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  • »Maren62« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 6

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1

Dienstag, 11. April 2017, 19:59

Gibt es jemand die Cisplatin in der Chemo hat?

Liebe Foris,

jetzt bin ich seit gestern in der 3. Chemo aber diesmal mit Cisplatin und wollte einmal fragen ob es jemand mit Erfahrung unter Euch gibt?
Die Nebenwirkungen sollen ja gravierend sein...

;(


Liebe Grüße

Maren

Beiträge: 65

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2

Mittwoch, 12. April 2017, 09:04

ich hatte Caroplatin
kann dir bei deiner leider nichts sagen
Gruß Manuela


Nur noch alle 3 Wochen Herceptin :D
und 28x Bestrahlung seit 22.3. :thumbsup:

  • »Maren62« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 6

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3

Mittwoch, 12. April 2017, 17:54

Hallo Manuela,

Ah okay, Carboplatin hatte ich in den letzten Chemos....
Schön, dass Du das Ärgste hinter Dir hast!
Liebe Grüße
Maren[size=10] [/size]:)[size=10] [/size]

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4

Mittwoch, 12. April 2017, 21:53

Behandlung mit Cisplatin

Liebe Maren62,

2012 bin ich mit Cisplatin behandelt worden. Diagnose Gebärmutterhalskrebs und Borderlinetumor beider Ovarien. Ich habe eine Chemotherapie mit wöchentlicher Gabe von Cisplatin erhalten. Ursprünglich waren 6 Infusionen geplant, ich habe nach der vierten abgebrochen. Der Onkologe meinte, die meisten Patienten würden nur vier Infusionen schaffen, danach ginge es vielen körperlich nicht mehr gut. Bei mir ging es nach der zweiten Gabe los mit dem Haarausfall am KÖRPER, am Kopf brachen die Haare ab und fielen nur teilweise aus, worüber ich nicht ganz undankbar war. Die Wimpern und Augenbrauen brachen ebenfalls ab. Ich habe während der gesamten Chemotherapie gegessen ohne Ende und nicht ein einziges Mal gekotzt, obschon ich kein Antiemetikum genommen habe. Am Tag nach der Chemo - die immer so anderthalb Stunden dauerte - war mein Gesicht feuerrot und aufgedunsen. Das legte sich dann in den nächsten Tagen. Nach und nach wurde ich immer langsamer und müder, ich hatte massive Konzentrationsstörungen, war mit den einfachsten Dingen kolossal überfordert und habe mir für alles, was ich tun musste, Zettel auf meinen Arbeitstisch gelegt. Ich habe zum Schluss den ganzen Tag im Bett gelegen und vor mich hingedämmert und bin abends aufgestanden und zur Tomotherapie ins Klinikum gefahren - das hatte ich mir fest vorgenommen, da ich dann wenigstens einmal am Tag mich nach draußen bewegen musste. Es ging alles wie in Zeitlupe, ich konnte nur noch ganz langsam laufen und war über vier Wochen wie benebelt und nicht mehr klar im Kopf. Damals hatte ich keine Anzeichen einer Polyneuropathie. Ich habe jetzt schmerzhaftes Kribbeln in den Beinen und auch etwas in den Armen, das ist seit 2016 so und der Neurologe, der mich jetzt versorgt, hat ein Restless Legs Syndrom diagnostiziert - ob das eine Spätfolge ist, wird sich ggf. klären, oder aber auch nicht. Ich habe seither einen Tinnitus. Während der Behandlung und auch noch bestimmt 1 bis 2 Jahre später hatte ich extrem schlechte Augen, ich konnte ganz schlecht lesen oder auf kurze Distanz feine Dinge erkennen, das hat sich aber wieder deutlich gebessert. Meine Haare wuchsen auch erst nach 1 Jahr wieder vernünftig nach. Da ich eine kombinierte Radio-Chemo-Therapie erhalten habe, kann ich nicht beurteilen, inwieweit meine Magenkrämpfe auf die Chemotherapie zurückzuführen waren, da der gesamte Unterleib bestrahlt wurde. Der Strahlentherapeut schob es auf die Chemotherapie, der Onkologe auf die Bestrahlung...

Ich hoffe, dass Dir diese Informationen etwas weiter helfen,

herzliche Grüße,

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