konstellation liegt die Wahrscheinlichkeit bei über 10%, ein Brustkrebs-Gen zu tragen. Nachlesen kannst Du das, wenn Du zB die Worte "Brustkrebs Gentest Indikation" in die Suchmaschine eingibst. Verlinken darf ich die Seite - glaube ich - nicht.


    Den Test kann aber nicht einfach Dein Hausarzt oder Gynäkologe durchführen. Wenn Gene getestet werden, dann muss man vorher eine Beratung bei einem Facharzt für Humangenetik durchführen lassen (Überweisung hierfür bekommst Du von Hausarzt oder Gyn). Dieser erstellt zusammen mit Dir einen Stammbaum, in dem er alle bekannten Krebserkrankungen Deiner Familie einträgt. Dann wird Blut abgenommen und daraus der Gentest durchgeführt.


    Auch wenn Du kein Brustkrebs-Gen trägst, so solltest Du Dich unbedingt jeden Monat selbst untersuchen (Brust und Axilla).


    Ich wünsche Dir alles Gute!

    Liebe barbara ,


    wenn Carboplatin zuletzt gut wirksam war ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es wieder wirkt. Gerade nach der langen Pause. Ich hoffe, Du verträgst die Chemotherapie gut, das ist ja keine Selbstverständlichkeit.


    Hattest Du schon einen PARP Inhibitor? Mich würde interessieren, welcher andere PARP Inhibitor nun bei Dir im Gespräch ist. Bekommst Du ihn im Rahmen einer Studie?


    Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute und dass Du gut durch die Chemotherapie- Zeit kommst!

    Viele Grüße