Beiträge von Iffirieke

    Liebe Vampi

    deine Ängste können wir hier alle verstehen!

    Fühl dich mal umarmt.


    Chemotherapie hat einen grausamen Ruf. Viele meiner Bekannten waren geschockt, als ich das erzählte. Viel mehr, als ich selbst. Ich denke, viele haben alte Bilder im Kopf, von ausgemergelten, glatzköpfigen Patienten, die durch die Gegend schlurfen oder speiend über der Kloschüssel hängen.

    Ich habe während meiner Chemo nicht eine einzige Frau erlebt, der es so schlimm dreckig ging.

    Natürlich ist es anstrengend. Natürlich zehrt es an den Kräften. Ja, die Haare fallen bei den meisten aus. Es gibt auch noch jede Menge andere mögliche Nebenwirkungen.


    Aber wie schon geschrieben wurde: man kann alles bekommen oder nur einiges oder gar nichts.

    Ich hab mich fast durchgängig sehr gut gefühlt, war sogar in der 2.Hälfte der Therapie in der Sächsischen Schweiz wandern.

    Ich konnte mich immer selbst versorgen. Und wenn ich keine Lust auf Hausarbeiten hatte, dann hab ich es gelassen. Das läuft nicht weg...


    Mittlerweile ist meine Chemo gut 4 Monate vorbei.

    Die Haare sind nachgewachsen, auch Wimpern und Brauen. Einen Großteil der zusätzlichen Pfunde bin ich schon wieder los. Ja, ich habe nicht abgenommen, sondern insgesamt 18kg zu.

    Ich gehe jeden Tag 2h raus ins Grüne. Das hab ich auch während der Chemo so gemacht und es hat mir gut getan!

    Ich werde wieder fitter, auch wenn ich noch nicht wieder beim Niveau von vor der Chemo bin. Aber das hat Zeit!


    Mein Port ist schon im Januar entfernt worden. Ich bin froh, dass ich ihn hatte, auch wenn ich ihn von Beginn an nicht mochte. Die Alternative wäre aber gewesen, die Infusionen über eine dicke Kanüle in den Arm zu bekommen. Also jedes Mal die Nadel legen und dann müsste man stundenlang sitzen bleiben, bis die Infusion durchgelaufen ist. Mit Port können die Beutel auch mal abgehängt werden und man kann mal aufs Klo.


    Lass dir alies ganz genau erklären. Schreib alle Fragen auf und auch die Antworten.

    Niemand zwingt dich zu irgendwas. Aber die Chemo ist eine starke Waffe gegen den Krebs und von den Nebenwirkungen erholen wir uns wieder. Von einem unbehandelten Krebs wahrscheinlich nicht...


    Ich drücke dir fest die Daumen, dass du die anstehende Behandlung annehmen kannst. Als schwierigen, aber hilfreichen Weg!

    Und wenn du ängstlich bist oder wütend ider traurig, dann melde dich hier. Hier ist immer jemand mit ähnlichen Erfahrungen und einer Aufmunterung!

    Liebe goldenpaws

    ja, ohne Schaumfestiger stehen die Haare in alle Richtungen. Hauptsächlich nach oben. Und an den Seiten habe ich so "Kleiderhaken", also die Haare machen so komische Bogen. Und ich hab gefühlt überall Wirbel bekommen, wie so ein Risettenmeerschweinchen...


    Aber ich beschwere mich überhaupt nicht. Ich bin so froh, dass da überhaupt was Neues gewachsen ist und wenn es jetzt so bliebe, wäre es okeh!

    Ich hatte halt, seit ich denken kann, taillenlanges Haar. Und die Mähne zu lassen, war schon gruselig. Zumal auch Wimpern und Augenbrauen dran glauben mussten und ich durch das Cortison, Unbeweglickheit und viel Essen stolze 18kg zugenommen hatte. Alles andere als schön...

    Liebe Alle,

    ich freu mich so: in einer Woche startet mein Zug zur AHB in Ahrenshoop an der Ostsee!

    Am Dienstag hab ich noch Termin zum PCR-Test bei meiner Hausärzrin und hoffe, daas der negativ ausfällt. Und dann freu ich mich auf schöne Tage an der Ostsee!

    Meine letzte Chemo war Ende Oktober. Ich hab Mitte November und Mitte Dezember rasiert, weil ich den Flaum nicht schön fand.

    Ende Dezember hatte ich Haare, aber die waren stellenweise noch sehr dünn, besonders am Mittelscheitel. Mitte Februar hatte ich dann plötzlich ca. 3,5cm. Ich hatte immer im Spiegel gedacht, dass da gar nix passiert, sehe aber jetzt auf Fotos, dass da viiiiel gewachsen ist.

    Letzte Woche hab ich nochmal den Langhaarschneider angesetzt und auf 24mm getrimmt. Seitdem trage ich eine ganz bezaubernde Jean Seberg-Frisur. Dafür muss ich viel Schaumfestiger benutzen, aber ich finde das wirklich richtig schön.

    Die Farbe ist Salz und Pfeffer, aber mehr Pfeffer. Die Spitzen sind halt irgendwie weiß.

    Ich glaube auch nicht, dass durch das nochmalige Rasieren die Haare dichter werden oder schneller wachsen.

    Ich denke einfach, es sieht gleichmäßiger aus. Das fand ich für mich schöner.

    Alles in allem hat es 3,5 Monate nach Chemoende gedauert, bis ich wieder eine Frisur hatte. Aber die lieb ich grad sehr.

    Liebe Grüße!

    Rieke


    PS.: Ich bin mal mutig und zeig euch das, weiß aber gar nicht genau, ob daa funktioniert.

    Das eine Bild ist aktuell, das andere von Mitte Dezember, nach der 2.Rasur.

    Hallo, ich wollte auch mal meine Erfahrung teilen.

    Ich lebe in Sachsen, hier wurde am 25.2. die Impfung für Risikogruppe 2 freigegeben.

    Ich bin sofort auf die eigens eingerichtete Internetseite gegangen und habe auch sofort einen Termin bekommen für den 28.2., das war also am Sonntag.

    Meine Akutbehandlung (OP, Chemo, Bestrahlung) ist seit Weihnachten abgeschlossen.

    Wegen einer Portthrombose nehme ich aktuell noch Blutverdünner, dazu Tamox und Thyranojod.

    Ich wurde am Sonntag mit dem Astra-Impfstoff geimpft.

    Zuvor gab es ein ausführliches Arztgespräch, in dem mir nochmals versichert wurde, dass die erst kürzlich beendete Krebsbehandlung KEINE Kontraindikation darstellt.

    "Problematischer" sei der Blutverdünner, aber auch nicht dramatisch, ich musste einfach nach der Impfung 30 min (statt 15, wie die anderen) dableiben, um bei eventueller allergischer Reaktion sofort reagieren zu können.

    Als "Nachweis" hatte ich meinen Ordner mit sämtlichen Diagnosen dabei. Ausgereicht hat am Ende die Einladung der Rehaklinik, dass nächste Woche meine AHB beginnt. Da steht aber auch nix von "onkologische Reha" drin. Es war also nicht kompliziert, den Nachweis der Bedürftigkeit zu erbringen

    Am Montag und gestern fühlte ich mich etwa platt-grippig, aber keineswegs dramatisch krank.

    Heute ist alles okeh und ich fühle mich gut beraten und auch sicherer.

    Die 2.Impfe bekomme ich nach der Reha.

    Jeder darf und muss für sich entscheiden, ob er sich impfen lassen will oder nicht. Für mich war es gar keine Frage, dass ich den Schutz nehme.

    Liebe Grüße!

    Rieke

    Liebe Summerinthecity

    ich seh das mittlerweile genauso!

    Hat ja auch was mit Selbstfürsorge zu tun.

    Ich kannte mich halt bisher so: aussitzen, erst mal abwarten, hab keine Zeit für Arztbesuche...

    Meinen Knoten in der Brust hatte ich schon Monate vor der Diagnose getastet. Hab aber immer wieder den Arztbesuch aufgeschoben und "einfache" Erklärungen gefunden.

    Bis ich eines Nachts träumte, dass es Krebs ist. Ich lag im Traum unter der Bestrahlungskanone und die Brust war amputiert worden.

    Das ist dann nicht passiert, ich wurde brusterhaltend operiert, aber die Bestrahlung gab's.

    Mein Unterbewusstsein hat sich sicher damit beschäftigt, dass der Knoten eben auch Krebs sein kann (was er ja dann auch war...) und wollte mir sagen, dass ich gefälligst zum Arzt gehen soll.

    Es wäre schön gewesen, wenn ich eine einfache Diagnose bekommen hätte, so wie jetzt beim Hautarzt. Aber dann hätte ich möglicherweise nichts geändert und weiter Dinge verdrängt / verschoben.

    So hat der Krebs halt auch sein Gutes. Auch wenn ich gern drauf verzichtet hätte!

    Liebe Alle,

    ich hab so die Befürchtung, dass wir immer das Allerschlimmste denken, wenn irgendwas Unklares ist.


    Ich hatte letzte Woche meinen 1.Nachkontrolltermin nach Bestrahlung.

    Die Ärztin fand auf dem Rücken zwei Leberflecke "suspekt" und überwies mich zum Hautarzt.

    Suspekt, weil sie größer und dunkler geworden sind und auch gezackte Ränder haben.

    Ich hab mir also sofort einen Termin beim Hautarzt organisiert, der war nun gestern.

    Die vergangenen Tage kam mir immer wieder Angst hoch.

    Was, wenn das Hautkrebs ist? Geht dann die ganze Schinderei von vorn los?

    Bei der Untersuchung sagte die Ärztin SOFORT, dass ich mir keine Sorgen machen müsse. Es handelt sich um ein Basalzellpapilom, völlig harmlos und entartet auch nicht.

    Ich habe vor Erleichterung angefangen zu weinen.

    Die Ärztin war ganz lieb zu mir und hat dann gleich noch einen gründlichen Hautkrebscheck gemacht - ohne Befund!

    Ich bin froh und dankbar.

    Ich nehme für mich daraus, dass ich bei jeder Unklarheit sofort einen Arzt aufsuche. Nicht mehr auf die lange Bank schieben. Die Angst kann mir keiner nehmen, aber ich kann es möglichst schnell abklären lassen , damit die Angst schnell vorbei ist.

    Ich wünsche allen alles Gute!

    Rieke

    Meine Schwestern haben mich früher Ulf genannt, daraus wurde irgendwann Ilf, dann Iff und dann Iffi. Rieke, weil ich Ulrike heiße.

    Also auch eher unspekatulär, aber viele Geschichten hier finde ich toll.

    Danke Mareeni für das tolle Thema!

    Liebe MamaMelone,

    die Thrombose ereilte mich Ende Oktober.

    Ich war dann wenige Tage später hier in der Uniklinik bei einer Angiologin. Die hat einen Gefäßultraschall gemacht und entschieden, dass ich von Innohep-Spritzen auf Eliquis 5mg umstellen konnte. Das Ganze für 3 Monate. Ende Dezember war ich nochmal bei ihr zum Ultraschall. Da hatte sich das Gerinsel größtenteils aufgelöst. Deshalb gab sie ihr Go für die Portentfernung, 3 Monate nach der Thrombose. Das war eben jetzt Ende Januar soweit. Ich musste die Eliquis 48h vor der OP absetzen, damit es keine Nachblutung gibt. Hat geklappt.

    Am Tag nach der OP hab ich wieder mit Eliquis angefangen, aber nur noch 2,5mg. Das muss ich jetzt weitere 3 Monate nehmen. Im April hab ich nochmal einen Termin bei der Angiologin. Da wird dann geguckt, ob die Vene sauber ist. Dann kann ich die Blutverdünner absetzen. Wenn nicht, muss ich die noch bissel weiter nehmen...


    Mit meiner Bestrahlung bin ich seit 24.12. fertig und BET hatte ich als erstes schon im vergangenen Mai.

    Ich bin also jetzt wirklich komplett fertig mit dee Behandlung.

    Am 11.März fahre ich zur AHB nach Ahrenshoop und bis dahin versuche ich, wieder fitter zu werden. Hat alles doch ganz schön an der Kondition gezehrt, aber jetzt ist es vorbei und es war gut auszuhalten!


    Auch allen anderen: lieben Dank für die Glückwünsche zur erfolgreichen Portentfernung!

    Ich wünsche allen alles Gute!


    Liebe Grüße - Rieke

    Liebe Alle,

    wollte nur kurz berichten, dass mein Port seit Mittwochmittag raus ist!

    Ging ganz schnell und unproblematisch. Trotz Einnahme von Blutverdünnern (wegen einer Portthrombose) hatte ich keine Nachblutung. Hab jetzt ein ganz leichtes Muskelkatergefühl, aber ich musste kein Schmerzmittel nehmen.

    Ich bin glücklich, dass der Port raus ist. Ist irgendwie so ein Abschluss. Ich gehe einfach davon aus, dass ich das Ding nie wieder brauche. Abgesehen davon hätte der wegen der Thrombose eh nicht nochmal genutzt werden können. Aber auch ohne Thrombose hätte ich ihn ganz schnell loswerden wollen...

    Liebe Grüße!

    Rieke

    Liebe yyulia

    ja, ich hab eine onkologische Reha. Ich bin seit Weihnachten mit der Akutbehandlung fertig und freue mich jetzt auf die Ostsee, weil das der krönende Abschluss einer verrückten Zeit sein wird.

    Ostsee geht bei mir immer und Ahrenshoop ist ein sehr hübsches Örtchen. Auch wenn ich wahrscheinlich nicht so sehr zum Sightseeing kommen werde, immerhin ist so ne Reha ja auch anstrengend und alles andere als Urlaub 😂

    Es fügt sich grad alles gut bei mir!

    Ich hatte am Dienstag den 1.Nachsorgetermin bei meiner Gyn. Es ist alles in Ordnung und sogar mein Myom ist um mehr als 1cm geschrumpelt.

    Das Tamoxifen, das ich jetzt seit knapp 3 Wochen nehme, vertrage ich bisher sehr gut. Ich merke gar nichts. Keine Hitzewallungen, keine zusätzlichen Knochenschmerzen (die ich habe, reichen mir schon). Die Haare wachsen weiter, das Gewicht geht nach unten (-4,5kg seit Wihnachten) und mein Ruhepuls geht auch wieder deutlich nach unten!


    Diese Woche bekam ich auch die Zusage, dass ich zur AHB nach Ahrenshoop fahren darf. Meine Anreise ist für den 11.März geplant.

    Am 27.1. fliegt der Port raus, der Termin steht und wird trotz Corona durchgezogen.


    Wenn ich aus Ahrenshoop wiederkomme, wird seit meiner Diagnose genau 1 Jahr vergangen sein. Was für ein irres Jahr!

    Ich bin stolz auf mich, dass ich diese Extremsituation so gut gemeistert habe und ich weiß jetzt, dass mich so schnell nichts umwirft!


    Rieke

    Liebe yyulia

    nein, es ist meine 1.Kur. Ahrenshoop kenne ich, da war ich schon öfter privat, aber zur Reha war ich noch nicht. Es ist aber traumschön in Ahrenshoop, deshalb freue ich mich so sehr, dass ich da hindarf, obwohl es ja von meinem Wohnort aus doch recht weit entfernt ist.

    Ich hab mit der Rehaklinik telefoniert, meine Anreise ist für den 11.März geplant. Das passt alles super, ich hab dann ausreichend Zeit, mich nach der Portentfernung (27.1.) zu erholen und den Schnitt verheilen zu lassen.

    Ich freu mich wirklich sehr, weil das so ein guter Abschluss sein wird.

    Liebe Tavollara

    vielen Dank für deine Antwort!

    Ich hab mit der Klinik telefoniert. "Leider" darf ich nicht allein nach Hause, auch nicht mit dem Taxi allein. Die Klinik will sichergehen, dass ich Betreuung habe und zwar für 24h. Falls irgendwas passiert. Das stellt uns Alleinstehende natürlich vor ganz schöne Hürden. Meine Mutter und meine Schwestern wohnen mehrere hundert Kilometer von mir entfernt, so dass ich sie nicht "mal eben so" um Abholung und 24h Betreuung bitten kann.

    Den Port will ich aber definitiv loswerden. Also hab ich jetzt doch meine Freundin um Abholung gebeten. Auch wenn ich kein gutes Gefühl dabei habe. Hat aber wohl damit zu tun, dass ich so ungern um Hilfe bitte. Ich muss aber einsehen, dass das jetzt einfach mal sein muss, ohne schlechtes Gewissen...

    Juchu, ich hab heute meine Bewilligung zur AHB aus dem Briefkasten gefischt.

    Das hat alles länger gedauert als gedacht, weil meine Strahlenambulanz den Antrag erst 3 Wochen rumliegen ließ und dann an die falsche Stelle faxte.

    Aber jetzt ist der Bescheid endlich da.

    Ich darf, wie ich es mir gewünscht habe, an die Ostsee nach Ahrenshoop fahren.

    Ich kläre nachher gleich noch den Anreisetermin. Ich ruf da an, weil ich am 27.1. erst noch Termin zur Portentfernung habe und auf AHB-Start Mitte Februar hoffe.

    Ich freu mich, ich freu mich, ich freu mich!

    Rieke

    Liebe Alle,

    mein Port fliegt am 27.1. raus.

    Er hatte mich sehr geärgert und mir eine Portthrombose beschert, genau einen Tag vor der letzten Chemo, so dass ich die gar nicht mehr bekommen konnte.


    Nach der Entfernung, die ambulant gemacht wird, soll mich jemand abholen. Ich hatte meine Tochter auserkoren, weil ich alleine lebe. Nun ist in der Kita meiner Tochter (sie ist Erzieherin) Corona aufgetreten, die gesamte Einrichtung steht unter Quarantäne.

    Meine beste Freundin will ich nicht fragen, weil sie auch noch arbeiten geht ( kein Homeoffice) und mir das auch zu heikel ist.


    Ich weiß, dass das Abholen zur Sicherheit der Klinik gefordert wird. Es ist aber gerade in der jetzigen Situation nicht ganz einfach, jemanden zu finden, bei dem ich nicht von Ansteckungs"angst" geplagt werde...

    Ich rufe nachher mal in der Klinik an und frage, ob ich nicht einfach mit dem Taxi nach Hause fahren darf. Meiner Nachbarin würde ich dann Bescheid geben, dass ich mich bei ihr melde könnte, falls es mir hinterher schlecht gehen sollte.

    Ich hoffe, die Klinik macht da mit, sonst stehe ich ein bissel auf dem Schlauch...

    Verrückt, mit was für Dingen man sich grad so beschäftigt...


    Liebe Grüße!

    Rieke

    Liebe Alle,

    meine Behandlung ist abgeschlossen, ich warte noch auf die AHB (zieht sich leider bissel) und denke schon über den Wiedereinstieg nach.

    Was ich mir allerdings grad gar nicht vorstellen kann: wie funktioniert denn Wiedereingliederung im Homeoffice?


    Als ich meine Diagnose bekam (April 2020) fing Homeoffice gerade erst an, mein Job erforderte Präsenz vor Ort, ich hab also Homeoffice noch nicht "geübt".


    Wenn ich wieder einsteige, werde ich definitiv erstmal eine Stelle besetzen, die von zu Hause aus erledigt werden kann. Ich kann mir das aber grad gar nicht vorstellen.

    Klar, ich werde das mit dem AG genau besprechen und dann wird sicher auch vieles klarer, aber ich wollte mal fragen, ob jemand von euch Erfahrungen gemacht hat in den letzten Monaten mit dem Wiedereinstieg in Homeoffice-Zeiten...


    Liebe Grüße!

    Rieke

    Liebe Suanjo79

    das ist genau das richtige Herangehen: positiv bleiben, keine Angst haben. Auch wenn's schwer fällt.

    Ich habe immer das Gefühl, dass ich kaum Nebenwirkungen hatte. Aber in der Rückschau war doch einiges da: Haare, Brauen und Wimpern weg, 18kg zugenommen, die Nägel sehen verrottet aus, an den Fingerspitzen Empfindungsstörungen und einen Tag vor der letzten Chemo hab ich eine Portthrombose bekommen.

    Aber ich war nie so schwach, dass ich mich nicht selbst versorgen konnte. Mir war nie übel. Ich bin jeden Tag (außer an den Infusionstagen) 2h gelaufen, war im August sogar wandern in der Sächsischen Schweiz.

    Ich wurde zunehmend kurzatmiger, konnte gegen Ende auch nicht mehr schnell laufen, aber ich war trotzdem jeden Tag draußen und es ist egal, ob ich in den 2h nun 10km schaffe oder nur 4. Inzwischen hab ich mich davon auch erholt, die Haare wachsen, die Nägel auch und das Gewicht geht nach unten (auch wenn noch 10kg mehr da sind - aber das ist mir wurst)

    Ich hab alle Medikamente genommen, die gegen die Nebenwirkungen verschrieben wurden. Lieber eine Tablette mehr, als schwach herumliegen.

    Mir hat auch sehr geholfen, dass ich bei einer Psychoonkologin war. Nicht sehr oft, aber hin und wieder schon. Dort konnte ich alle Ängste und allen Frust abladen, die ich bei Familie / Freunden zurückgehalten hatte.


    Du bist auf einem sehr guten Weg, finde ich.

    Du hast die Krankheit angenommen und tust jetzt alles, was nötig ist. Du jammerst nicht (obwohl du dazu das Recht hättest und dir HIER niemand einen Vorwurf machen wird).

    Du bist positiv und das wird dir während der Behandlung sehr helfen.

    Wie gesagt, es gibt auch mal schlechtere Tage, aber die sind nicht in der Überzahl!


    Erhol dich gut!

    Rieke