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  • »Haselein« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3

registriert seit: 06.03.17

Wohnort: Saarwellingen

Beruf: Industriekauffrau

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1

Montag, 6. März 2017, 18:16

fitnessstudio nach bestrahlung

Hallo ihr lieben
war heute zum ersten mal wieder im fitnessstudio nach bestrahlungstherapie.War irgendwie komisch..Hatte Angst alles falsch zu machen. wer hat Ahnung was man darf und was man besser lässt?

Beiträge: 34

registriert seit: 21.10.16

Wohnort: Schweiz

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2

Montag, 6. März 2017, 18:40

Liebe Haselein
Ich weiss nicht genau, was man darf. Ich kann Dir nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten, zwar nicht im Äitnesstudio, aber generell mit körperlicher Betätigung wie zb Gartenarbeit.
Es ging mir nicht so gut dabei und ich entschied mich, zu einem Physiotherapeuten zu gehen. Dieser erklärte mir, dass durch die OP und Bestrahlung einiges im Körper sich verändert hat und
er mir erstmal von Fitnessstudio abrät, weil die Gefahr besteht, dass man falsch trainiert, d.h. gewisse Schwächen im Körper, die durch die Behandlung entstanden sind, mit falschen Muskeln kompensiert, d.h. es übernehmen dann Muskeln die Arbeit, die gar nicht dafür,gedacht sind. (ist nicht so einfach zu erklären, bin keine Physio :whistling: ). Ich habe dann mit ihm zunächst an meiner Beweglichkeit v.a. Des Oberkörpers, der bestrahlt worden war, gearbeitet, damit sich nicht falsche Bewegungen einschleichen. Er hat mir erklärt, dass durch die Bestrahlung das Gewebe wie verbacken wird und die Beweglichkeit darunter leidet. Für mich hat es sich auch so angefühlt. Also,,es ist sicher nicht falsch, sich von einem Profi beraten und zu Beginn allenfalls begleiten zu lassen. Vielleicht hast Du auch die Möglichkeit dazu? Oder hast das schon gehabt, z.B. In der
Reha?
Auf jeden Fall, alles Gute wünsche ich Dir!

Beiträge: 103

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Beruf: Redakteurin

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3

Montag, 6. März 2017, 18:58

Liebe Haselein,

ich habe um einiges später wieder im Fitnessstudio angefangen, allerdings hat mein Fitnessstudio auch Rehatherapeuten, von denen habe ich mir einen neuen Plan geben lassen.

Angefangen mit Fitness habe ich in der REHA, da haben wir auch spezielle Übungen bekommen, und ich war erschrocken, wie wenig Kraft ich noch hatte, kam aber bald wieder. Ich würde auch ein bißchen vorsichtig sein, nicht nur wegen der Bestrahlung, auch wegen der Kraft, das sollte man nicht unterschätzen.

Allerdings hatte ich auch vorher viel Sport gemacht, kannte also meinen Körper ganz gut. :)

4

Montag, 6. März 2017, 19:11

Hallo Haselein!
Geh es ganz einfach langsam an. Ich weiß selber, wie schwer das ist, wenn man immer sportlich sehr aktiv war und ist.
Nach meiner Bestrahlung vor 2 Jahren spürte ich gleich das Es nicht mehr so ging wie bisher. Die Leistung, die ich vorher brachte, schien mir nun unerreichbar zu sein. Das deprimiert einen aktiven Menschen unheimlich.
Also die Ziele etwas niedriger ansetzen. Ist nicht immer leicht.
Nichts ist nach so einer Diagnose, einer OP und einer Bestrahlung wie bisher.
Aber dennoch Sport ist wichtig, man darf eben nur nicht übertreiben.
Wünsche dir alles Gute und pass auf dich auf.
Liebe Grüße von Karo58 ?(

5

Montag, 6. März 2017, 19:52

Liebe Haselein,
ich bin kein Arzt und wenn Du Dir unsicher bist frag den Arzt. Meine Meinung ist, man darf alles was einem gut tut. Hör' auf Deinen Körper, er wird Dir sagen wann es "genug" ist.
Alles Liebe
Lisa

Beiträge: 2 471

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6

Montag, 6. März 2017, 23:14

Liebe Haselein

Erstmal herzlich willkommen hier in unserem familiären Forum. Ich würde erstmal den Arzt dazu befragen und dann in ein Fitnessstudio gehen wo qualifizierte Fitnesstrainer und/ oder Physitherapeuten sind . Die machen meist eine genaue Anamnese und wählen die Übungen gemeinsam mit Dir aus . Ich kann mir vorstellen , alles was ins extreme geht , ist nicht gut z. B extreme schwere Gewichte heben , extremes Überstrecken der Arme , oder zu langes Halten der Armme über Kopf , usw . Auch nicht so stark trainieren bis zur völligen Erschöpfung ist nicht gut . Hör auf Deinen Körper , dann merkst Du was Dir gut tut und wieviel. Ich war eine Zeit lang auch im Fitnessstudio und bekam da einen Plan nach genauer Befragung zu meinen Einschränkungen/ Erkrankungen. Das erste mal ist der Trauner mitgegangen und hat mir die Übungen gezeigt und korrigiert. Die nächsten Male habe ich nach Plan alleine trainiert . Alle drei Monate konnte ich meinen Plan ändern lassen . Übungen die mir nicht gut taten , das sagte ich direkt offen und dann wurden andere Übungen ausgesucht.
Eine gute Alternative zum Fitnesstudio ist auch Reha Sport. Man muss sich das vom Hausarzt verodnen lassen . Dann sucht man sich eine Gruppe aus
Danach muss man mit der Verordnung zur Krankenkasse um das genehmigen zu lassen . Da sind auch qualifizierte Übungsleiter und man bekommt schon Anregungen was man an Übungen so machen kann.
LG und viel Spaß beim Sporteln :P
alesigmai52
Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
mit dem Unbegreiflichen zu leben
Rainer Maria Rilke

Beiträge: 2 411

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7

Dienstag, 7. März 2017, 06:13

Hallo Haselein :P

herzlich willkommen in unserem Forum :thumbsup:

Louise hat dir eine sehr gute Antwort gegeben und der Tipp, deinen behandelnden Arzt (am besten die Strahlentherapeuten) zu fragen ist auch sehr gut und wichtig!

Die ersten beiden Fragen an dich wären…1. wie lange ist die Bestrahlung her und 2. wie ist operiert worden? Das sind auschlaggebende Punkte um überhaupt
zu sagen, was darfst du jetzt schon was nicht, womit musst du noch vorsichtig sein :!:
Diese Fragen müsste dir dein Strahlenarzt spätestens beim letzten (Entlassungsgespräch) Gespräch mit auf dem Weg gegeben haben.
Nicht umsonst müssen wir um die 5 Wochen warten bis wir eine AHB / Reha antreten um überhaupt an den Angeboten teilzunehmen.

Fitnessstudio ist eine gute Sache um die Kraft wieder zu mobilisieren, aber wir sollten am Anfang nur unter Begleitung von Sporttherapeuten / Pysios
an die Geräte gehen, damit die Therapeuten uns dort abholen, wo wir im Moment stehen.
Ein neues Programm individuell auf uns zugeschnitten ist absolut nötig. Wir (die meisten) können nicht da anknüpfen wo wir vor der OP / Behandlung
aufgehört haben.

Also liebe Haselein, wenn du dir unsicher bist, frag nochmal deinen behandelnden Arzt, denn es müssen einige Faktoren berücksichtig werden…………..

Wünsche dir weiterhin einen guten Austausch :thumbup:

Grüßle :) ika :)
Lachen ist die beste Medizin,
also verschenke jeden Tag ein Lächeln,
es tut nicht we
h
:thumbsup:

  • »Haselein« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3

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8

Dienstag, 7. März 2017, 11:23

danke euch für die guten Tips..ich habe schon auf meinen Körper gehört und eigentlich nichts schweres für die Arme oder Brust trainiert. Aber wie ihr alle schon sagt man fühlt sich einfach dermassen unfit ..Die bestrahlung ist jetzt knapp 3 Wochen her liebe ika,,,Ansonsten komme ich gerade aus dem Wald..eine Stunde walken iss die beste Medizin gegen depressive Stimmung..denn die habe ich heut irgendwie..weiss auch nicht genau warum.l. weil ich gestern zuviel unschöne Dinge im Forum gelesen habe und damit die Angst bei mir wieder ganz extrem hochkommt.So ein Mist..

Beiträge: 212

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9

Montag, 13. März 2017, 18:10

Hallo, bin sogar während der Bestrahlung regelmäßig zum Fitness gegangen. Habe nach Rücksprache mit dem Trainer die Brustmuskulatur nicht trainiert, aber alles andere entsprechend meiner Kondition, die lag und liegt auch jetzt noch etwas unter dem Vorerkrankungsniveau. Uns es hat mir gut getan, die Gyn findet es auch super, Sport gehört heutzutage zur Therapie.

Sport frei, Mika
Jeder von uns hat nur ein Leben (Marcus Aurelius), darum macht etwas daraus egal wie schwer es gerade ist